
Kiel (SHL/23.02.) Die Grünen
sind mit ihren Forderungen nach strengeren Genehmigungsverfahren und
verschärften Umweltstandards für Offshore-Windkraftanlagen
gescheitert. Auf der zuständigen Bundesebene werde bereits an
umweltverträglichen Lösungen gearbeitet, begründeten Redner der
Koalition ihre Ablehnung des Grünen-Antrages. Grundsätzlich einig
waren sich Vertreter aller Couleur, dass beim Ausbau der Windräder
auf See auf Umweltstandards nicht verzichtbar werden dürfe.
Marlies Fritzen (Grüne) warf der Landesregierung
und den Regierungsfraktionen vor, im Bund auf jegliche Einflussnahme
zu verzichten. Dies schade der heimischen Wirtschaft, denn allein
bei der Begleitforschung gehe es um Millionen-Beträge, die Betriebe
und Universitäten gut gebrauchen könnten.
Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) betonte, dass
der Bund sich den „hohen Anforderungen" stelle. Dies betreffe
unter anderem den Schutz der Meeressäuger wie den Schweinswal, die
vom Lärm beim Bau und Betrieb der Riesenwindräder irritiert werden
könnten. Und, so Ministerin Rumpf, dem Land Schleswig-Holstein sei
es gelungen, die Netzanbindung von Windparks vor Schleswig-Holsteins
Küste auf eine statt auf zwei Trassen zu bündeln. Die Kabel, die
durch den Nationalpark und Natura 2000-Gebiete führen sollen,
werden ihren Worten zufolge zudem von zwölf auf vier reduziert.
Weitere Hauptredner:
Michael von Abercron (CDU), Olaf Schulze (SPD), Oliver Kumbartzky
(FDP), Björn Thoroe (Linke), Flemming Meyer (SSW)