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Auf
dieser Seite: Bildungs-Standards
- Lehrerfortbildung
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Top 13:
Bildungsstandards
im Schulbereich
Antrag der Fraktion
der FDP
Änderungsantrag der
Fraktion der CDU - Drs. 15/3241
Antrag der Fraktionen von SPD UND B`90/Grüne
- Drs. 15/3242 |
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Top 31:
Fortbildungsveranstaltungen
für Lehrkräfte im Schuljahr 2002/2003
Landtagsbeschluss vom 12. Dezember 2003 - Drs. 15/3025
Bericht der Landesregierung |
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Bildungsstandards:
Auslese oder Gleichmacherei?
KMK-Beschluss
beschäftigt Kieler Landtag
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Kiel (SHL).
Führen die geplanten bundesweiten Bildungsstandards zur Auslese
oder zur Gleichmacherei? Beide Gefahren sahen die Landtagsparteien
am Donnerstag, 19. Februar 2004, im Kieler Landeshaus
heraufziehen. Während die CDU/ FDP-Opposition in der Debatte
die Einführung einer flächendeckenden Gesamtschule durch die
"Hintertür" befürchtete, warnten Rot-Grün und SSW
davor, die neuen Standards für eine verschärfte Auslese zu
missbrauchen. Anlass der Aussprache war der Beschluss der
Kultusministerkonferenz (KMK), ab dem kommenden Schuljahr
bundesweit verbindliche Bildungsstandards in Deutschland
einzuführen.
Diese sollen
zunächst für den mittleren (Realschul-) Abschluss nach Klasse
10 gelten. Einbezogen werden die Kernfächer Deutsch und Mathe
sowie die erste Fremdsprache; die KMK sieht verbindliche
Standards und deren Kontrolle als wichtigen Schritt zur
Qualitätssicherung an den Schulen. Rot-Grün, CDU und FDP
hatten jeweils eigene Anträge zum Thema eingebracht.
Breite Einigkeit
herrschte im Plenum darüber, dass Bildungsstandards die
Grundvoraussetzung für eine effiziente Leistungskontrolle an
den Schulen sind. Der Schuss könne allerdings nach hinten los
gehen, wenn sich künftig alle Schulformen an den neuen
Standards orientieren müssten, warnte Ekkehard Klug (FDP).
Viele Schulen im Land überträfen die geforderten Leistungen
bereits jetzt. Die Standards dürften deshalb nur als
Mindestanforderungen verstanden werden. Anderenfalls drohe
vielerorts eine Absenkung des Niveaus, statt der angestrebten
Steigerung, so Klug. Die "logische Konsequenz" eines
einheitlichen Unterrichts bis Klasse 10, befürchtete auch
Sylvia Eisenberg (CDU); deshalb müssten differenzierte
Standards für die unterschiedlichen Schulformen erarbeitet
werden, forderte sie. Klar bekannte sich die CDU-Politikerin zum
differenzierten Schulsystem mit Haupt- und Realschule sowie
Gymnasium. Im Sinne von Transparenz und Vergleichbarkeit sollten
darüber hinaus aber zentrale Abschlussarbeiten eingeführt
werden.
"Zentrale
Abschlussprüfungen sind keine Garantie für eine bessere
Leistung", wies Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD)
die Forderung zurück. Die Standards seien zudem bereits als
Mindeststandards definiert; eine besondere Initiative dazu, wie
von CDU und FDP gefordert, sei deshalb nicht notwendig.
Schulartbezogene Standards wären eine "Abkehr vom Geist
der PISA-Studie", griff der SPD-Abgeordnete Henning
Höppner die CDU-Politikerin Eisenberg an. Nur mit
schulübergreifenden Standards könne beispielsweise aufgezeigt
werden, ob eine gute Hauptschülerin möglicherweise besser sei
als ein schlechter Gymnasiast. "Wir wollen wissen, was
können 15-jährige, und wollen das nutzen, um ihnen ein Optimum
an Förderung zu bieten", stimmte Angelika Birk von den
Grünen zu. Der Opposition warf sie Festhalten an einem
"ständisch organisierten" Bildungssystem vor. Der
Schulartbezug drohe zu einer "Glaubensfrage" zu
werden, kritisierte auch Anke Spoorendonk (SSW). Die
Wissenschaft gebe schulart-unabhängigen Standards den klaren
Vorzug.
Alle drei Anträge
zur Einführung der Standards wurden zunächst zur weiteren
Beratung an den Bildungsausschuss überwiesen.
Hintergrund:
Die Kultusministerkonferenz der
Länder (KMK) hat sich im Dezember vergangenen Jahres für
die Einführung bundesweiter Bildungsstandards
ausgesprochen. Für den mittleren Schulabschluss sollen in
den Fächern Deutsch, Mathematik und der ersten
Fremdsprache (Englisch oder Französisch) einheitliche
Regelungen in Bezug auf das "mittlere
Anforderungsniveau" an die Schüler gelten. Diese
Standards sollen ab dem Schuljahr 2004/05 angewendet
werden. Die KMK will den Erfolg der Maßnahme in länderübergreifenden
Tests prüfen.
mehr
Informationen: Info-Seiten
der Kultusministerkonferenz
(www.kmk.org/schul/Bildungsstandards/bildungsstandards.htm)
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Der moderne
Lehrer bildet sich fort
Ministerin zufrieden mit
Bereitschaft zur Fortbildung
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Kiel (SHL). Die Organisation der Lehrerfortbildung in
Schleswig-Holstein ist auf dem richtigen Weg. Dennoch gibt es
reichlich Raum für Verbesserungen - so das Ergebnis eines
Regierungsberichts für das Schuljahr 2002/03 zum Thema
"Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte", das am
Donnerstag, 19. Februar 2004, das Parlament in Kiel erneut
beschäftigte. "Fortbildung ist fester Bestandteil der
Lehrerbildung", erklärte Kultusministerin Ute Erdsiek-Rave
(SPD). Gleichzeitig wandte sie sich deutlich gegen das weit
verbreitete Vorurteil, dass Fortbildungsveranstaltungen nur dann
genutzt würden, wenn dadurch der Unterricht für die Lehrer
ausfalle.
Die staatliche Lehrerfortbildung wird
hierzulande vom "Institut für
Qualitätsentwicklung an Schulen, Schleswig-Holstein"
(IQSH) vorgenommen. Laut Bericht wurden dort im Jahr 2002 insgesamt 1.469
Veranstaltungen mit einem Umfang von 3.608 Halbtagen
abgehalten. Dabei gab es zusammen 30.836 Teilnehmer. Diese
Zahl beinhaltet Mehrfach-Teilnahmen. Im ersten Halbjahr
2003 bildeten sich laut Erdsiek-Rave fast 13.000 Lehrer weiter.
Als zukunftsweisend bezeichnete es die Ministerin in diesem
Zusammenhang, dass an 187 neuen
Online-Fortbildungsveranstaltungen bis 2003 über 4.600 Lehrer
teilgenommen hätten.
Nach Ansicht Henning Höppners (SPD) stehe die fachliche
Weiterbildung im Mittelpunkt des Interesses der Lehrer. Die
Klärung pädagogischer Fragestellungen werde dagegen nur von
sechs bis sieben Prozent der Teilnehmer gewünscht. Die Gründe
hierfür gelte es, näher zu untersuchen. Erfreulich sei es,
dass sich nur maximal acht Prozent der Teilnehmer von
Fortbildungsveranstaltungen zu dem Angebot des IQSH
negativ geäußert hätten.
CDU: "keine angemessene Reaktion auf die PISA-Studie"
Der Bericht sei nicht zufrieden stellend, erklärte dagegen
Sylvia Eisenberg (CDU). So seien etwa Thematik und Zielsetzung
der einzelnen Fortbildungsveranstaltungen nicht explizit
aufgeführt. Außerdem seien Fachbereiche, die dringenden
methodischen und didaktischen Reformbedarf aufwiesen im
Fortbildungsangebot unterrepräsentiert. Dies sei keine
angemessene Reaktion auf die PISA-Studie, so Eisenberg. Ekkehard
Klug (FDP) lenkte den Blick auf die seiner Ansicht nach
unterbezahlten Referenten in den Fortbildungsveranstaltungen. Es
werde schwer werden, qualifiziertes Fortbildungspersonal zu
gewinnen, wenn dafür keine geeigneten finanziellen Mittel zur
Verfügung stünden.
Wenn der Staat die Schulen reformieren wolle, so müsse er
auch die Kosten für die Fortbildung übernehmen, ergänzte
Angelika Birk (Grüne). Unterrichtsforschung, Bedürfnisse der
Schulen und Lehrerfortbildung müssten auf einander abgestimmt
werden und künftig Hand in Hand gehen. Anke Spoorendonk (SSW)
lobte insbesondere die Bemühungen des IQSH, durch die
Einführung von neuartigen Fragebögen die Wirksamkeit und
Qualität der Fortbildungskurse zu bewerten. Dies sei ein
Schritt in die richtige Richtung, "um präzisere
statistische Erhebungen durchführen zu können".
Der Bericht wurde zur Beratung einstimmig an den
Bildungsausschuss überwiesen.
Hintergrund:
Das Thema
Lehrerfortbildung ist in jüngster Zeit in den Blickpunkt
gerückt. Insbesondere nach den ernüchternden Ergebnissen
der PISA-Studie stellen sowohl Politiker als auch
Pädagogen einen erhöhten Bedarf der rund 25.000
schleswig-holsteinischen Lehrkräfte an
Weiterbildungs-Veranstaltungen fest. Damit diese Kurse und
Seminare nicht zum Ausfall des regulären Unterrichts
führen, fordern das Bildungsministerium wie auch Eltern-
und Wirtschaftsverbände, die Fortbildung am Nachmittag
beziehungsweise in den Ferien vorzunehmen. Bereits jetzt
finden nach Regierungsangaben mehr als zwei Drittel der
Fortbildungsangebote nachmittags statt.
Die staatliche Lehrerfortbildung wird in
Schleswig-Holstein vom "Institut für
Qualitätsentwicklung an Schulen, Schleswig -
Holstein" (IQSH) vorgenommen. 2002 wurden nach
Angaben des Bildungsministeriums insgesamt 1.469
Veranstaltungen mit einem Umfang von 3.608 Halbtagen
abgehalten. Dabei gab es zusammen 30.836 Teilnehmer. Diese
Zahl beinhaltet Mehrfach-Teilnahmen.mehr
Informationen: plenum-online,
Dezember
2003 und Sept.2003
sowie Info-Seiten
des IQSH
(www.iqsh.de)
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