|
Mel1
Umwelt-Informationsgesetz
- Drs. 17/1610,
17/2077,
17/2129
Mit der Stimmenmehrheit von Schwarz-Gelb hat der Landtag
das von den Regierungsfraktionen vorgelegte Informationszugangsgesetz
verabschiedet. Mit den darin enthaltenen Neuregelungen hat das Land
Schleswig-Holstein sich einen rechtlichen Rahmen für die Herausgabe von
Daten im Umweltbereich gegeben. Das Gesetz bezieht sich auf
auskunftspflichtige Behörden in Gemeinden, Kreisen, Ämtern sowie auf
sogenannte Personen des öffentlichen Rechts wie beispielsweise
Stiftungen. Weitere Änderungen betreffen unter anderem die
Antragsstellungen sowie Klauseln zum Schutz öffentlicher und privater
Belange. Die Opposition votierte geschlossen gegen das Gesetzeswerk.
Ihrer Meinung nach gehen die Regelungen nicht weit genug in Richtung
Transparenz.
Meldung bei Antragstellung
/ vorherige Debatte zum Thema:
plenum-online Januar
2010, Juni 2011,
Februar
2007 (Informationsfreiheitsgesetz)
zurück zum Seitenanfang
Mel2
Tierkörperbeseitigung
- Drucksache 17/2091,
17/2100
Die Zuständigkeit für die Beseitigung von sogenannten
tierischen Nebenprodukten, dies sind vor allem Schlachtabfälle, geht
von den Kreisen und kreisfreien Städte auf das Land über. Dies hat der
Landtag einvernehmlich mit der Verabschiedung des entsprechenden
Regelwerks beschlossen. Von dieser Zentralisierung versprechen sich die
Fraktionen auch eine Reduzierung des Aufwands. Den Vollzug der
Beseitigungspflicht vor Ort nehmen weiterhin die Landräte und
Bürgermeister der Kreise und kreisfreien Städte als untere
Landesbehörden wahr. Das Thema steht im Spannungsfeld hoher
seuchenhygienischer Bedeutung und wirtschaftlicher Interessen von
Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie.
Vorherige
Debatte zum Thema: plenum-online Dezember
2003
zurück zum Seitenanfang
Mel3
Gemeinsame Agrarpolitik
- Drucksachen 17/1071,
17/1176,
17/1229,
17/1988
Die Regierungsfraktionen haben gleich mehrere
Anträge aus den Reihen der Opposition zur EU-Agrarpolitik
abgelehnt. SPD, Grüne und Linke hatten in der Januar-Tagung in
jeweils eigenständigen Vorstößen eine radikale Kehrtwende in
der EU-Agrarpolitik angemahnt. Anstatt die Bauern nach Hofgröße
zu bezuschussen, hatte die SPD die Einführung eines einheitlichen
Sockelbetrages vorgeschlagen. Grüne und Linke wiederum hatten
sich unter anderem für mehr Arten-, Klima- und Gewässerschutz in
der Landwirtschaft über das Prinzip "öffentliche Gelder
für öffentliche Leistungen" ausgesprochen. Die
CDU/FDP-Koalition setzt dagegen auf Bürokratieabbau und den
Ausbau marktwirtschaftlicher Strukturen.
Debatte bei Antragstellung: plenum-online Januar 2011
zurück zum Seitenanfang
Mel4
Europäisches
Verbraucherschutzzentrum
-
Drucksachen 17/1870,
17/1895,
17/1878,
17/1989
Union und FDP haben sich für den Erhalt der
Verbraucherzentralen ausgesprochen und die Kommunen gebeten, sich
stärker an den Kosten zu beteiligen. Die Koalitionäre betonen,
dass die Verbraucherschutzarbeit eine gemeinsame Aufgabe von EU,
Bund, Ländern und Kommunen ist. Und: Mit einer
Bundesratsinitiative soll sich Schleswig-Holstein zudem dafür
einsetzen, dass das Europäische Verbraucherzentrum in Kiel ebenso
wie Kehl in eine Bundesförderung einbezogen wird. Abgelehnt
wurden Anträge der Grünen sowie von SPD, Linke und SSW, die
unter anderem auch die Wirtschaft an der Finanzierung der
Verbraucherzentralen stärker beteiligen wollten.
Hintergrund: Im Zuge ihres Sparkurses hatte die
schwarz-gelbe Koalition auch die Landeszuschüsse für die fünf
schleswig-holsteinischen Verbraucherzentralen zusammengestrichen.
Im laufenden Jahr sinken die Landeszuschüsse für die
Einrichtungen in Kiel, Lübeck, Flensburg, Heide und Norderstedt
um 45.000 auf insgesamt 758.000 Euro. Für nächstes Jahr sieht
der Landeshaushalt nur noch knapp 700.000 Euro vor. Damit sei die
Arbeit in der bisherigen Form nicht aufrechtzuerhalten, warnen die
Verbraucherschützer. Die Befürchtung: Mehrere Einrichtungen
könnten gezwungen sein, ihre Tore zu schließen.
Vorherige
Debatte zum Thema: plenum-online Mai
2009
zurück zum Seitenanfang
Mel 5
Sprachenvielfalt Nordseeküste
(Weltkulturerbe)
- Drucksache 17/2051
Der SSW möchte die sprachliche Vielfalt an der
Nordseeküste bei der Unesco als "immaterielles
Weltkulturerbe" anmelden. Die Landesregierung soll hierfür ein
Konzept erstellen, in das sowohl die Nachbarländer Dänemark und die
Niederlande als auch die Bundesländer Hamburg, Bremen und Niedersachsen
mit einbezogen werden. Der Antrag wird zunächst im Europausschuss
diskutiert.
Neben den Staatssprachen Niederländisch, Deutsch und
Dänisch werden folgende Regional- und Minderheitensprachen in dem vom
SSW angesprochenen Gebiet an der Nordseeküste gesprochen. Dies sind:
in den Niederlanden Niederdeutsch und Friesisch
in Dänemark Deutsch und der süddänische Dialekt Sønderjysk
in Niedersachsen Niederdeutsch und Friesisch
in Hamburg Niederdeutsch
in Bremen Niederdeutsch
in Schleswig-Holstein Niederdeutsch, Dänisch, Friesisch und der
regionale
Dialekt Sønderjysk
|