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Top 18: Dritter Bericht zur Durchführung des Gesetzes zur Gleichstellung der Frauen im öffentlichen Dienst – Dritter Gleichstellungsbericht (2003 - 2008) – Drucksache 16/2798 Antrag der Fraktion B´90/GRÜNE – Drucksache17/176 |
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Gleichstellung im Öffentlichen Kiel (SHL/24.02.) Bei der Gleichstellung von Männern und Frauen steht der Öffentliche Dienst in Schleswig-Holstein vielfach besser da als die freie Wirtschaft. Dennoch ist die volle Gleichberechtigung auch in den Amtsstuben des Landes noch lange nicht erreicht. Das geht aus dem dritten Gleichstellungsbericht hervor, den Justizminister Emil Schmalfuß (parteilos) im Landtag vorgestellt hat. Die Abgeordneten waren sich einig, dass sich die Situation in den letzten Jahren zwar verbessert habe. Insbesondere die Kinderbetreuung müsse aber ausgebaut werden, damit der Nachwuchs für Frauen nicht zum Karriere-Hemmnis wird. Laut dem Bericht nimmt der Frauenanteil ab, wenn die Bezahlung steigt. Nur 35 Prozent der Referatsleitungen sind weiblich, jedoch knapp 50 Prozent der Beschäftigten im höheren Dienst und sogar 80 Prozent im wesentlich schlechter vergüteten mittleren Dienst (Zahlen für 2008). Bemängelt wurde in der Debatte zudem, dass Teilzeitarbeit, die von Frauen besonders häufig in Anspruch genommen wird, in vielen Fällen von den Vorgesetzten schlechter beurteilt wird als die Arbeit auf einer Vollzeitstelle. Positive Tendenz bei der Gehaltsentwicklung Gegenüber der freien Wirtschaft fällt das Gehaltsgefälle im öffentlichen Bereich niedriger aus. Das Gehalt von Frauen in der Privatwirtschaft lag nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2008 um durchschnittlich 23 Prozent unter dem der Männer. Diese Lücke war dreimal so hoch wie bei Frauen, die in Behörden, Schulen oder Universitäten arbeiteten. Dort betrug der Verdienstabstand sieben Prozent. Der Bericht wird im Innen- und Rechtsausschuss weiter beraten. Rednerinnen: Marret Bohn (Grüne), Katja Rathje-Hoffmann (CDU), Siegrid Tenor-Alschausky (SPD), Kirstin Funke (FDP), Ranka Prante (Linke), Silke Hinrichsen (SSW) |
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