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Landtag
schießt gegen Standortschließungen
Buß:
Fliegergeschwader in Tarp
bis 2005 sicher
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Kiel (SHL). Der Landtag wehrt sich gegen die Schließung von
Bundeswehrstandorten in Schleswig-Holstein. Bedroht sind unter
anderem die Marine-Standorte Tarp/Eggebek und Olpenitz bei Kappeln
(beide Kreis Schleswig-Flensurg). Parteiübergreifend
wurde die Landesregierung am Donnerstag, 20. Februar,
aufgefordert, gegen die Standortschließungen auf Bundesebene zu
intervenieren. Zwischenzeitliche Entwarnung konnte Innenminister
Klaus Buß (SPD) vermelden: Unter Berufung auf eine
Stellungnahme des Bundes-Verteidigungsministers Peter Struck sei
die Existenz des Marinefliegergeschwaders 2 in Tarp bis Ende
2005 gesichert. Zunächst nicht betroffen von den Streichungen
seien die Minenräumeinheiten in Olpenitz sowie die Außenstelle
der Wehrbereichsverwaltung Nord in Kiel.
Falls es dennoch zu einer Schließung von
Standorten kommen sollte, riefen die Abgeordneten die
Landesregierung dazu auf, Ausgleichsmaßnahmen des Bundes
anzufordern.
Die im Januar 2001 vom
Bundes-Verteidigungsministerium veröffentlichten Pläne zur
Bundeswehrreform sehen eine Herabsetzung der Truppenstärke von
315.000 auf 282.000 Soldaten sowie die Schließung einer
Vielzahl von Standorten vor. In Schleswig-Holstein sind unter
anderem die Marine-Standorte Tarp/Eggebek und Olpenitz bei
Kappeln bedroht. Die Rationalisierungen wirken sich auch auf die
zivilen Bundeswehr-Angestellten aus. So wurden in der
Wehrbereichsverwaltung Kiel 200 Stellen gestrichen. Die
Standortverwaltungen Pinneberg und Tarp schlossen bereits Ende
2001, Heide und Neustadt folgten Ende 2002. Auch die
Bundeswehrfachschulen in Kiel und Flensburg sollen aufgelöst
werden.
Stimmen aus dem Parlament:
Frauke Tengler (CDU) an die Ministerpräsidentin:
"Die Fraktionen dieses Hauses fordern Sie jetzt auf,
persönlich beim Verteidigungsminister vorstellig zu werden, um
für den Erhalt der Standorte zu plädieren."
Holger Astrup (SPD): "Wir wollen, dass diese
beiden Stützpunkte erhalten bleiben."
Christel Aschmoneit-Lücke (FDP): "Mit dem
heutigen Antrag bekommt die Landesregierung die nötige
Rückendeckung."
Monika Heinold (Grüne): "Wir sind uns einig,
dass Schleswig-Holstein nicht überproportional vom Truppenabbau
betroffen sein darf."
Anke Spoorendonk (SSW): "Ich muss deutlich
machen, dass es nicht angehen kann, dass die Betroffenen aus der
Zeitung über ihre berufliche Zukunft erfahren."
Hintergrund:
Die im Januar 2001 vom
Bundes-Verteidigungsministerium veröffentlichten Pläne
zur Bundeswehrreform sehen eine Herabsetzung der
Truppenstärke von 315.000 auf 282.000 Soldaten sowie die
Schließung einer Vielzahl von Standorten vor. In
Schleswig-Holstein sind unter anderem die Marine-Standorte
Tarp/Eggebek und Olpenitz bei Kappeln bedroht.
Die Rationalisierungen wirken sich auch auf die
zivilen Bundeswehr-Angestellten aus. So wurden in der
Wehrbereichsverwaltung Kiel 200 Stellen gestrichen. Die
Standortverwaltungen Pinneberg und Tarp schlossen bereits
Ende 2001, Heide und Neustadt folgten Ende 2002. Auch die
Bundeswehrfachschulen in Kiel und Flensburg sollen
aufgelöst werden. |
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