In Kürze: Meldungen 3 

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Steuervereinfachung  (Top 11; Drs. 15/3193); Haushaltsrechnung/Vermögensübersicht 2002 (Top 16; Drs. 15/3054); Deutsch-deutscher Grenzweg (Top 18; 15/2903, 15/3163); Mittelstand (Top 21; 15/2896, 15/3169); Radverkehr (Top 33; 15/3153(Nummer 12), 15/3207)


  Steuervereinfachung:  Die Regierung soll ihr angekündigtes Konzept für eine große Steuerreform im April dem Landtag vorstellen. Der Berichtsantrag, der von SPD und Grünen kam, wurde im Februar einmütig beschlossen. "Die Notwendigkeit einer grundlegenden Reform des Steuerrechts ist mit den Ergebnissen des Vermittlungsausschusses noch nicht abgeschlossen", heißt es in dem Antrag. Und: "Der Landtag sieht die Notwendigkeit, im Sinne von Steuervereinfachung und Steuergerechtigkeit weitere Reformen umzusetzen". Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) hatte zu Jahresbeginn angekündigt, bei einem Treffen der Länder-Regierungschefs im März ein eigenes Konzept vorzulegen. Ziel der Reform soll es sein, einkommensschwache Menschen sowie kleine und mittlere Unternehmen zu entlasten. Im Gegenzug möchte Simonis Subventionen abbauen, Steuer-Schlupflöcher schließen und große Konzerne stärker zur Kasse bitten.

  Deutsch-deutscher Grenzweg: 

verlegt auf März-Tagung

mehr Infos: plenum-online, Sept. 2003

  Haushalt 2002:  Die rot-grüne Landesregierung hat die Haushaltsrechnung und Vermögensübersicht für das Etatjahr 2002 vorgelegt. Der Landtag überwies den umfangreichen Bericht zur weiteren Beratung an den Finanzausschuss. Das Zahlenwerk ist neben den Bemerkungen des Landesrechnungshofes die Grundlage für die vom Landtag zu erteilende Entlastung der Regierung. Im Haushaltsjahr 2002 hatte sich die Finanzlage Schleswig-Holsteins dramatisch verschlechtert. Das Land nahm 6,7 Milliarden Euro ein, gab aber 7,8 Milliarden aus. Das Defizit, rund 1,1 Milliarden, wurde über neue Schulden gedeckt. Der größte Brocken bei den Ausgaben waren wiederum die Personalkosten mit gut drei Milliarden. Die Landesschulden stiegen bis Ende 2002 auf mehr als 17,7 Milliarden Euro.

  Mittelstand: Der Landtag hat den umstrittenen Bericht der Regierung zu ihrer Mittelstandsoffensive einvernehmlich zu den Akten gelegt. In dem Bericht hatte Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) mit Blick auf Reformen im Bund sowie neue Gesetze und Förderprogramme im Land eine positive Zwischenbilanz seiner Offensive für kleine und mittlere Unternehmen gezogen. SPD, Grüne und SSW sahen das ähnlich. Die FDP, die den Bericht beantragt hatte, und die CDU warfen den rot-grünen Regierungen in Kiel und Berlin in der Landtagsdebatte im Herbst 2003 dagegen vor, für die Probleme des Mittelstands mitverantwortlich zu sein. Unumstritten ist die große Bedeutung des Mittelstands für Schleswig-Holstein. Von den 80.000 Unternehmen haben 79.500 weniger als 250 Beschäftigte und gehören damit zu den kleinen und mittleren Betrieben.

mehr Infos: plenum-online, Sept. 2003

   Radverkehr: Der Radverkehr in Schleswig-Holstein soll durch eine Reihe von Fördermaßnahmen und Projekten attraktiver werden. Diesem überfraktionellen Ansinnen soll ein Bericht der Landesregierung Rechnung tragen: Einstimmig forderte der Landtag am Donnerstag, 19. Februar 2004, die Regierung dazu auf, noch vor der Sommerpause eine Zwischenbilanz des Programms "Fahrradfreundliches Schleswig-Holstein" vorzulegen. Die Vorlage zu diesem Beschluss wurde im Wirtschaftsausschuss erarbeitet und fundiert auf einem Punkt eines im Januar beratenen rot-grünen Antrages.

mehr Infos: plenum-online, Januar 2004

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