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Auf dieser Seite: Sprachheil-Pädagogik

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Sprachheilpädagogische Förderung in Schleswig-Holstein

Antrag der Fraktion der FDP
Antrag der Fraktionen von CDU und SPD – Drs. 16/1237
Drucksache: 16/1218
-Plenarprotokoll-

Sprachförderung: Ausdifferenzierung und Isolierung kein "Königsweg"

Regierung soll per Bericht für Überblick sorgen

Kiel (SHL/22.02.) Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) hat ihr Vorhaben verteidigt, die drei eigenständigen Sprachförderschulen im Land an benachbarte allgemeinbildende Schulen anzugliedern. Damit reagierte sie auf einen Antrag der Liberalen, die die Landesregierung auffordern wollen, die regionalen Förderangebote für Schüler mit Sprach- und Kommunikationsstörungen zu erhalten und weiterzuentwickeln. "Die Zahl der Schüler an den Sprachförderschulen ist seit etlichen Jahren rückläufig", sagte die Ministerin. Die neue Formel laute Integration: "Ausdifferenzierung und Isolierung ist nicht mehr der Königsweg", so Erdsiek-Rave. Das Thema wurde vom Plenum an die Ausschüsse für Bildung und Soziales überwiesen. Zugleich wurde die Landesregierung auf Antrag von CDU und SPD aufgefordert, im Juli über die Entwicklung der Sprachheilförderung im Land zu berichten.

"Es wäre nicht zu rechtfertigen, wenn in einzelnen Teilen des Landes regionale Angebote zur intensiveren sprachheilpädagogischen Förderung ersatzlos wegfielen, während ein solches Angebot in Dithmarschen neu geschaffen wird", begründete FDP-Bildungsexperte Ekkehard Klug den Antrag seiner Fraktion in Anspielung auf das Projekt "lautstark" in Meldorf, wo eine teilstationäre Intensivbetreuung von Kindern mit Sprachdefizit neu geschaffen wurde. 

Im Plenum wurde grundsätzlich auf zahlreiche, schon in Kindergärten vorhandene Angebote zur Sprachförderung verwiesen. Diese müssten zunächst evaluiert werden, um Erkenntnisse für Verbesserungen zu erhalten, hieß es.

Neben Preetz gibt es Sprachförderschulen in Bad Schwartau mit 60 und in Lübeck mit 100 Kindern. Außerdem existiert das Sprachheilinternat in Wentorf mit ebenfalls 100 Schülern.

Weitere Hauptredner: Heike Franzen (CDU), Henning Höppner (SPD), Angelika Birk (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW)

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Hintergrund:
   Die FDP fordert die Landesregierung auf, "regionale Förderangebote für Schülerinnen und Schüler mit Sprach- und Kommunikationsstörungen zu erhalten". Die Liberalen kritisieren damit die Pläne der Landesregierung, die drei Sprachförderschulen im Lande in Preetz (zurzeit 12 Schüler), Lübeck (100) und Bad Schwartau (60) an benachbarte Schulen anzugliedern.
  Das Bildungsministerium plant, Kinder mit Sprechdefiziten verstärkt integrativ in ihren jeweiligen Grundschulen zu unterrichten. Gerade für Kinder mit Förderbedarf, so Ministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) vergangenen November im Bildungsausschuss des Landtages, sei das sprachliche Vorbild der Kinder ohne Förderbedarf besonders wichtig.
  Demgegenüber betonen die Liberalen die Bedeutung eigener Einrichtungen für Kinder, "bei denen präventive Fördermaßnahmen und/oder integrative Förderung in Grundschulklassen nicht ausreichen".
  Die Bildungsministerin verweist darauf, dass Kinder mit diesem Handicap in Schleswig-Holstein seit zehn Jahren bereits vor der Einschulung in den Kindertageseinrichtungen gefördert würden. Dementsprechend sei die Zahl der Kinder mit sprachlichen Auffälligkeiten bei der Einschulung stetig zurückgegangen. Dies habe zur Schließung dieser besonderen Schulen geführt, ohne dass es dadurch zu Qualitätseinbußen gekommen sei.
  Die FDP macht sich in ihrem Antrag zudem für die in Dithmarschen praktizierte teilstationäre Intensivbetreuung von Kindern mit Sprachdefizit stark, die unter dem Namen "Lautstark" läuft.
  In einem kurz vor der Sitzung vorgelegten Antrag fordern CDU und SPD zu dem Thema einen ausführlichen Regierungsbericht zur Juli-Tagung an.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:
Kinderstudie Unicef

Dringlichkeit: Giftmüll

Außerdem notiert: 
Herzlichen Glückwunsch

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:
Medienstaatsvertrag
Rundfunkänderungsvertrag
Polizeigesetz
Informations-Freiheitsgesetz
Anträge:
Denkmalschutz Quickborn
Kommunalreform
Politischer Extremismus u. Fremdenfeindlichkeit
(ohne Aussprache)
Wahlausschuss ehren-
amtliche Verwaltungsrichter

(ohne Aussprache)

F i n a n z e nt

Antrag:
Kommun.Finanzausgleich
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Anträge:
Gesundheitsreform
Kontrollierte Heroinvergabe
Renten-Eintrittsalter
(ohne Aussprache)

Aktuelle Stunde:
Kinderstudie Unicef

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
Windenergie
Stromnetze
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

2. Lesung:
Landesnaturschutzgesetz/
Naturschutzbeauftragter
1. Lesung:
Tierschutz
Anträge:
Klimaschutz
Windenergie
Umweltbildung
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Anträge:
Lehrerbildung
Sprachheil-Pädagogoik
Studienplatzvergabe (ZVS)
(ohne Aussprache)
Berichte:
EU-Forschungsprogramm
Hochschulpakt

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Rechtsstreit EU-Kommission
"European Clean Ship"
Berichte:
Europabericht 2007
EU-Umgebungslärm-Richtlinie