|
Auf
dieser Seite: Kommunale
Handlungsfähigkeit - Küstenwache
|
xxx |
Top 26:
Entschließung zur Stärkung
der kommunalen Handlungsfähigkeit
Antrag der Fraktion der CDU - Drucksache 15/2441
Bericht und Beschlussempfehlung des Innen- und
Rechtsausschusses
(Ausschussüberweisung 81. Sitzung am 20. Februar 2003)
neu: ohne Aussprache |
|
Top 38:
Einheitliche
Deutsche Küstenwache
Landtagsbeschluss vom 23. Januar 2004 - Drs. 15/3175(neu)
Bericht der Landesregierung
- von der Tagesordnung abgesetzt
- |
|
|
"Sofortprogramm zur
Stärkung der kommunalen Handlungsfähigkeit" abgelehnt
|
Kiel (SHL).
Rot-Grün und SSW haben ohne Aussprache ein siebenseitiges
"Sofortprogramm zur Stärkung der kommunalen
Handlungsfähigkeit" abgelehnt. Mit dem Programm sollte
sich die Landesregierung auch auf Bundesebene für Korrekturen
an der Gemeindefinanzreform einsetzen. Die Union, die am
Freitag, 12. Februar, mit der FDP gegen die Ablehnung stimmte,
forderte unter anderem die Rücknahme der Erhöhung der
Gewerbesteuerumlage und die konsequente Anwendung des
Konnexitätsprinzips. Außerdem sollten keine Bundes- oder
Landesaufgaben an die Kommunen abgegeben werden, ohne für deren
Finanzierung aufzukommen.
Hintergrund:
Die Finanzen der Städte und Gemeinden sind in
einem dramatischen Zustand. Der Deutsche Städtetag
schätzt das Defizit der kommunalen Haushalte in
Deutschland für das Jahr 2003 auf insgesamt 9,9
Milliarden Euro. In Schleswig-Holstein sind die Einnahmen
2003 um mehr als 100 Millionen Euro unter den geplanten
Ansätzen geblieben. Gründe für diese Entwicklung waren
unter anderem der Rückgang der Gewerbesteuer-Einnahmen,
die gestiegenen Aufwendungen für Sozialhilfe und der
Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst.
Durch den Vermittlungs-Kompromiss vom Dezember
ergeben sich für die Kommunen weitere Probleme. So
beziffert der Städtetag die Mehrkosten durch die
Zusammenlegung von Arbeits- und Sozialhilfe auf bundesweit
elf Milliarden Euro. Auch das teilweise Vorziehen der
Steuerreform verursacht Mindereinnahmen. Diese sollen
unter anderem durch die Senkung der Gewerbesteuerumlage
(der Anteil der Gewerbesteuer, der dem Land und dem Bund
zusteht) von 28 auf 20 Prozent ausgeglichen werden. Das
bedeutet nach Angaben der Bundesregierung für die
Kommunen ein Mehr in den Kassen von bundesweit rund 2,5
Milliarden Euro.
Die Landesregierung plant, den Krediterlass für
die Kommunen zu lockern – damit könnten Städte und
Gemeinden mehr Kredite für Investitionen aufnehmen. Zudem
will das Kabinett Forderungen aus dem Kommunalen
Investitionsfonds (KIF) verkaufen und damit den Kreisen
und Gemeinden bis 2006 insgesamt 180 Millionen Euro zur
Verfügung stellen. (weitere
Infos: plenum-online,
Januar
2004)
Die CDU fordert zudem, das Konnexitätsprinzip
konsequent anzuwenden und keine Bundes- oder
Landesaufgaben an die Kommunen abzugeben ohne für deren
Finanzierung aufzukommen.
|
zurück
zum Textanfang / Seitenanfang
|
|
von der Tagesordnung abgesetzt
Hauptredner:
Hintergrund:
Der Landtag hat die
Landesregierung aufgefordert, sich für eine einheitliche
deutsche Küstenwache einzusetzen. Die neue Behörde soll
die Aufgaben des Bundesgrenzschutz, des Zoll, der
Fischereiaufsicht und der Wasserschutzpolizei in weiten
Teilen übernehmen. Hierdurch erhofft sich das Parlament
mehr Effizienz und weniger bürokratische Hemmnisse,
beispielsweise beim Umgang mit Schiffsunfällen und
Umweltkatastrophen. Unklare Kompetenzen hatten bei der
Havarie des Holzfrachters "Pallas" vor Amrum
1998 Probleme verursacht.
Zur Umsetzung des Vorschlages ist unter Umständen
eine Grundgesetzänderung nötig, denn die Bundesländer
müssten einen Teil ihrer verfassungsmäßigen Rechte an
den Bund abtreten. Auch Staatsverträge zwischen den
betroffenen Küstenländern sind denkbar.
Seit Januar 2003 existiert bereits ein gemeinsames
Havariekommando mit Sitz in Cuxhaven. Auch die EU bereitet
im Rahmen einer Agentur für Seesicherheit die Länder
übergreifende Koordinierung des Küstenschutzes vor. Am
vergangenen Freitag hat sich auch der Bundestag hinter das
Projekt einer zentralen deutschen Küstenwache gestellt.
Die verschiednen Küstenschutzbehörden verfügen
zurzeit über 30 Schiffe, sieben Hubschrauber und zwei
Flugzeuge.
mehr
Informationen: plenum-online,
Januar
2004
(www..sh-landtag.de/plenumonline/januar2004/
texte/06_21_beamtengesetz_kuestenwache.htm)
|
zurück
zum Textanfang / Seitenanfang
|
|
* * * * *
| |
|