Auf dieser Seite: Vandalismus / Literaturfestival

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Top 31: 
Verordnung zur Bekämpfung von Vandalismus durch Graffiti
Antrag der Fraktion der CDU

Drucksache: 15/2446
-Plenarprotokoll-
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Top 35: 
Schleswig-Holsteinisches Literaturfestival
Antrag der Fraktion der CDU
Drucksache: 15/2460
-Plenarprotokoll-
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Landtag will Sprayern an die Farbdose
CDU-Antrag zu "Vandalismus durch Graffiti"

Kiel (SHL). Die Verursacher von Farbschmierereien an öffentlichen und privaten Gebäuden sollen künftig intensiver verfolgt werden. In diesem Punkt bestand am Freitag, 20. Februar, eine große Mehrheit im Landtag. Während die CDU-Fraktion eine rigorose Verordnung zur "Bekämpfung von Vandalismus durch Graffiti" vorlegte, der sich die FDP inhaltlich anschloss, verwiesen SPD, SSW und Landesregierung auf das Prinzip "Prävention vor Bestrafung". Nur die Grünen bezweifelten die Dringlichkeit des Themas.

Gesprayte Logos, Parolen und Bilder verursachen nach Angaben des Deutschen Städtetages jährlich Schäden in Höhe von 200 Millionen Euro. Bei der strafrechtlichen Verfolgung kommen die Sprayer aber in der Regel glimpflich davon. Grund: Wenn die Substanz der bemalten Oberfläche nicht beschädigt ist, erfüllt die Graffiti-Malerei nicht den Tatbestand der Sachbeschädigung.

Bild der Verwahrlosung

CDU und FDP beklagten das "Bild der Verwahrlosung" in den Städten, das das "Sicherheitsgefühl der Bevölkerung" nachträglich beeinträchtige. Die "gedankenlose Sprayer" müssten daher konsequent verfolgt und mit hohen Strafen belegt werden, beispielsweise mit Ordnungsgeldern bis zu 5.000 Euro. Dies schulde der Staat seinem grundgesetzlichen Auftrag zum "Schutz des Eigentums".

SPD, Landesregierung und SSW waren im Prinzip einverstanden, wiesen aber darauf hin, dass die Täter in der Regel Kinder und Jugendliche seien, die häufig mit sozialen Problemen zu kämpfen hätten. Deswegen reiche Strafverfolgung allein nicht aus - es müsse auch das Gespräch mit den Sprayern gesucht werden.

"Ärgerlich, aber nicht gefährlich"

Nach Ansicht der Grünen sind Graffitis "ärgerlich aber nicht gefährlich" und stellen keine Bedrohung der Sicherheit dar. In den Städten gebe es andere, viel wichtigere Probleme

Der Antrag wurde einstimmig an die Ausschüsse Innen und Recht (federführend) sowie Soziales (mit beratend) überwiesen.

Hauptredner: Thorsten Geißler (CDU), Thomas Rother (SPD), Heiner Garg (FDP), Irene Fröhlich (Grüne), Silke Hinrichsen (SSW), Innenminister Klaus Buß (SPD)

Zitat der Debatte:
"Graffities sind wie Hundehaufen und zugeparkte Bürgersteige: oft ärgerlich, aber keine Gefahr für die Sicherheit"."

 Irene Fröhlich (B´90/Grüne) 

 

Hintergrund:
 An Busse, Bahnen oder Häuserwände gesprayte Logos, Parolen und Bilder, so genannte Graffiti, verursachen nach Angaben des Deutschen Städtetages jährlich Schäden in Höhe von 200 Millionen Euro. Tendenz steigend: Die Zahl der registrierten Fälle ist beispielsweise in Lübeck von 346 im Jahr 2000 auf 450 im vergangenen Jahr angewachsen. 
 Dies kommt die Kommunen teuer zu stehen. So hat beispielsweise die Stadt Kiel 2002 rund 250.000 Euro für die Entfernung der Schmierereien ausgegeben. Die Aufklärungsquote der Polizei ist hoch: In Lübeck liegt sie nach eigenen Angaben bei 45 Prozent und in Rendsburg bei 33 Prozent der angezeigten Fälle. Bei der strafrechtlichen Verfolgung kommen die Sprayer aber in der Regel glimpflich davon. Grund: Wenn die Substanz der bemalten Oberfläche nicht beschädigt ist, erfüllt die Graffiti-Malerei nicht den Tatbestand der Sachbeschädigung. Die CDU möchte es den Behörden im Rahmen einer auf fünf Jahr angelegten Verordnung erlauben, Bußgelder bis zu einer Höhe von 5.000 Euro für überführte Sprayer zu verhängen. Eine ähnliche Regelung ist in Hamburg bereits in Kraft.

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Plenum literarisch
Pläne für Literaturfestival finden wenig Zustimmung

Kiel (SHL). Nicht nur Lieder und Tänze, sondern auch Lyrik und Texte sollen nach dem Willen der CDU ab 2005 an Schleswig-Holsteins Veranstaltungsorten ertönen. Die Union hat am Freitag, 21. Februar, einen Antrag auf Einführung eines Literaturfestivals eingebracht, das das kulturelle Angebot des Schleswig-Holstein-Musikfestivals (SHMF) ergänzen soll. In einer mit literarischen Kostproben bespickten Debatte erhofften sich die Christdemokraten von einem derartigen Festival Impulse für Industrie und Tourismus. Alle anderen Parteien und die Landesregierung reagierten mit Skepsis und verwiesen auf das zu erwartende geringe Interesse angesichts eines schon sehr reichen Veranstaltungskalenders.

Die CDU plant Lesungen aller Literatur-Gattungen, Diskussionen mit Verlegern, Tagungen von Literatur-Gesellschaften, die Präsentation von Neuerscheinungen sowie eine Antiquariats-Messe. Die Veranstaltungen sollen einmal jährlich im April und im Mai an rund 25 Orten im Land stattfinden. Nach einer Anschubfinanzierung durch das Land kann sich das Projekt nach Auffassung der Union durch Eintrittsgelder und Sponsoren selbst finanzieren. Die Kultur sei ein wichtiger Faktor bei Industrie-Ansiedlungen und beim Tourismus. Die CDU geht daher von bis zu 100.000 Besuchern aus.

SPD, FDP, Grüne, SSW und Regierung verwiesen auf das bestehende vielfältige Angebot im Lande und erwarten daher nur geringe Nachfrage. Da Lesen eine individuelle Tätigkeit sei, könne anders als beim SHMF nicht mit ausverkauften großen Sälen gerechnet werden. Zudem seien in Anbetracht der Finanzprobleme des Landes die zu erwartenden Kosten von "mindestens 100.000 Euro jährlich" nicht vertretbar.

Der Antrag wurde einstimmig an den Bildungsausschuss überwiesen.

Hauptredner: Uwe Greve (CDU), Ulf von Hielmcrone (SPD), Ekkehard Klug (FDP), Angelika Birk (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW), Kultusministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD)

Hintergrund:
 Neben dem Musik-Festival soll Schleswig-Holstein nach Plänen der CDU ab 2005 auch ein Literatur-Festival erhalten. Geplant sind Lesungen aller Literatur-Gattungen, Diskussionen mit Verlegern, Tagungen von Literatur-Gesellschaften, die Präsentation von Neuerscheinungen sowie eine Antiquariats-Messe. Die Veranstaltungen sollen einmal jährlich im April und im Mai an verschiedenen Orten im Land stattfinden. Nach einer Anschubfinanzierung durch das Land kann sich das Projekt nach Auffassung der Union durch Eintrittsgelder und Sponsoren selbst finanzieren. Die CDU geht von bis zu 100.000 Besuchern aus.

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