plenum-online wird während der Tagung ständig aktualisiert. Betätigen Sie bitte bei Aufruf einer Seite die Funktion "Neu laden" , "Aktualisieren" oder "reload", um ggf. die neueste Fassung zu erhalten.  

Auf dieser Seite: Offshore-Windkraft

xxx

Top 38
Nachhaltige Entwicklung der Offshore-Windkraft
Antrag der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drucksache 17/598
(Ausschussüberweisung am 18. Juni 2010)
Bericht und Beschlussempfehlung des Umwelt- 
und Agrarausschuss – Drucksache 17/1077neu 

Offshore-Windkraft: Grüne kritisieren zu lasche Umweltstandards

Kiel (SHL/23.02.) Die Grünen sind mit ihren Forderungen nach strengeren Genehmigungsverfahren und verschärften Umweltstandards für Offshore-Windkraftanlagen gescheitert. Auf der zuständigen Bundesebene werde bereits an umweltverträglichen Lösungen gearbeitet, begründeten Redner der Koalition ihre Ablehnung des Grünen-Antrages. Grundsätzlich einig waren sich Vertreter aller Couleur, dass beim Ausbau der Windräder auf See auf Umweltstandards nicht verzichtbar werden dürfe.

Marlies Fritzen (Grüne) warf der Landesregierung und den Regierungsfraktionen vor, im Bund auf jegliche Einflussnahme zu verzichten. Dies schade der heimischen Wirtschaft, denn allein bei der Begleitforschung gehe es um Millionen-Beträge, die Betriebe und Universitäten gut gebrauchen könnten.

Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) betonte, dass der Bund sich den „hohen Anforderungen" stelle. Dies betreffe unter anderem den Schutz der Meeressäuger wie den Schweinswal, die vom Lärm beim Bau und Betrieb der Riesenwindräder irritiert werden könnten. Und, so Ministerin Rumpf, dem Land Schleswig-Holstein sei es gelungen, die Netzanbindung von Windparks vor Schleswig-Holsteins Küste auf eine statt auf zwei Trassen zu bündeln. Die Kabel, die durch den Nationalpark und Natura 2000-Gebiete führen sollen, werden ihren Worten zufolge zudem von zwölf auf vier reduziert.

Weitere Hauptredner: Michael von Abercron (CDU), Olaf Schulze (SPD), Oliver Kumbartzky (FDP), Björn Thoroe (Linke), Flemming Meyer (SSW)

Druckversion

zurück zum Textanfang

Hintergrund:
Beim Ausbau der Offshore-Windkraft sollen die Belange des Naturschutzes eine größere Rolle spielen als bisher. Das fordern die Grünen. Sie haben die Landesregierung aufgerufen, im Bund auf strengere Genehmigungsverfahren für die Windräder im Meer und auf eine intensivere Forschung in diesem Bereich zu drängen. Bei der Koalition sind die Vorstellungen der Grünen allerdings auf wenig Zuspruch gestoßen: Sowohl im Umwelt- als auch im Wirtschaftsausschuss lehnten CDU und FDP das Papier ab.

Die Befürchtung der Grünen: Der Lärm beim Bau und beim Betrieb der Riesenwindräder könnte Schweinswale irritieren. Zudem könnten Zugvögel nachts gegen die Anlagen prallen, wenn diese unbeleuchtet sind. Diese Bedenken müssten im Genehmigungsverfahren berücksichtigt werden, mahnen die Grünen.

  Offshore entwickelt sich zu einem 
  „treibenden  Wirtschaftsfaktor" fürs Land

Grundsätzlich steht auch die Landesregierung hinter dem Ausbau der Offshore-Windkraft. Das wurde im letzten Oktober bei der Debatte über die Offshore-Strategie des Wirtschaftsministeriums deutlich (PLO). Demnach entwickelt sich Offshore zu einem „treibenden Wirtschaftsfaktor für unser Land". Schon heute seien rund 7.000 Menschen in über 200 Unternehmen in der Wind-Branche in Schleswig-Holstein beschäftigt, und bereits in zehn Jahren werde in Schleswig-Holstein mehr Strom aus Wind erzeugt als im Land verbraucht werde. Durch den geplanten Bau von insgesamt sieben Offshore-Windparks vor der Westküste werden nach Einschätzung der Landesregierung besonders im Service- und Wartungssektor sowie in der maritimen Wirtschaft schätzungsweise 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Auch bei der Produktion von Bauteilen wie Turmsegmenten oder Fundamenten bestünden erhebliche Ansiedlungs- und Arbeitsplatzpotenziale.

Sowohl im Bereich Service und Wartung als auch in der Produktion und Verschiffung der Offshore-Anlagen hat Schleswig-Holstein nach Überzeugung des Ministeriums sehr gute Chancen. Damit neue Unternehmen ins Land geholt werden können, dürfe auch die Forschung und die Ausbildung junger Ingenieure, Manager und Monteure nicht außer Acht gelassen werden. Durch den Onshore-Sektor sei das Land hier bereits gut aufgestellt. Jetzt gelte es, das Know-how an die Bedürfnisse der Offshore-Branche anzupassen sowie geeignete Infrastruktur zu schaffen.

Vorherige Debatten zum Thema Windkraft: 
plenum-online
November 2010Februar 2010

zurück zum Textanfang

* * * * *

 

Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:  
CO2-Speicherung

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Der Landtag trauert um Heinz-Werner Arens

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Beihilfe / Beamtenrecht
(ohne Aussprache)
Schulungspflicht für Aufsichtsräte
(ohne Aussprache)
Sozialgericht / Zuständigkeit
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Untersuchungshaft
Kommunalwahlen
Besoldung / Beamtenversorgung
(ohne Aussprache)
Gemeindeordnung / Bürgerbeteiligung
(ohne Aussprache)
Große Anfrage:
Minderjährige Flüchtlinge
Antrag:
Politische Führung
Ausschussempfehlung:

Kommunalverwaltung
(ohne Aussprache)

Bericht:

Petitionsausschuss / Quartalsbericht
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:

Jobcenter / Grundsicherung
(ohne Aussprache)
1. Lesung:
Krankenhäuser / Finanzen
Große Anfrage:
Alleinerziehende
Ausschussempfehlung:
Frauen- und Mädcheneinrichtungen
Anträge:
Leiharbeit
Behinderte Menschen / Selbstbestimmung
KiTa-Ausbau
Flächendeckende Gesundheitsversorgung
(ohne Aussprache)
Berichtsanträge:
Ältere Arbeitnehmer
(ohne Aussprache)
Freiwilligendienste
(ohne Aussprache)
Regierungsbericht:

Heimopfer / Entschädigungsfonds

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  E n e r g i e

Aktuelle Stunde:

CO2-Speicherstätten
Ausschussempfehlung:
Offshore-Windkraft
Anträge:
Betriebliche Einzelförderung
Solarenergie
Regierungsberichte:

Breitbandnetz-Ausbau

Stromnetze in S-H

F i n a n z e n

Antrag:
Schuldenabbau / Haushalt

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Fragestunde:

...zur Umsetzung des 
neuen Schulgesetzes
1. Lesungen:
Frauenquote für den
UK S-H-Aufsichtsrat
Medien-Änderungs-
staatsvertrag

(ohne Aussprache)
Berichtsanträge:
Master-Studium
(ohne Aussprache)
Inklusion in der Schule
(ohne Aussprache)
Gedenkstätten-Arbeit
(ohne Aussprache)
Regierungs-Bericht:

UK S-H / Markterkundung

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
F o r s t e n

Regierungsbericht:

Zukunftsprogramm 
Ländlicher Raum

 E u r o p a  / 
M i n d e r h e i t e n

Ausschussempfehlung:
Ostseepolitik
(ohne Aussprache)
Anträge:
Schienenverkehr in Europa
Internet / europ. Netzwerk
Arbeitnehmer-Freizügigkeit