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Auf dieser Seite: Fehmarnbelt 

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Top 26:
Moratorium für die geplante Fehmarnbelt-Querung
Antrag der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drs. 17/256
Änderungsantrag der Fraktion der SPD – Drs. 17/306

Fehmarnbelt-Querung: Grünen-Forderung nach Bau-Stopp 
erneut gescheitert

Kiel (SHL/24.02.) Das Plenum hat eine von den Grünen geforderten Bau- und Planungsstopp für die Fehmarnbelt-Querung (Modell siehe oben) zurückgewiesen. Die Begründung, wonach die Hinterlandanbindung des Brückenprojektes zu unabsehbaren finanziellen Belastungen für den Landeshaushalt führen könne, sei erneut ein fadenscheiniges politisches Manöver um die Fehmarnbelt-Querung zum Scheitern zu bringen, hieß es aus den Reihen von CDU, SPD, FDP und SSW. Der Fraktion der Linken, die sich bei der Abstimmung enthielt, ging der Antrag der Grünen nicht weit genug. Sie forderte – unabhängig von Finanzierungsfragen – grundsätzlich auf das Bauvorhaben zu verzichten. Abgelehnt wurde zudem ein Vorstoß der Sozialdemokraten, einen Fehmarnbelt-Sonderausschuss zu gründen.

In der Debatte erinnerten Redner von CDU, SPD, FDP und der SSW daran, dass die Fehmarnbelt-Querung politisch längst beschlossene Sache sei. Ein Bau- und Planungsstopp würde allenfalls zu Irritationen beim Vertragspartner Dänemark führen. In dieselbe Richtung argumentierte Verkehrsminister Jost de Jager (CDU). Der Brückenschlag sei bereits „auf der Schiene", so der Minister. Die Sorgen der Grünen bezeichnete er als „weit hergeholt". Der Bund stehe bei der Finanzierung der Hinterlandanbindung in der Pflicht und würde den eingegangen Verpflichtungen nachkommen. Dies habe ihm Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) versichert.

Grüne appellieren an ökonomische Vernunft

Andreas Tietze (Grüne) verteidigte hingegen den Vorstoß seiner Partei und bezeichnete die Finanzsituation des Bundes und der Länder als so „katastrophal", dass die anvisierte Umsetzung des Fehmarnbelt-Projektes bis 2018 schon jetzt unrealistisch sei. Und mit jeder Verzögerung, so Tietze, drohten „die Kosten weiter aus dem Ruder zu laufen". Deshalb solle sich die Landesregierung „im Sinne der ökonomischen Vernunft von den Brückenträumen verabschieden".

Hintergrund des Grünen Vorstoßes ist ein angeblich internes Papier der Deutschen Bahn, wonach der Bau von bundesweit zehn großen Schienenprojekten bis 2025 wegen des Sparzwangs im Bundeshaushalt „nicht gesichert" sei. Die Hinterlandanbindung der Beltquerung ist seit Jahren Gegenstand von Diskussionen. So hat auch der Bundesrechnungshof im letzten Jahr Zweifel an der Kostenplanung aufgeworfen. Die aktuelle Kalkulation stammt aus dem Jahr 2002 und beziffert die Straßen- und Schienenanbindung des Mammut-Projekts auf deutscher Seite mit 840 Millionen Euro. Diese Zahl sei inzwischen veraltet, so die Rechnungsprüfer. Stattdessen gehen sie von einer Verdoppelung auf 1,7 Milliarden aus.

Weitere Hauptredner: Hans-Jörn Arp (CDU), Bernd Schröder (SPD), Oliver Kumbartzky (FDP), Björn Thoroe (Linke), Lars Harms (SSW)

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Hintergrund:
Die Grünen fordern einen Bau- und Planungsstopp für die Fehmarnbelt-Querung. Sie sehen die Gefahr, dass die geplanten Bundesmittel für die Hinterlandanbindung des Brückenprojektes ausbleiben und dass dadurch erhebliche zusätzliche Kosten auf den Landeshaushalt zukommen.

Die Oppositionsfraktion bezieht sich auf Presseveröffentlichungen aus dem Januar. Demnach steht die Schienenanbindung der Brücke im Kreis Ostholstein auf der Kippe. In den Medien wird aus einem angeblichen internen Papier der Deutschen Bahn zitiert, wonach der Bau von bundesweit zehn großen Schienenprojekten bis 2025 wegen des Sparzwangs im Bundeshaushalt „nicht gesichert" sei. Dazu zähle auch die Anbindung der Beltbrücke. Das Bundesverkehrsministerium hat hingegen Ende Januar erklärt, es gebe keine „Streichliste". Es sei aber geplant, wie im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen, im Laufe des Jahres den „vordringlichen Bedarf" zu überprüfen.

  Kostendiskussion um Hinterlandanbindung

Die Hinterlandanbindung der Beltquerung ist seit Jahren Gegenstand von Diskussionen. So hat der Bundesrechnungshof im letzten Jahr Zweifel an der Kostenplanung aufgeworfen. Die aktuelle Kalkulation stammt aus dem Jahr 2002 und beziffert die Straßen- und Schienenanbindung des Mammut-Projekts auf deutscher Seite mit 840 Millionen Euro. Diese Zahl sei inzwischen veraltet, so die Rechnungsprüfer. Stattdessen gehen sie von einer Verdoppelung auf 1,7 Milliarden aus.

Die an der jetzigen, einspurigen Bahntrasse gelegenen Ostholsteinischen Tourismusorte wie Timmendorfer Strand, Niendorf, Scharbeutz, Sierksdorf und Neustadt fürchten zudem eine stark steigende Lärmbelastung, wenn die Trasse zweigleisig ausgebaut wird. Die Strecke führt mitten durch die Ortschaften, und durch die Beltquerung könnte sich die Zahl der Züge vervielfachen, so die Sorge. Die Badeorte fordern, eine neue Trasse für den Fern- und den Güterverkehr zu bauen, befürchten aber, dass in Ostholstein aus Spargründen die „billigste Lösung" umgesetzt wird.

Vorherige Debatte zum Thema:
plenum-online
Juni 2009

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:  
Hartz IV-Diskussion

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Herzlichen Glückwunsch...

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Fakultativ-Protokoll
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1. Lesungen:
Sparkassengesetz
Kennzeichnung Polizeibeamte
Diäten
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Ärztl. Versorgung Inhaftierter
(ohne Aussprache)
Anträge:

Breitbandnetz

Rechtsextremismus

Staatsangehörigkeitsrecht

Gewalt gegen Polizisten
(ohne Aussprache)
Rundfunkgebühren / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Berichte:

Innenministerkonferenz
(ohne Aussprache)

Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)

Wahlprüfungsbeschwerde
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

2. Lesungen:

IT-Planungsrat / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Dienstleistungsrichtlinie
(ohne Aussprache)
Anträge:
Landesbanken
(ohne Aussprache)
Glücksspiel
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Aktuelle Stunde:

Hartz IV-Diskussion
Anträge:
SGB II Regelleistungen
Job-Center
Frauentag
Gleichstellung Frauen
Kranken-/Pflege-
versicherung
Hausärzte
Arzneimittel
Unterkunftskosten / HartzIV
(ohne Aussprache)
Wohnformen für behinderte Frauen
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

2. Lesung:

Röntgenlaser-Anlage / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Anträge:
Europäische Beschäftigungsinitiative
Fehmarnbelt-Querung
Bericht:

Flughafen Lübeck

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

2. Lesungen:

Naturschutzgesetz
Milchquote / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Landes-Wassergesetz
(ohne Aussprache)
Fischereigesetz
(ohne Aussprache)
Anträge:
Solarförderung
Windenergie
EU Agrar- und Umweltpolitik
Berichte:

Nachhaltigkeit

Weltnaturerbe Wattenmeer

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

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Landestheater
UK SH / Finanzsituation
(ohne Aussprache)
Hochbegabtenförderung
(ohne Aussprache)
Bericht:

Politische Bildung

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Wahl:
Kammer der Gemeinden und Regionen
(ohne Aussprache)