In Kürze: Meldungen 4 (Themen ohne Aussprache) 

xxx

Auf dieser Seite:


Wirtschaftsraum Brunsbüttel, Antrag (Top 8; Drs. 16/561);  Ostseehäfen, Antrag (Top 15; Drs. 16/583neu, 16/598);  EU-Programm Ländliche Räume, Antrag (Top 21; Drs. 16/591);  EU-Verfassung, Antrag (Top 25; Drs. 16/596);  Europäische Identität, Bericht (Top 29; Drs.16/157, 16/218, 16/539)


  Brunsbüttel:  Bedrohen die strengen Umwelt-Kriterien der EU die Zukunft des Wirtschaftsraums Brunsbüttel? Ist das Land angesichts Brüsseler Vorgaben gezwungen, an der Elbe vor Brunsbüttel ein Natura 2000-Gebiet einzurichten? Auf diese Fragen erwartet der Landtag  in der März-Tagung eine Antwort von der Landesregierung. Der Vorstoß kam von den Liberalen.
  Im Hafen Brunsbüttel wurden im Jahr 2004 Güter mit einem Gesamtgewicht von 7.832.193 Bruttotonnen umgeschlagen. Damit hat der Hafen nach Lübeck (27.508.000 Tonnen) den zweitstärksten Güterumschlag im Land. Am Standort Brunsbüttel betreibt zudem die "Sasol" Germany ein Werk mit 500 Mitarbeitern. Dort werden unter anderem hochreine Tonerden hergestellt, die für die Entschwefelung von Rohölen oder die Autoabgasreinigung benötigt werden. Außerdem ist vor Ort seit 1977 das Kernkraftwerk Brunsbüttel in Betrieb. Die Stadt Brunsbüttel hat 14.000 Einwohner.

mehr Infos: plenum-online, November 2005

  Landwirtschaft:  Die Landesregierung soll Ende Mai über die Weiterentwicklung der EU-Programme für ländliche Räume, Umwelt und Landwirtschaft berichten. Das hat der Landtag auf Grundlage eines Antrages der Grünen gefordert. Von besonderem Interesse sind für die Oppositionspartei die Förderungmöglichkeiten mit dem Inkrafttreten des geplanten EU-Haushaltes für die Jahre 2007 bis 2013.
 
Hintergrund des Berichtsantrages ist das EU-Recht, das den Mitgliedsstaaten die Möglichkeit eröffnet, EU-Zahlungen an die Landwirtschaft zu modifizieren. Finanzielle Mittel der so genannten ersten Säule (Marktorganisation, Ausgleichszahlungen) können in die zweite Säule (Agrarumweltmaßnahmen, ländliche Entwicklung) umgeleitet werden. In Deutschland waren seit 2003 zwei Prozent der Beträge umgeschichtet worden. Jedem Betrieb hatte dabei ein Freibetrag von jährlich 10.000 Euro zugestanden. Die einbehaltenen Mittel wurden durch gleich hohe nationale Investitionen aufgestockt ("Kofinanzierung"), von denen 80 Prozent der Bund übernahm.

mehr Infos: plenum-online, April 2003

  Ostseehäfen:  Die Ostseehäfen Lübeck und Kiel verbuchten zuletzt eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Der Lübecker Hafen stellte 2004 mit 27,5 Millionen Tonnen einen neuen Umschlagrekord auf. Der Hafen der Landeshauptstadt Kiel vermeldete 2005 mit 132.000 Gästen einen Kreuzfahrer-Rekord. Jenseits dieses positiven Trends möchten CDU und SPD von der Landesregierung wissen, wohin die "Reise" der Ostseehäfen des Landes geht. Dies unterstützte der Landtag. Gefragt wird unter anderem nach Entwicklungsperspektiven und Zukunftsfähigkeit der Häfen, nach der Bedeutung der Passagier- und Kreuzschifffahrt und der Beschäftigungswirkung der Häfen.
  Ein von den Grünen gestellter Änderungsantrag zu dem angeforderten Bericht wurde von Schwarz-Rot abgelehnt. Die Grünen wollten Aufschluss über mögliche Folgen für die Häfen durch eine feste Fehmarn-Belt-Querung und den Einsatz der "Color-Superspeed-Klasse" ab 2007 und 2008 auf den Schiffsrouten Hirtshals-Larvik und Hirthals-Kristiansand.

   EU-VerfassungParteiübergreifend hat der Landtag einen Bericht von der Landesregierung zur geplanten EU-Verfassung gefordert. Der Entwurf der EU-Verfassung war 2005 per Volksentscheid in Frankreich und den Niederlanden abgelehnt worden. Zugestimmt haben ihn zum jetzigen Zeitpunkt 13 Mitgliedsstaaten der Union, unter anderem die Bundesrepublik.
  Der Berichtsantrag fragt unter anderem nach den möglichen kritischen Inhalten der Verfassung, Möglichkeiten für eine bessere Verankerung der Verfassung im Bewusstsein der Bevölkerung und die Vorbereitungen Deutschlands auf die bevorstehende EU-Präsidentschaft im Jahr 2007.
  Laut einer Vereinbarung der EU-Regierungschefs wollen sich die Staaten der Europäischen Union bis Mitte dieses Jahres darauf verständigen, wie es mit der EU-Verfassung weitergehen soll. Mit Inkrafttreten der EU-Verfassung würde der Zwang der Einstimmigkeit bei Brüsseler Entscheidungen entfallen. Außerdem gäbe es eine Charta der Grundrechte und die Möglichkeit, per Bürgerbegehren Gesetzesvorschläge von der EU zu fordern. Neu wäre auch die Installierung eines EU-Außenministeriums mit eigenem diplomatischen Dienst.
 

mehr Infos: plenum-online, Mai 2005
plenum-online, Juni 2005

  Europäische Identität:  Schleswig-Holstein setzt auf die Entwicklung einer europäischen Identität und will sich dafür verstärkt engagieren: Die Abgeordneten des Landtages votierten einstimmig für eine entsprechende Beschlussempfehlung des Europaausschusses auf Basis von Anträgen der Grünen und der Regierungsfraktionen.
  Die Grünen hatten in ihrem Antrag der Bildung eine Schlüsselposition bei der Schaffung einer europäischen Identität zugewiesen. CDU und SPD hatten ein "Europa der Regionen" gefordert. Beide Elemente finden sich nun in dem verabschiedeten Bekenntnis für die EU und deren künftiges Selbstverständnis wieder. Der Schleswig-Holsteinische Landtag setzt damit unter anderem verstärkt auf den Brüsseler Ausschuss der Regionen, die stärkere Vernetzung der europa-aktiven Organisationen des Landes und die Vermittlung europäischer Inhalte an den Schulen. Auch soll die Zusammenarbeit mit den unmittelbaren Nachbarn wie mit Dänemark und den Partnern im Parlamentsforum "Südliche Ostsee" sowie innerhalb Schleswig-Holsteins zwischen der kommunalen und der Landesebene ausgeweitet werden.

mehr Infos: plenum-online, September 2005


  zurück zum Seitenanfang

* * * * *

 

Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: Föderalismusreform

Regierungserklärung:
Vogelgrippe

Fragestunde:
Vertretungsfonds für Schulen

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert:  - - -

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Regierungserklärung:
Vogelgrippe

Anträge:
Familienförderung
Armutsbekämpfung
Zwangsprostitution
Arbeitslosenberatung
Kinderbetreuung
(ohne Aussprache)
Integration Behinderte
(ohne Aussprache)
Ambulante Pflege
(ohne Aussprache)
Gesundheitskarte
(ohne Aussprache)
AIDS-Prävention
(ohne Aussprache)
Lebensmittel-Sicherheit
(ohne Aussprache)
Berichte:
Wohnen im Alter
Behindertenpolitik
Hartz IV / SGB II
Kinderschutz
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Offshore-Hafen Husum
Integrierter Börsengang Bahn
Wirtschaftsraum Brunsbüttel
(ohne Aussprache)
Ostseehäfen
(ohne Aussprache)
Berichte:
Offshore-Hafen Husum
Innovationsstiftung
Mindestlöhne
Öffentl. Auftragswesen

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Fragestunde:
Vertretungsfonds für Schulen

Anträge:
Palliativmedizin
Bilinguale Bildung
Selbständige Schulen
Berichte:
Palliativmedizin
Schloss Gottorf
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Regierungserklärung:
Vogelgrippe

Anträge:
Landwirtschaftliche Sozialversicherung
EU-Programm Ländl. Räume
(ohne Aussprache)
Bericht:
Energiepolitik

I n n e n  / R e c h t

Aktuelle Stunde: zum Thema Föderalismusreform

2. Lesung:
Kostenrechts-Modernisierung
(ohne Aussprache)
Anträge:
Flurbereinigungs-Gericht
(ohne Aussprache)
Finanzgericht
(ohne Aussprache)
Rundfunkübertragungskapaz.
(ohne Aussprache)

F i n a n z e nt

Antrag:
Steuern auf Biokraftstoffe

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
EU-Verfassung
(ohne Aussprache)
Bericht:
Europäische Identität
(ohne Aussprache)