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Auf dieser Seite: BKA-Gesetz 

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Top 41:
Deutschland braucht kein FBI: 
BKA-Gesetz im Bundesrat ablehnen!
Antrag der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN  – Drucksache 16/2053
(Ausschussüberweisung am 29. Mai 2008)
Bericht und Beschlussempfehlung des Innen- und Rechtsausschusses

Koalition im Kieler Landtag
stützt BKA-Gesetz

Kiel (SHL/10.12.) Einen Tag vor dem sich abzeichnenden Kompromiss im Vermittlungsausschuss der Großen Koalition in Berlin zum so genannten BKA-Gesetz haben auch CDU und SPD im Kieler Landtag ihre Zustimmung signalisiert. Auch das Kabinett „war und ist sich bei der Abwehr des Terrorismus einig", sagte Innenminister Lothar Hay (SPD) in einer von den Grünen erneut angestoßenen Debatte. Die Oppositionspartei hatte die Landesregierung wie zuletzt schon im Mai aufgefordert, das "Gesetz zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus durch das Bundeskriminalamt" wegen massiver Eingriffe in die Privatsphäre abzulehnen, wurde aber nur von FDP und SSW unterstützt.

Redner der Koalitionsfraktionen machten deutlich, dass das Bundeskriminalamt nur in engbegrenzten und konkreten Fällen tätig werden könne. Es sei daher nicht zu befürchten, „dass das BKA eine Geheimdienstzentrale wird". Die Opposition erneuerte hingegen ihre Kritik an der geplanten Ausweitung der Online-Durchsuchungen sowie an Video- und Telefonüberwachungen. Dies sei eine „Opferung der Grundrechte" – auch bei der nachgebesserten Version des Gesetzes.

Das Gesetz sieht vor, dass BKA-Beamte Wohnungen von Verdächtigen heimlich betreten und mit Wanzen oder Videokameras bestücken können. Ebenso sollen sie Telefone abhören, Briefe und E-Mails mitlesen und Computer-Festplatten durchstöbern können. Nach heftigen Protesten wegen eines zu laxen Eingriffs in grundgesetzlich verankerte Persönlichkeitsrechte – und einer Ablehnung im Bundesrat Ende November – soll es nun bei der Online-Durchsuchung strengere Auflagen geben. Demnach muss ein Richter auch in eiligen Fällen seine Zustimmung zu der Maßnahme geben, und er trägt auch die letzte Entscheidung darüber, welche Computer-Daten wegen ihres privaten Charakters nicht verwendet werden dürfen. 

Der Kompromiss soll morgen im Vermittlungsausschuss in Berlin ausformuliert und dann am 19. Dezember in der Länderkammer beschlossen werden. Das Gesetz soll zum 1. Januar 2009 in Kraft treten.

Weitere Redner: Peter Lehnert (CDU), Klaus-Peter Puls (SPD), Wolfgang Kubicki (FDP), Monika Heinold (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW)

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Hintergrund:
Auf Basis eines Grünen-Antrags debattiert der Landtag über das umstrittene neue BKA-Gesetz, mit dem die Kompetenzen des Bundeskriminalamts bei der Terrorbekämpfung geregelt werden sollen.

Der Entwurf des Bundes für ein "Gesetz zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus durch das Bundeskriminalamt" greift nach Ansicht der Landtags-Grünen wie auch verschiedener Landesregierungen in grundgesetzlich verankerte Persönlichkeitsrechte sowie in die Länderhoheit für die polizeiliche Gefahrenabwehr ein. Auch die Nord-SPD hatte sich kritisch geäußert. Entsprechend war das Gesetz bei der Abstimmung im Bundesrat Ende November abgelehnt worden. Inzwischen haben sich Bund und SPD-regierte Länder aber laut Medienberichten auf einen Kompromiss geeinigt. Er soll an diesem Donnerstag im Vermittlungsausschuss ausformuliert und dann am 19. Dezember in der Länderkammer beschlossen werden. Auch die schleswig-holsteinische SPD hat ihre Zustimmung signalisiert.

Kompromiss zeichnet sich ab

Der Gesetzentwurf stand wegen tiefgehender Eingriffe in die Grundrechte in der Kritik. Er sieht vor, dass BKA-Beamte Wohnungen von Verdächtigen heimlich betreten und mit Wanzen oder Videokameras bestücken können sollen. Ebenso sollen sie Telefone abhören, Briefe und E-Mails mitlesen und mittels der Online-Durchsuchung Computer-Festplatten durchstöbern können. Nach dem Kompromiss soll es bei der Online-Durchsuchung künftig strengere Auflagen geben: Ein Richter muss auch in eiligen Fällen seine Zustimmung zu der Maßnahme geben, und er trägt auch die letzte Entscheidung darüber, welche Computer-Daten wegen ihres privaten Charakters nicht verwendet werden dürfen.

Ein weiteres Problemfeld lag im Bereich des Föderalismus: Im Rahmen der ersten Föderalismusreform im Jahr 2006 hat der Bund die ausschließliche Kompetenz für "die Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus durch das Bundeskriminalamt in Fällen, in denen eine länderübergreifende Gefahr vorliegt", erhalten. Kritiker haben Bedenken, dass der BKA-Gesetzentwurf diese Vorgaben des Grundgesetzes überdehnt und dass es Kompetenzkonflikte gibt. Nun soll der Aufgabenbereich des BKA im Vermittlungsverfahren präziser umrissen werden.

Der Grünen-Antrag, der sich unter dem Motto "Deutschland braucht kein FBI" gegen das BKA-Gesetz ausspricht, steht nach dem Nein der Koalition im Innen- und Rechtsausschuss auch im Plenum vor der Ablehnung.

Debatte bei Antragstellung: plenum-online, Mai 2008

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

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Außerdem notiert: 
Zitate des Jahres 2008

Ein "Raum der Stille"

F i n a n z e nt

2. Lesungen:
Haushalt 2009/2010
Beamtenbesoldung
(ohne Aussprache)
Grunderwerbssteuer
(ohne Aussprache)
Antrag:
Landesbanken-Struktur
Berichte:
Haushaltsrechnung 2006
(ohne Aussprache)
Haushaltsrechnung 2007
(ohne Aussprache)
LRH-Entlastung
(ohne Aussprache)

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:
Landesbauordnung
Politiker Bezüge
Direktwahl Landräte
Verwaltungsgesetz / Kirchenaustrittsgesetz
(ohne Aussprache)
Landes-Schlichtungsgesetz
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Direktwahl Landräte
Berichte:
BKA-Gesetz
Jugendstrafrecht
Kampfmittel-Bergung
(ohne Aussprache)
Minderheitenpolitik
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. Lesungen:
Nichtraucher-Schutzgesetz
(ohne Aussprache)
Kriegsopferfürsorge-Gesetz
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Wahl:
Behindertenbeauftragter
(ohne Aussprache)
Anträge:
Arzneimittel-Versandhandel
Pflegestützpunkte
Grünland
Hartz IV / Kindergeld- und Wohngeldzuschlag
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AKW-Gespräch
KiTa-Mahlzeiten
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Kulturstiftung
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PISA-Ländervergleich
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Volksinitiative Realschulen
Zielvereinbarung mit den Hochschulen
Lehrerausbildung Uni Flensburg
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Minderheiten-Aspekte im Schulgesetz
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W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
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Kohlekraftwerke
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Tourismuswirtschaft
Norddt.Hafen-Kooperation
Wettbewerb / Bahnnetze
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Hinterlandanbindung Fehmarnbelt-Querung
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Bundesstraße 5
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 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

2. Lesung:
Immissionsschutz
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EU-Agrarsubvention
Klimaschutzziele

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
Kaliningrad-Kooperation
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