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Auf dieser Seite: Nutztierhaltung / Antibiotika

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Top 19
Privilegien für Tierfabriken streichen - für eine flächengebundene und artgerechte Nutztierhaltung

Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 17/1939 
Antrag der Fraktionen von CDU und FDP  - Drucksache 17/2119
   Aufruf gemeinsam mit
Top 34
Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung wirksam senken

Antrag der Fraktion der SPD - Drucksache 17/2065 

   Neu: Von der 
Tagesordnung abgesetzt

 

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Hintergrund:
Schleswig-Holsteins Tierhalter setzen zunehmend auf Massentierhaltung, monieren SPD und Grüne. So drängten sich oft "mehrere tausend" Schweinen in einem Stall. In den "Tierfabriken" sinke die Lebensqualität der Tiere, und es könne zu Geruchsbelästigung und Gesundheitsschäden für die Menschen in der Umgebung kommen. Deswegen fordern die beiden Oppositionsfraktionen schärfere gesetzliche Vorgaben von Bund und Land.

Der Bund soll nach Willen der Grünen eine Obergrenze für die Größe von Stallbauten ins Baugesetzbuch schreiben. Zudem soll es eine Kennzeichnungspflicht für Fleisch aus Massenproduktion geben. Vom Land erwarten die Grünen, dass die Brandschutzbestimmungen in der Landesbauordnung verschärft werden, damit die Tiere bei einem Feuer nicht im Stall gefangen sind und qualvoll verenden. Und: Das Land soll untersuchen, wie sehr sich Atemwegserkrankungen und resistente Keime durch die Abfälle aus der Tierhaltung in der Umgebung verteilen.

Nach Angaben des Statistischen Landesamts leben in Schleswig-Holstein 1,52 Millionen Schweine und 1,12 Millionen Rinder. Die Zahlen sind gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Die Anzahl der Betriebe ist hingegen stärker zurückgegangen - um jeweils knapp fünf Prozent auf 1.300 Schweine-Höfe und 8.900 Rinderfarmen. Das bedeutet: Im Durchschnitt halten die Höfe mehr Tiere als im Vorjahr.

"Klare Regelungen" und Schwellenwerte für
die Verabreichung von Antibiotika gefordert

Die SPD prangert den Einsatz von Antibiotika, vor allem in der Hähnchenmast, an. Durch die Medikamente sollen die Tiere auch schneller wachsen. Der Einsatz von Antibiotika ist zwar seit 2006 EU-weit verboten. Dennoch, so die Sozialdemokraten, "zeichnet die Wirklichkeit ein anderes Bild." Das Problem: Die Tiere entwickeln Resistenzen gegen die Medikamente, die sich dann wiederum auf den Menschen übertragen können. Hiergegen müsse Berlin "klare Regelungen" und Schwellenwerte für die Verabreichung der Medikamente einführen.

Im Zusammenhang mit der Ausbreitung von resistenten Keimen warnte erst vor wenigen Tagen das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium davor, Antibiotika ohne Not in der Hähnchenmast einzusetzen. Eine Studie dazu zeigte, dass 96,4 Prozent der Tiere aus den untersuchten NRW-Betrieben Antibiotika bekamen - teilweise bis zu acht verschiedene Wirkstoffe, jedoch nur über eine unzureichend lange Zeitspanne hinweg. So werden die Bakterien nicht vollständig abgetötet und können lernen, sich mit dem Antibiotikum zu arrangieren.

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