Auf dieser Seite: Börsengang Bahn  –  Innovationsstiftung

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Top 07: 
Ablehnung des integrierten Börsengangs der Bahn
Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Drucksache: 16/560
-Plenarprotokoll-
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Top 38: 
Bericht der Landesregierung über die Tätigkeit der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein (ISH) 2004
Federführend ist das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr
       Neu: ohne Aussprache
Drucksache: 16/590
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"Waffengleichheit auf der Schiene"

Börsengang der Bahn mit oder ohne Trennung
von Netz und Betrieb?

Kiel (SHL). Das Signal für den Börsengang der Deutschen Bahn steht auf Grün. Doch die Weichen für eine Trennung von Netz und Betrieb – wie von der Bundesregierung vorgesehen – sind noch nicht gestellt. In diesem Punkt seien noch längst nicht alle Fragen beantwortet, stellte Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) in einem von den Grünen beantragten mündlichen Bericht klar. Es gäbe durchaus Synergieeffekte, die dafür sprächen, das Schienennetz bei der Deutschen Bahn zu belassen. Allerdings dürfte das Schienennetz in so einem Fall nicht auf lukrative Verbindungen zwischen Metropolen beschränkt werden und die Trassenentgelte müssten für andere Bahnunternehmen bezahlbar sein.

Dagegen warnten die Grünen vor einer Monopolstellung der Deutschen Bahn. Sollte sie nach dem Börsengang das Netz behalten, drohten Streckenstilllegungen. Im zweiten Teil ihres Antrages forderte die Oppositionspartei deshalb die Landesregierung dazu auf, auf der Verkehrsministerkonferenz einen integrierten Börsengang der Bahn auszuschließen und sich dafür auch im Bundesrat einzusetzen. Unterstützung erhielten die Grünen von den Liberalen und vom SSW: "Wir wollen den Börsengang, aber ohne Netz", hieß es aus den Reihen der Liberalen; die Partei der dänischen Minderheit forderte für Konkurrenten der Deutschen Bahn "die Waffengleichheit auf der Schiene".

Zurückhaltender äußerten sich die Abgeordneten von CDU und SPD. Für eine endgültige Entscheidung sei es noch zu früh. Aber es müsse klar sein: Streckenstilllegungen und eine Einschränkung des Wettbewerbs dürfe es nicht geben.

Das Thema wird jetzt im Wirtschaftsausschuss weiterberaten.

Hauptredner: Klaus Müller (Grüne), Hans-Jörn Arp (CDU), Olaf Schulz (SPD), Heiner Garg (FDP), Lars Harms (SSW)

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Hintergrund:
  Die Grünen fordern die Landesregierung auf, im Februar einen Bericht über die Investitionen der Deutschen Bahn AG (DB) in das schleswig-holsteinische Schienennetz vorzulegen. Hintergrund ist die Diskussion um den Börsengang der DB.
  Die DB ist die Nachfolgerin der Ende 1993 aufgelösten Staatsbahnen Deutsche Bundesbahn und Deutsche Reichsbahn. Hundertprozentiger Anteilseigner ist nach wie vor die Bundesrepublik Deutschland. Die DB ist in verschiedene, voneinander unabhängige Unternehmen untergliedert, beispielsweise für die Bereiche Schienennetz (DB Netz), Personenbahnhöfe (DB Station & Service AG) oder Personenverkehr (DB Regio, DB Fernverkehr und DB Stadtverkehr). Die Nahverkehrstochter der DB im Norden ist die Regionalbahn Schleswig-Holstein.
  DB und Bundesregierung planen eine Privatisierung durch einen Börsengang. Hierbei ist vor allem die Frage umstritten, inwieweit das 35.000 Kilometer lange Schienennetz ebenfalls privatisiert werden soll. Ein hierzu vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Schluss, dass der Börsengang unter Einbeziehung des Gleisnetzes bereits 2007 über die Bühne gehen könnte – ansonsten erst drei bis fünf Jahre später. Bahnchef Hartmut Mehdorn unterstützt eine möglichst frühzeitige Privatisierung. Kritiker befürchten jedoch, dass die privatisierte DB unrentable Strecken im ländlichen Raum stilllegen könnte. Die Bahn-Gewerkschaften sehen 50.000 Arbeitsplätze bedroht.
  Die Kritiker der Privatisierungspläne sehen sich durch die Vorlage des Gutachtens im Verkehrsausschuss des Bundestages bestätigt. Hier waren umfangreiche Abschnitte des Papiers durch Schwärzung unleserlich gemacht. Nach Medienberichten enthalten die geschwärzten Abschnitte neben vertraulichen Angaben zur Finanzplanung der Bahn auch einen Hinweis darauf, dass ein Börsengang ohne Schiene "eine Verlangsamung beziehungsweise Verminderung der Stilllegung unwirtschaftlicher Teile des Schienennetzes" zur Folge haben könnte.
  Die Entscheidung über die Privatisierung soll bis zum Sommer fallen.

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Innovationsstiftung macht Gewinne

Kiel (SHL/24.02.) Der Landtag hat den Tätigkeitsbericht der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein (ISH) für das Jahr 2004 an den Wirtschaftsausschuss überwiesen. Das Stiftungskapital beträgt demnach rund 83 Millionen Euro. Im Jahr 2004 wurden hieraus Gewinne von 4,08 Millionen erwirtschaftet – durch Wertpapierverkauf und Zinseinnahmen. Dem standen Ausgaben von 1,33 Millionen gegenüber. Zur Risikovorsorge wurde eine Rücklage von 1,5 Millionen gebildet. Zu den aktuellen Projekten der ISH gehören unter anderem die Förderung des Digitalen Fernsehens in Schleswig-Holstein, energiesparende Bauprojekte für Schulen und Sporthallen, Machbarkeitsstudien für Geothermie und Solarenergie im Lande und die Unterstützung der Aktion "Jugend forscht". 

Die Innovationsstiftung Schleswig-Holstein (ISH) ist 2004 aus der Fusion der Technologiestiftung und der Energiestiftung hervorgegangen. Die ISH hat die Aufgabe, Wirtschaft und Wissenschaft des Landes zusammenzubringen und zu innovativen Entwicklungen in den Bereichen Technologie, Energie und Klimaschutz zu animieren. Die ISH ist in Kiel ansässig und hat 20 Mitarbeiter. Die Jahresberichte der ISH legt die Regierung dem Landtag vor.

 
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Hintergrund:

mehr Informationen: plenum-online, Mai 2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/mai2004/
texte/08_25_innovation_agrarpolitik.htm)

Innovationsstiftung S-H
(www.innovationsstiftung-sh.de/)

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: Föderalismusreform

Regierungserklärung:
Vogelgrippe

Fragestunde:
Vertretungsfonds für Schulen

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert:  - - -

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Regierungserklärung:
Vogelgrippe

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Familienförderung
Armutsbekämpfung
Zwangsprostitution
Arbeitslosenberatung
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Integration Behinderte
(ohne Aussprache)
Ambulante Pflege
(ohne Aussprache)
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(ohne Aussprache)
AIDS-Prävention
(ohne Aussprache)
Lebensmittel-Sicherheit
(ohne Aussprache)
Berichte:
Wohnen im Alter
Behindertenpolitik
Hartz IV / SGB II
Kinderschutz
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

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Integrierter Börsengang Bahn
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Ostseehäfen
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Berichte:
Offshore-Hafen Husum
Innovationsstiftung
Mindestlöhne
Öffentl. Auftragswesen

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Fragestunde:
Vertretungsfonds für Schulen

Anträge:
Palliativmedizin
Bilinguale Bildung
Selbständige Schulen
Berichte:
Palliativmedizin
Schloss Gottorf
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 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Regierungserklärung:
Vogelgrippe

Anträge:
Landwirtschaftliche Sozialversicherung
EU-Programm Ländl. Räume
(ohne Aussprache)
Bericht:
Energiepolitik

I n n e n  / R e c h t

Aktuelle Stunde: zum Thema Föderalismusreform

2. Lesung:
Kostenrechts-Modernisierung
(ohne Aussprache)
Anträge:
Flurbereinigungs-Gericht
(ohne Aussprache)
Finanzgericht
(ohne Aussprache)
Rundfunkübertragungskapaz.
(ohne Aussprache)

F i n a n z e nt

Antrag:
Steuern auf Biokraftstoffe

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
EU-Verfassung
(ohne Aussprache)
Bericht:
Europäische Identität
(ohne Aussprache)