Top 16:
Eingliederungshilfe für behinderte Menschen
Antrag der Fraktion der CDU |
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Top 46:
Ausbau der ganztägigen Kinderbetreuung in Tageseinrichtungen
und der Ganztagsschulen in Schleswig-Holstein bei Umsetzung der
Vorhaben der Bundesregierung
Landtagsbeschluss vom 12. Dezember 2002 – Drs. 15/2300
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Bericht der Landesregierung |
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Eingliederungshilfen
für behinderte Menschen werden nicht gekürzt
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Kiel (SHL). Der Landtag hat
sich am Freitag, 21. Februar geschlossen hinter die Bedürfnisse
behinderter Menschen gestellt. Trotz steigender Kosten für die
Eingliederungshilfen werde es keine Kürzungen der Leistungen
geben, betonte Sozialministerin Heide Moser (SPD). Betroffene
und Entscheidungsträger stünden jedoch vor der Aufgabe, die
verfügbaren Mittel möglichst effizient einzusetzen - so die
einhellige Meinung im Plenum.
Die CDU forderte die
Landesregierung eindringlich auf, bei den Ausgaben für
behinderte Menschen keine Kürzungen anzusetzen. Moser (SPD)
sicherte dies zu und verlangte ihrerseits von der Union, die
Verunsicherungen über den Abbau von Leistungen bei den
Betroffenen nicht weiter zu schüren. Auch die SPD
betonte, es gebe keine Planungen für den Abbau der Leistungen
für behinderte Menschen.
Nach Auffassung der Grünen und
der FDP müssten jedoch auch die Gründe für den Anstieg der
Eingliederungskosten analysiert werden. Eine Einschränkung der
Unterstützung für behinderte Menschen stehe aber nicht zur
Debatte. Der SSW wandte sich
gegen vorschnelle Lösungen. Zunächst müssten die Ursachen des
Kostenanstiegs geklärt werden.
Das Thema wurde
einstimmig an den Sozialausschuss überwiesen.
Hauptredner:
Werner Kalinka (CDU),
Wolfgang Baasch (SPD), Veronika Kolb (FDP), Angelika Birk
(Grüne), Sozialministerin Heide Moser (SPD)
Hintergrund:
Eingliederungshilfen
haben das Ziel, eine drohende Behinderung zu verhüten
oder eine vorhandene Behinderung und deren Folgen zu
beseitigen oder zu mildern. Dadurch soll es körperlich,
geistig oder seelisch behinderten Menschen ermöglicht
werden, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern und
am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen. Auch die
Möglichkeit für die Betroffenen zur Ausübung eines
geeigneten Berufs gehört zu den Zielsetzungen der
Eingliederungshilfen. Die zur Verfügung stehenden
Maßnahmen der Eingliederungshilfe umfassen unter anderen:
ambulante oder stationäre Behandlung, Versorgung mit
orthopädischen oder anderen Hilfsmitteln, Hilfe zu einer
angemessenen Schul- und Fortbildung sowie Unterstützung
bei der Beschaffung einer behindertengerecht gestalteten
Wohnung.
Internet:
Bundesgesundheitsministerium (www.bmgesundheit.de)
Behindertenbeauftragter der Bundesregierung (www.behindertenbeauftragter.de) |
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Finanzplan
für Ganztagsbetreuung...
...stößt im Landtag auf geteilte
Meinung
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Kiel (SHL). In der Diskussion um die Finanzierung der
Ganztagsbetreuung von Kindern in Schleswig-Holstein sind im
Landtag erneut unterschiedliche Auffassungen aufeinander
geprallt. In einem von den Liberalen angeforderten Bericht
verteidigte die rot-grüne Koalition die Finanzierungs-Pläne
der Bundesregierung, demnach bis zum Jahr 2007 in
Schleswig-Holstein 338 Ganztagsschulen in Schleswig-Holstein eingerichtet
werden könnten. Die Landesregierung rechnet mit rund 135
Millionen Euro an Bundesmitteln und mit frei werdenden Mitteln
durch Einsparungen in den Kommunen durch die Umsetzung des
Hartz-Konzepts. Die Opposition und der SSW zweifelten an der
Umsetzung des Konzepts.
Hintergrund: Die
Bundesregierung plant eine Investition von vier Milliarden Euro
für den Ausbau von 10.000 Ganztagsschulen. Die Länder
sollen diese Maßnahme nach dem Willen der Bundesregierung
zu zehn Prozent mitfinanzieren. Damit, so die
Bundes-Bildungsministerin, könne ab 2007 in fast jeder
dritten deutschen Schule Ganztags-Unterricht angeboten
werden. Schleswig-Holstein stünde ein Anteil von rund 135
Millionen Euro zu. Das Land nimmt zurzeit mit 22
Ganztagsschulen, 80 Schulen mit Ganztagsangeboten sowie
der betreuten Grundschule bei der Ganztagsversorgung einen
hinteren Rang im Ländervergleich ein.
Während die Redner von SPD und Grünen sowie Bildungsministerin
Ute Erdsiek-Rave (SPD) den Ausbau der ganztägigen
Kinderbetreuung für überfällig hielten und auch auf die
positiven Auswirkungen der baulichen Investitionen hinwiesen,
zeigten sich die Redner von CDU, FDP und SSW skeptisch
gegenüber den Plänen des Bundes: Nicht nur seien die Kosten
für eine geplante 20-prozentige Abdeckung bei den
Ganztagesangeboten zu hoch, auch sei bislang nicht absehbar, ob
die Kommunen bei der Umsetzung des Hartz-Konzepts wirklich Geld
einsparen würden.
Der Bericht der Landesregierung wurde zur abschließenden
Beratung einstimmig an den Bildungsausschuss überwiesen.
Hauptredner:
Bildungsministerin
Ute Erdsiek-Rave (SPD), Ekkehard Klug (FDP), Henning Höppner
(SPD), Sylvia Eisenberg (CDU), Angelika Birk (Grüne), Silke
Hinrichsen (SSW)
Hintergrund:
Vor dem
Hintergrund des mäßigen Abschneidens deutscher Schüler
bei der internationalen Vergleichstudie PISA plant die
Bundesregierung eine Investition von vier Milliarden Euro
für den Ausbau von 10.000 Ganztagsschulen. Die Länder
sollen diese Maßnahme nach dem Willen der Bundesregierung
zu zehn Prozent mitfinanzieren. Damit, so die
Bundes-Bildungsministerin, könne ab 2007 in fast jeder
dritten deutschen Schule Ganztags-Unterricht angeboten
werden. Unionsgeführte Länder kritisieren die Pläne und
bemängeln, dass die Länder und Kommunen nach Ablauf der
Bundes-Finanzierung die erhöhten Personal- und
Betriebskosten alleine tragen müssten.
Schleswig-Holstein stünde ein Anteil von rund 135
Millionen Euro zu. Das Land nimmt zurzeit mit 22
Ganztagsschulen, 80 Schulen mit Ganztagsangeboten sowie
der betreuten Grundschule bei der Ganztagsversorgung einen
hinteren Rang im Ländervergleich ein. |
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