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Auf dieser Seite: Jugendstrafrecht 

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Top 42:
Entschließung zum Jugendstrafrecht
Antrag der Fraktionen von FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und den Abgeordneten des SSW  – Drucksache 16/1816(neu)
(Ausschussüberweisung am 30. Januar 2008) 
Bericht und Beschlussempfehlung des Innen- und Rechtsausschusses

Jugendkriminalität: 
Koalition setzt auf 
Prävention und Sanktion

Kiel (SHL/11.12.) Mit einem „differenzierten Maßnahmenkatalog" aus Prävention und wirksamen Strafen wollen CDU und SPD die Jugendkriminalität zurückdrängen. Das sieht ein Entschließungspapier vor, das der Landtag mit Koalitionsmehrheit verabschiedet hat. Christ- und Sozialdemokraten verweisen darin auf die Bedeutung von Familienhilfen, Schulsozialarbeit und der Integration von Migranten zur Kriminalitätsvorbeugung. Hierfür stünden im neuen Landeshaushalt zusätzliche Mittel bereit. Bei Intensivtätern sei aber auch eine „frühzeitige, verbindliche Intervention" nötig. Hierzu gehöre zum Beispiel die landesweite Anwendung des so genannten vorrangigen Jugendverfahrens, bei dem Täter bereits kurz nach der Tat verurteilt werden können.

Die Opposition, die das Thema im Januar mit einem eigenen gemeinsamen Antrag angestoßen hatte, votierte gegen das Regierungspapier. Hauptunterschied: FDP, Grüne und SSW halten das derzeitige rechtliche Instrumentarium für ausreichend. Sie sprechen sich explizit gegen eine Verschärfung des Jugendstrafrechts aus. So lehnt die Opposition die Anhebung der Höchststrafen für Jugendliche von zehn auf 15 Jahre oder die Herabsetzung der Strafmündigkeit von 14 auf zwölf Jahre ab. Diese Punkte waren zu Jahresbeginn im hessischen Landtagswahlkampf kontrovers diskutiert worden.

Opposition betont Resozialisierungs-Gedanken

Stattdessen, so die Vertreter der Parlamentsopposition, müsse die Rehabilitation jugendlicher Straftäter im Zentrum stehen. Es sei ein Irrglaube anzunehmen, Strafverschärfungen und „Wegsperren" könnten zu einer besseren Resozialisierung der Täter beitragen. Dies habe auch die Mehrzahl der Experten bei einer Anhörung im Innen- und Rechtsausschuss so gesehen.

Der Landtag debattierte das Thema vor dem Hintergrund des aufsehenerregenden Angriffs auf einen 13-jährigen in Neumünster Ende November. Der Junge war während des Schulunterrichts von zwei Jugendlichen attackiert und schwer am Kopf verletzt worden. Nach Angaben des Innenministeriums gibt es im Lande derzeit 750 junge Intensivtäter unter 21 Jahren. Damit sei die Zahl dieser Täter, je nach Region, in den letzten zehn Jahren um bis zu 100 Prozent gestiegen.

Hauptredner: Peter Lehnert (CDU), Anna Schlosser-Keichel (SPD), Wolfgang Kubicki (FDP), Monika Heinold (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW), Justizminister Uwe Döring (SPD)

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Hintergrund:
Mit der Koalitionsmehrheit hat der Innen- und Rechtsausschuss eine Entschließung zum Thema Jugendstrafrecht verabschiedet. Demnach bietet das geltende Recht „weitreichende Möglichkeiten" um der Jugendkriminalität zu begegnen. Zudem verweisen CDU und SPD auf die Bedeutung von Familienhilfen, Schulsozialarbeit und der Integration von Migranten zur Kriminalitätsvorbeugung.

Bei Intensivtätern sei eine „frühzeitige, verbindliche Intervention" nötig, heißt es weiter. Hierzu gehöre zum Beispiel die landesweite Anwendung des so genannten vorrangigen Jugendverfahrens, bei dem Täter bereits kurz nach der Tat verurteilt werden können. Zudem soll das Personal im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe aufgestockt werden. Hier verweisen die Koalitionsfraktionen auf entsprechende „Weichenstellungen" im Doppelhaushalt 2009/2010.

Opposition gegen Herabsetzung der Strafmündigkeit

Die Opposition stimmte im Ausschuss gegen das Papier. FDP, Grüne und SSW hatten das Thema im Januar mit einem eigenen gemeinsamen Antrag angestoßen. Hauptunterschied: Die Oppositionsparteien halten das derzeitige rechtliche Instrumentarium für „ausreichend" und sprechen sich explizit gegen eine Verschärfung des Jugendstrafrechts aus, zum Beispiel gegen so genannte Erziehungscamps und gegen die Anhebung der Höchststrafengrenze für Jugendliche von zehn auf 15 Jahre. Ebenso lehnen die Oppositionsparlamentarier die ausschließliche Anwendung des Erwachsenenstrafrechts auf Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren ab, genauso wie die Herabsetzung der Strafmündigkeit von derzeit 14 Jahren.

Demgegenüber unterstützen sie Modellprojekte für einen "Vollzug in freien Formen" und fordern, ebenso wie die Koalition, den Ausbau von ambulanten Familienhilfen und der Schulsozialarbeit. Zudem müsse die Integration von Migranten verbessert werden, und es müsse für eine „angemessene Ausstattung" von Polizei und Justiz, für eine geringere Verfahrensdauer und für eine „ausreichende" Ausstattung im Jugendstrafvollzug und in der Bewährungshilfe gesorgt werden.

Debatte bei Antragstellung: plenum-online, Januar 2008

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Zitate des Jahres 2008

Ein "Raum der Stille"

F i n a n z e nt

2. Lesungen:
Haushalt 2009/2010
Beamtenbesoldung
(ohne Aussprache)
Grunderwerbssteuer
(ohne Aussprache)
Antrag:
Landesbanken-Struktur
Berichte:
Haushaltsrechnung 2006
(ohne Aussprache)
Haushaltsrechnung 2007
(ohne Aussprache)
LRH-Entlastung
(ohne Aussprache)

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:
Landesbauordnung
Politiker Bezüge
Direktwahl Landräte
Verwaltungsgesetz / Kirchenaustrittsgesetz
(ohne Aussprache)
Landes-Schlichtungsgesetz
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Direktwahl Landräte
Berichte:
BKA-Gesetz
Jugendstrafrecht
Kampfmittel-Bergung
(ohne Aussprache)
Minderheitenpolitik
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. Lesungen:
Nichtraucher-Schutzgesetz
(ohne Aussprache)
Kriegsopferfürsorge-Gesetz
(ohne Aussprache)
Wahl:
Behindertenbeauftragter
(ohne Aussprache)
Anträge:
Arzneimittel-Versandhandel
Pflegestützpunkte
Grünland
Hartz IV / Kindergeld- und Wohngeldzuschlag
Berichte:
AKW-Gespräch
KiTa-Mahlzeiten
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
Berufsbezeichnung Ingenieure
(ohne Aussprache)
Wahl:
Kulturstiftung
(ohne Aussprache)
Anträge:
PISA-Ländervergleich
Partikeltherapie-Zentrum
(ohne Aussprache)
Berichte:
Volksinitiative Realschulen
Zielvereinbarung mit den Hochschulen
Lehrerausbildung Uni Flensburg
(ohne Aussprache)
Minderheiten-Aspekte im Schulgesetz
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Investitionspaket
Kohlekraftwerke
Berichte:
Tourismuswirtschaft
Norddt.Hafen-Kooperation
Wettbewerb / Bahnnetze
(ohne Aussprache)
Hinterlandanbindung Fehmarnbelt-Querung
(ohne Aussprache)
Bundesstraße 5
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

2. Lesung:
Immissionsschutz
(ohne Aussprache)
Anträge:
EU-Agrarsubvention
Klimaschutzziele

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
Kaliningrad-Kooperation
(ohne Aussprache)