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Auf dieser Seite: Arzneimittel 

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Top 35:
Geeignete Sammelsysteme für nicht verwendete 
oder abgelaufene Arzneimittel bereitstellen

Antrag der Fraktion des SSW – Drucksache 17/266
Antrag der Fraktionen von CDU und FDP – Drs. 17/309

Sammelsystem für 
Alt-Arzneien gefordert

Kiel (SHL/25.02.) Wer seine alten Pillen, Salben und Tropfen beim Apotheker abgeben will, wird immer häufiger abgewiesen. Denn das kostenlose Sammelsystem VfW Remedica, über das Apotheken und Pharmaindustrie lange Jahre die Alt-Medikamente entsorgt haben, ist im letzten Juni ausgelaufen. Auf dieses Problem hat der SSW hingewiesen und die Landesregierung aufgefordert, gemeinsam mit den anderen Bundesländern ein neues System auf die Beine zu stellen. Denn, so die Begründung: Medikamente landen nunmehr oft im Restmüll oder im Ausguss und gefährden so die Umwelt.

„Eine sachgerechte Entsorgung ist notwendig", stellte der SSW-Abgeordnete Flemming Meyer fest, damit die Chemikalien nicht im Grundwasser landen oder von Kindern verschluckt werden. Alle anderen Fraktionen teilten die Sorge. Allerdings wollen sich die Abgeordneten zunächst im Sozialausschuss ein umfassendes Bild der Lage machen. Zudem wurde die Landesregierung aufgefordert, bis zum Mai einen Bericht über den Umfang des Problems im Lande vorzulegen. Einig war sich das Plenum, dass in erster Linie die Pharma-Firmen in der Entsorgungs-Pflicht seien.

Minister warnt vor Bürokratieaufbau

Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) wehrte sich allerdings dagegen, „eine neue Bürokratie aufzubauen". Es gebe mit den kommunalen Abfallentsorgern und der Restmülltonne immer noch ein funktionierendes Sammelsystem. Zudem nähmen immer noch viele Apotheker die Alt-Arzneien entgegen. Sein Fazit: „Auch wenn wir kein einheitliches System bekommen, ist das nicht problematisch, solange der Schutz vor unbefugten Zugriffen gewährleistet ist".

Anlass des Vorstoßes: Das von den Herstellern organisierte Abholsystem VfW Remedica besteht nicht mehr, seit im letzten Jahr die Verpackungsverordnung geändert wurde. Nun können auch Verpackungen von Arzneimitteln über die gelbe und die blaue Tonne sowie über den Glascontainer entsorgt werden. Damit war das Medikamenten-Sammelsystem, das auf die Wiederverwertung der Packungen baute, nicht mehr wirtschaftlich – und wurde abgeschafft.

Weitere Hauptredner: Ursula Sassen (CDU), Bernd Heinemann (SPD), Anita Klahn (FDP), Marret Bohn (Grüne), Uli Schippels (Linke)

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Hintergrund:
Der SSW fordert die Landesregierung auf, umgehend mit den anderen Bundesländern in Verhandlungen zu treten, um über den Bundesrat ein bundesweites Sammelsystem für nicht verwendete oder abgelaufene Arzneimittel zu schaffen. Damit sollen insbesondere die Probleme von Apotheken gelöst werden, die zurzeit auf zurückgegebenen Arzneien und Verpackungen sitzen bleiben.

Anlass des Vorstoßes: Das von den Herstellern organisierte Abholsystem ("VfW Remedica") besteht nicht mehr. Grund ist dem Unternehmen zufolge eine Änderung in der Verpackungsverordnung. Seit Anfang letzten Jahres können auch Verpackungen von Arzneimitteln über die gelbe und die blaue Tonne sowie über den Glascontainer entsorgt werden. Damit sei das Medikamenten-Sammelsystem nicht mehr wirtschaftlich.

Die Oppositionsfraktion weist zudem darauf hin, dass die Verhandlungen zwischen dem Apothekerverband Schleswig-Holstein und den Pharmafirmen über die Finanzierung einer Nachfolgeregelung bisher ergebnislos geblieben seien. Nach einer EU-Richtlinie hätten die Mitgliedstaaten aber sicherzustellen, dass geeignete Sammelsysteme für alte Medikamente bestehen.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:  
Hartz IV-Diskussion

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Herzlichen Glückwunsch...

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Fakultativ-Protokoll
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Sparkassengesetz
Kennzeichnung Polizeibeamte
Diäten
(ohne Aussprache)
Ärztl. Versorgung Inhaftierter
(ohne Aussprache)
Anträge:

Breitbandnetz

Rechtsextremismus

Staatsangehörigkeitsrecht

Gewalt gegen Polizisten
(ohne Aussprache)
Rundfunkgebühren / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Berichte:

Innenministerkonferenz
(ohne Aussprache)

Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)

Wahlprüfungsbeschwerde
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

2. Lesungen:

IT-Planungsrat / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Dienstleistungsrichtlinie
(ohne Aussprache)
Anträge:
Landesbanken
(ohne Aussprache)
Glücksspiel
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Aktuelle Stunde:

Hartz IV-Diskussion
Anträge:
SGB II Regelleistungen
Job-Center
Frauentag
Gleichstellung Frauen
Kranken-/Pflege-
versicherung
Hausärzte
Arzneimittel
Unterkunftskosten / HartzIV
(ohne Aussprache)
Wohnformen für behinderte Frauen
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

2. Lesung:

Röntgenlaser-Anlage / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Anträge:
Europäische Beschäftigungsinitiative
Fehmarnbelt-Querung
Bericht:

Flughafen Lübeck

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

2. Lesungen:

Naturschutzgesetz
Milchquote / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Landes-Wassergesetz
(ohne Aussprache)
Fischereigesetz
(ohne Aussprache)
Anträge:
Solarförderung
Windenergie
EU Agrar- und Umweltpolitik
Berichte:

Nachhaltigkeit

Weltnaturerbe Wattenmeer

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Anträge:
Landestheater
UK SH / Finanzsituation
(ohne Aussprache)
Hochbegabtenförderung
(ohne Aussprache)
Bericht:

Politische Bildung

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Wahl:
Kammer der Gemeinden und Regionen
(ohne Aussprache)