„In
der Tat ist
alles gesagt"... |
|
Das
Jahr neigt sich dem Ende zu. Auch wenn die Dezember-Tagung noch
aussteht, haben wir schon mal in den Plenar-Protokollen der
vergangenen Monate gestöbert. Die Aufzeichnungen enthalten wie
immer Sachargumente und harte politische Auseinandersetzungen –
aber auch die eine oder andere Stilblüte.
„Gesprächsstoff,
Frau Kollegin, ist erforderlich. Wir sind ja ein Parlament. Wenn
wir uns alle anschweigen, kommen wir zu nichts."
Jürgen Weber (SPD)
regt am 31. Januar eine
lebhafte Debatte zur Zukunft des Uni-Klinikums an
* * * * *
„Frau sein ist
schwer: Man muss denken wie ein Mann, sich benehmen wie eine Dame,
aussehen wie ein junges Mädchen und schuften wie ein Pferd."
Anke Spoorendonk (SSW)
kommentiert am 28. Februar
die Anforderungen ans weibliche Geschlecht
* * * * *
„Das sind doch
keine Läden, in denen nachmittags Möhrenschnittchen gegessen
oder Getreide-Kaffee getrunken wird. Da kommen Leute zusammen,
wollen Bier trinken, einen Skat kloppen und eine Zigarette
rauchen."
Heiner Garg (FDP)
spricht sich am 27. Februar
gegen das Rauchverbot in Eckkneipen aus
* * * * *
„Ich bin 1990
in meinen Ortsverband der CDU eingetreten und bin seitdem der
Jüngste."
Niclas Herbst (CDU)
beklagt am 2. April in
einer Aussprache zur Jugendpolitik die
Nachwuchsprobleme der Parteien
* * * * *
„Als ich das
erste Mal im Wirtschaftsausschuss des Bundestages an einer Sitzung
teilnahm, ging es um 50 Millionen Mittel für
Infrastrukturmaßnahmen, die im Norden ausgegeben werden sollten.
Da habe ich – ordnungspolitisch geschult, wie ich war –
gesagt, man müsse doch erstmal die Kosten-Nutzen-Relation
analysieren. Über den Tisch hinweg gab es zwischen den
Sozialdemokraten und den Christdemokraten aus Bayern eine
Augenverständigung, und innerhalb von 20 Sekunden waren die 50
Millionen im
Bayerischen Wald."
Wolfgang Kubicki (FDP)
berichtet am 28. Mai
über Verkehrs- und Standortpolitik im Bundestag
* * * * *
„Das schadet
meinem Ruf in
der Fraktion."
Hans-Jörn Arp (CDU)
ist am 19. Juni in einer verkehrspolitischen Debatte überrascht
über
Beifall von den Abgeordneten der Grünen
* * * * *
„Mann, Frau
und Kind können in Schleswig-Holstein in den allermeisten
Gewässern sorglos baden (…) Krokodile und gefährliche
Hai-Arten sind bei uns zum Glück noch kein Problem."
Regina Poersch (SPD) beurteilt am
18. Juni
die Badewasserqualität im Lande
* * * * *
„Vielleicht
werden Sie dafür Verständnis haben, dass ich als Justizminister
bei der Sportart der Ertüchtigung durch Klettern eine gewisse
Zurückhaltung an den Tag legen werde."
Justizminister Uwe
Döring (SPD) äußert am 16. Juli
Bedenken beim Thema "Sport und Justizvollzug"
* * * * *
„Die Nutzung
der Biomasse zur Energieerzeugung ist die älteste Form der
Energiegewinnung. Schon die Neandertalerin saß in gemütlicher
Runde mit Mann und Kind um ein prasselndes Holzfeuer, wärmte sich
daran und bereitete Mahlzeiten zu."
Detlef Matthiessen
(Grüne) wirbt am 16. Juli
für erneuerbare Energieträger
* * * * *
„Lass mich mal
zu Ende reden. Ich habe gerade einen schönen Gedankengang."
Karl-Martin Hentschel
(Grüne) lehnt am
11. September eine Zwischenfrage ab
* * * * *
„Haben Sie
sich eigentlich einmal gefragt, warum Deutschland Weltmeister bei
diesen blöden Casting-Shows ist? Das hat auch etwas damit zu tun,
dass Jugendliche bewusst in Kauf nehmen, sich vor einem
Millionenpublikum lächerlich zu machen, weil sie dort
offensichtlich eine scheinbare Anerkennung erfahren."
Heiner Garg (FDP)
analysiert am
8. Oktober die Jugend im Lande
* * * * *
„Herr Kollege,
darf ich erst einmal die Frage stellen, ob Sie die Möglichkeit
haben wollen zu fragen oder ob ich die Möglichkeit habe, eine
Frage zu stellen."
Ministerpräsident und
CDU-Abgeordneter Peter
Harry Carstensen richtet am 11. November eine Frage
an den FDP-Abgeordneten Ekkehard Klug
* * * * *
„Den
tatsächlich erzielten Personalabbau von einer Stelle pro Jahr mit
dem Tempo einer Schnecke zu vergleichen, wäre eine Beleidigung
für die Schnecke."
Monika Heinold
(Grüne) kritisiert am 12. November
die Sparbemühungen der Landesregierung
* * * * *
„Dass die
Aktienmärkte verrückt spielen und einige Länder wie Island kurz
vor einem Staatsbankrott stehen, ist weder die Strafe Gottes noch
ein Ausläufer des Klimawandels."
Anke Spoorendonk (SSW) nimmt
am
12. November zur Finanzkrise Stellung
* * * * *
„Sehr geehrter
Landtagspräsident!
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
In der Tat ist alles gesagt – nur noch nicht von mir."
Anette Langner (SPD)
am 11. November
zum Thema IFM-Geomar
* * * * *
zurück
zum Seitenanfang
|