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Umzug der Landeszentrale für
Politische Bildung unter das Dach
des Landtages rückt näher
Kiel (SHL/26.02.) Die
Landeszentrale für Politische Bildung steht vor einem Umzug vom
Bildungsministerium zum Landtag. Die Gespräche hierzu seien schon
weit fortgeschritten, teilte Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP)
bei der Vorstellung des Berichts zur politischen Bildung 2009 im
Plenum mit. In der Aussprache zu dem Bericht betonten Redner aller
Fraktionen den hohen Stellenwert der vielfältigen Bildungsangebote
im Land. Der Bildungsausschuss wird den Bericht abschließend
beraten.
Hauptredner:
Marion Herdan (CDU), Hans Müller (SPD), Kirstin Funke (FDP), Ines
Strehlau-Thomas (Grüne), Ulrich Schippels (Linke), Lars Harms (SSW)
Hintergrund:
Seit 1994 berichtet die
Landesregierung dem Landtag einmal pro Legislaturperiode
über die Situation der politischen Bildung in
Schleswig-Holstein. Aufgrund der vorgezogenen Neuwahl im
vergangenen Jahr hat das zuständige Bildungsministerium
den Bericht für 2009 erst jetzt vorgelegt.
Politische
Bildung findet im Land auf verschiedenen Ebenen statt:
- Der Landtag fördert
durch die jährlichen Veranstaltungen „Jugend im
Landtag" und „Altenparlament" sowie durch
seine Foren und Besuchsprogramme den Einblick in die
parlamentarische Arbeit. Neu hinzugekommen sind
monatlich stattfindende, offene Besucherabende und die
Lesungen „Politische Literatur im Landtag", die
in Kooperation mit der Landeszentrale für politische
Bildung veranstaltet werden. 2009 nahmen mehr als
11.000 Besucher das Bildungsangebot im Landeshaus
wahr. Durch seine Publikationen wie die Zeitschrift
"Der Landtag" und die Internet-Zeitung
"plenum-online" informiert das
Landesparlament über seine Arbeit – diese beiden
Angebote werden in dem Bericht als „besonders
hervorzuheben" bezeichnet.
- Die Landeszentrale für
politische Bildung mit Sitz in Kiel veranstaltet
Seminare und Studienreisen, organisiert öffentliche
Ausstellungen und stellt der Öffentlichkeit
Publikationen zur Verfügung.
- Mit der G8-Reform
wird das Unterrichtsfach Wirtschaft/ Politik nun auch
an Gymnasien in der Sekundarstufe 1, ab Jahrgang 8,
unterrichtet. An den Hauptschulen wird es in den
Klassen 8 und 9, an den Realschulen in der 9. und 10.
Klasse erteilt. Seit dem Schuljahr 2008/ 2009 kann
WiPo auch in der Sekundarstufe 2 im
gesellschaftswissenschaftlichen Profil der Oberstufe
profilgebendes Fach sein.
- Die Beteiligung von
Kindern und Jugendlichen im Alltagsleben hat die
Landesregierung seit 2005 als jugendpolitisches
Schwerpunktthema im Kinder- und Jugend-Aktionsplan
Schleswig-Holstein verankert. Unter dem Handlungsfeld
"Beteiligung und bürgerschaftliches Engagement
stärken" werden drei verschiedene Leitprojekte
unterstützt: "Kommunale Beteiligung von Kindern
und Jugendlichen stärken", "Beteiligung von
Kindern und Jugendlichen in stationären Einrichtungen
der Jugendhilfe stärken" und "Dialog der
Generationen – Unterstützungs- und
Vernetzungsprojekte in einer
Mehrgenerationengesellschaft".
- Die Volkshochschulen
im Land haben 2007 zur politischen Bildung insgesamt
1.553 Kurse und 1.085 Einzelveranstaltungen
abgehalten. Mehr als 68.000 Interessierte nahmen daran
teil.
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