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Auf dieser Seite: EU Agrar- und Umweltpolitik 

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Top 43:
Reform der EU Agrar- und Umweltpolitik 2013 – Instrumente und Förderung ausrichten an den 
Zielen Umwelt und Beschäftigung
Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drs. 17/276
Antrag der Fraktionen von CDU und FDP  – Drs. 17/331

Landtagsabgeordnete beraten bevorstehende EU-Agrarreform

Kiel (SHL/26.02.) Die Fraktionen im Landtag haben unterschiedliche Vorstellungen, wie es in der Förderperiode ab 2013 mit der EU-Agrarpolitik weitergehen soll. Während die Grünen, die die Debatte angestoßen hatten, sich unter anderem gegen Exportsubventionen sowie für eine nachhaltige und ausschließlich am Markt orientierte landwirtschaftliche Produktion aussprechen, wollen CDU und FDP an der Finanzierung der Direktzahlungen für Landwirte auf bisherigem Niveau festhalten. Zudem fordert Schwarz-Gelb, dass Maßnahmen zur Umsetzung von EU-Programmen, wie die Wasserrahmenrichtlinie, auch aus Brüssel bezahlt werden. Einig waren sich Regierungsfraktionen und Opposition, dass Bürokratie und Verwaltungsaufwand reduziert und die Landwirtschaft mehr leisten müsse, als die Produktion von Lebensmitteln.

Die Subventionszahlungen sollten sich danach orientieren, wie umweltverträglich Landwirte produzieren und wie viel Arbeitsplätze im landwirtschaftlichen Betrieb vorhanden sind oder neu geschaffen werden, forderte Bernd Voß (Grüne). Dieser Richtung schlossen sich Lothar Hay (SPD), Flemming Meyer (SSW) und Björn Thoroe (Linke) an. Die Landwirtschaft müsse zeigen, dass sie nicht nur Nahrungsmittel produzieren, sondern „einen echten EU-Mehrwert" schaffen könne, meinte Hay. Nur so könne dem Steuerzahler vermittelt werden, weiter der Landwirtschaft hohe Fördersummen zur Verfügung zu stellen.

Im Grundsatz stimmten dieser Meinung auch Heiner Rickers (CDU) und Carsten-Peter Brodersen (FDP) zu. Dabei solle es dem landwirtschaftlichen Unternehmer allerdings freigestellt werden, ob er als Ökolandbauer oder im traditionellen Ackerbau arbeite. 

Umweltministerin Rumpf:  Die Zeiten einer
rein sektoralen Politik sind vorbei

Gegen eine Koppelung der Prämienzahlungen an den ökologischen Landbau oder die Zahl der Arbeitskräfte wandte sich auch Landwirtschaftsministerin Juliane Rumpf (CDU), die Anfang des Jahres den Vorsitz der Agrarministerkonferenz übernommen hatte. Der Landwirtschaft falle eine Schlüsselrolle bei der Lösung gravierender Umweltprobleme, wie Klimaschutz, Artenschutz und Gewässerschutz, zu, meinte Rumpf. Dabei seien „die Zeiten einer rein sektoralen Politik" vorbei. Absehbar würden Landwirte nur Mittel bekommen, wenn sie weitere Ziele wie die Verbesserung der Lebensverhältnisse durch integrierte ländliche Entwicklung, die Nutzung von erneuerbaren Energien oder den Küstenschutz erreichen.

Der Umwelt- und Agrarausschuss sowie der Europaausschuss befassen sich weiter mit dem Thema.

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Hintergrund:
Die Grünen fordern eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik für die 2013 beginnende neue Förderperiode. Die landwirtschaftliche Produktion soll sich nach Vorstellung der Oppositionsfraktion künftig ausschließlich am Markt orientieren – eine Überproduktion, wie etwa durch die Milchquote oder durch so genannte Interventionskäufe des Staates, sollen unterbleiben. Auch die Exportsubventionen, mit denen überschüssige EU-Agrarprodukte auf den Weltmarktpreis abgesenkt werden, sollen entfallen.

Stattdessen bauen die Grünen darauf, die Entwicklung des ländlichen Raumes am Prinzip der „Nachhaltigkeit" zu orientieren. Klimaschutz, Artenvielfalt, Wassermanagement und der Ausbau der erneuerbaren Energien sollen ins Zentrum rücken. Der Öko-Landbau dient für die Grünen als „Leitbild". Um am Markt bestehen zu können, werden „Bündelungsoffensiven" der Erzeugerbetriebe angeregt. Zudem sollen im ländlichen Raum neue „qualitativ hochwertige Arbeitsplätze" entstehen.

  Orientierung am "Gesundheitscheck"
  der EU-Kommission

Die Grünen greifen mit ihrer Initiative die Ergebnisse des sogenannten Gesundheitschecks aus dem Jahr 2008 auf. Ein Ergebnis dieser grundlegenden Überprüfung der Landwirtschaftspolitik durch die EU-Kommission ist, dass die Direktzahlungen an Europas Landwirte vermehrt in Projekte der ländlichen Entwicklung umverteilet werden sollten. Ziel ist es, das Volumen für die gemeinsame EU-Agrarpolitik nicht zu verringern, sondern umzuschichten. Das Geld, das die Bauern zugunsten der neuen Verwendungszwecke abgeben müssen, soll im jeweiligen Mitgliedstaat bleiben und in Deutschland auch im jeweiligen Bundesland.

So sollen die Direkt-Beihilfen, die sogenannte Erste Säule, bis Ende 2012 stufenweise um zehn Prozent gekürzt werden. Direkt-Beihilfen für kleinere Bauernhöfe bis jährlich 5.000 Euro werden jedoch nicht angetastet. Dafür werden aber Großbetriebe stärker zur Kasse gebeten. Das umverteilte Geld („Zweite Säule") soll für Klima- und Naturschutz, Wassermanagement, die Entwicklung neuer Wirtschaftszweige im ländlichen Raum oder erneuerbare Energien aufgewendet werden.

Die EU gibt im laufenden Jahr 60 Milliarden Euro für die Landwirtschaft aus – das sind über 40 Prozent des Gesamtetats. Nach Deutschland fließen sieben Milliarden. Schleswig-Holsteins Bauern erhalten jährlich 370 Millionen Euro aus Brüssel. Das Geld wird teilweise vom Land kofinanziert.

Vorherige Debatte zum Thema EU-Agrarpolitik / "Gesundheitscheck": plenum-online Juli 2008

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:  
Hartz IV-Diskussion

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Herzlichen Glückwunsch...

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Fakultativ-Protokoll
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Sparkassengesetz
Kennzeichnung Polizeibeamte
Diäten
(ohne Aussprache)
Ärztl. Versorgung Inhaftierter
(ohne Aussprache)
Anträge:

Breitbandnetz

Rechtsextremismus

Staatsangehörigkeitsrecht

Gewalt gegen Polizisten
(ohne Aussprache)
Rundfunkgebühren / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Berichte:

Innenministerkonferenz
(ohne Aussprache)

Petitionsausschuss
(ohne Aussprache)

Wahlprüfungsbeschwerde
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

2. Lesungen:

IT-Planungsrat / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Dienstleistungsrichtlinie
(ohne Aussprache)
Anträge:
Landesbanken
(ohne Aussprache)
Glücksspiel
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Aktuelle Stunde:

Hartz IV-Diskussion
Anträge:
SGB II Regelleistungen
Job-Center
Frauentag
Gleichstellung Frauen
Kranken-/Pflege-
versicherung
Hausärzte
Arzneimittel
Unterkunftskosten / HartzIV
(ohne Aussprache)
Wohnformen für behinderte Frauen
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

2. Lesung:

Röntgenlaser-Anlage / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Anträge:
Europäische Beschäftigungsinitiative
Fehmarnbelt-Querung
Bericht:

Flughafen Lübeck

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

2. Lesungen:

Naturschutzgesetz
Milchquote / Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Landes-Wassergesetz
(ohne Aussprache)
Fischereigesetz
(ohne Aussprache)
Anträge:
Solarförderung
Windenergie
EU Agrar- und Umweltpolitik
Berichte:

Nachhaltigkeit

Weltnaturerbe Wattenmeer

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Anträge:
Landestheater
UK SH / Finanzsituation
(ohne Aussprache)
Hochbegabtenförderung
(ohne Aussprache)
Bericht:

Politische Bildung

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Wahl:
Kammer der Gemeinden und Regionen
(ohne Aussprache)