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Top 24 : Fortsetzung der kontrollierten Heroinvergabe in Deutschland Antrag der Abgeordneten des SSW – Drs. 16/1228neu |
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Landtag setzt sich für kontrollierte Vergabe von Heroin ein Trauernicht: "Ultima Ration nach Kiel (SHL/22.02.) Unisono haben sich Regierungsfraktionen und Opposition für die kontrollierte Vergabe von Heroin an Schwerstabhängige ausgesprochen: Dies sei ein Akt der Menschlichkeit und sichere den Betroffenen das Überleben, hieß es aus dem Plenum. Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) bezeichnete die kontrollierte Vergabe von Heroin als „Ultima Ratio nach gescheiterten Therapiebesuchen". Anlass der Debatte war ein Antrag des SSW, der dazu auffordert, per Bundesgesetz die Behandlung von Süchtigen mit Diamorphin – einem synthetischen Heroin – dauerhaft zu erlauben. Hintergrund des Vorstoßes ist ein am 30. Juni auslaufendes Modellprojekt des Bundes, in dem an rund 300 Schwerstabhängige kontrolliert der Heroinersatzstoff ausgegeben wurde. Der SSW forderte überdies von der Landesregierung eine Bundesratsinitiative zum Thema. Der Antrag wurde zunächst an den Sozialausschuss überwiesen. "Deutschland ist bei weitem nicht das erste europäische Land, in dem Diamorphin für die Behandlung von Heroinabhängigen eingesetzt wird", begründete Lars Harms (SSW) die Stoßrichtung. In Großbritannien, den Niederlanden und der Schweiz seien bereits gute Erfahrungen damit gemacht worden: Überall " konnte festgestellt werden, dass der Gesundheitszustand, der psychische Zustand, die Wohnsituation und die soziale Lage der Betroffenen sich signifikant verbessert haben", so Harms. "Diamorphin ist der Methadonbehandlung überlegen", erkannte auch Sozialministerin Trauernicht die Vorteile der Behandlung mit dem synthetischen Heroin an. Die Kriminalität habe beim Projektversuch abgenommen und die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse unter den Projektteilnehmern sei um elf Prozent gestiegen. In der Debatte wurde allerdings darauf hingewiesen, dass sich Bund und Länder inzwischen darauf geeinigt haben, an die Teilnehmer des Modellprojekts auch nach dem 30. Juni Diamorphin auszugeben. Vertreter von CDU und SPD sahen deshalb keinen dringlichen Handlungsbedarf, zeigten sich aber aufgeschlossen für eine Ausdehnung der Diamorphin-Therapie. Im Rahmen des Suchtprojektes erhalten Heroinsüchtige, bei denen zuvor alle Therapieversuche, etwa mit Methadon, gescheitert sind, unter Aufsicht bis zu drei Mal täglich kostenlos Diamorphin. Dafür besteht eine Sondergenehmigung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. Hinzu kommen Gesundheitsuntersuchungen sowie eine psychosoziale Betreuung. Weitere Hauptredner: Frauke Tengler (CDU), Peter Eichstädt (SPD), Heiner Garg (FDP) , Angelika Birk (Grüne) |
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