Verwaltungsausbildung:
Der Weg zur Reform ist
frei
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Kiel (SHL). Einmütig positiv hat sich der Landtag
über die Neufassung des Ausbildungszentrumsgesetzes geäußert.
Die Abgeordneten berieten den Entwurf der Landesregierung
am Mittwoch, 22. Januar 2003, in Erster Lesung. Partei
übergreifend wurde die Umwandlung der Verwaltungsfachhochschule
Altenholz bei Kiel (Foto) in eine Anstalt öffentlichen
Rechts und die damit verbundene Modernisierung der
Verwaltungs-Ausbildung gelobt. Nachbesserungsbedarf sah die
Opposition nur bei wenigen Punkten.
Durch die neue Rechtsform werde die Selbstständigkeit der
Einrichtung gestärkt. Dadurch trete eine Annäherung der
Verwaltungsausbildung an die traditionelle Hochschul-Ausbildung
ein. Dem Leitbild einer praxisnahen, den Bedürfnissen der Bürger
angemessenen Verwaltung werde Schleswig-Holstein damit gerecht –
so der allgemeine Tenor.
CDU und FDP meldeten nur bei Details Bedenken an: So sei die
Freiheit von Forschung und Lehre, unabhängig von staatlichem
Einfluss, genauer zu formulieren. Auch müsse die Frage der
Studien-Gebühren noch diskutiert werden.
Der Entwurf wurde einstimmig an die Ausschüsse Innen und Recht
(federführend) sowie Bildung (mit beratend) überwiesen.
Hauptredner:
Innenminister Klaus Buß
(SPD), Thomas Rother (SPD), Monika Schwalm (CDU), Ekkehard Klug
(FDP), Monika Heinold (Grüne), Lars Harms (SSW)
Hintergrund:
Die Aus-
und Weiterbildung von Beschäftigten der öffentlichen
Verwaltung wird in Schleswig-Holstein von der
Verwaltungsfachhochschule Schleswig-Holstein und der
Verwaltungsschule/Verwaltungsakademie Bordesholm
vorgenommen. Die Verwaltungsfachhochschule unterrichtet
Angehörige des gehobenen Dienstes in Altenholz bei Kiel
über allgemeine Verwaltungslehre, Steuerverwaltung und
Polizeiwesen sowie in Reinfeld (Kreis Stormarn) im Bereich
Rentenversicherung. Die Akademie in Bordesholm (Kreis
Rendsburg-Eckernförde) unterrichtet Angehörige des
allgemeinen und mittleren Dienstes mit dem Schwerpunkt
Kommunalverwaltung. Die Landesregierung plant, die
Verwaltungsfachhochschule in eine Körperschaft des
öffentlichen Rechts umzuwandeln und damit den staatlichen
Fachhochschulen anzugleichen. Auch die Bordesholmer
Einrichtung soll mehr Eigenständigkeit erhalten.
mehr
Informationen: Verwaltungsfachhochschule
(www.vfh-sh.de), Verwaltungsschule
Bordesholm (www.vab-sh.de)
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TSH - Motor für Forschung
Landtag lobt
Technologiestiftung
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Kiel (SHL). Lob von allen Seiten
erhielt die Technologiestiftung Schleswig-Holstein (TSH) am
Mittwoch, 22. Januar 2003. Der designierte
schleswig-holsteinische Super-Minister Bernd Rohwer (siehe
Kabinettsumbildung)
hob in einem Tätigkeitsbericht für das Jahr 2001 besonders die
Verdienste der TSH für den Technologietransfer zwischen
Forschung und Wirtschaft hervor.
Neben allem Lob gab es aber auch
Kritik: So bemängelten mehrere Redner, dass der Bericht für
2001 erst jetzt vorliege. Außerdem sei zwar der Einsatz von
Geldmitteln nachvollziehbar, der Erfolg der Stiftung jedoch
nicht immer wirklich messbar.
Im Jahr 2001 hat die TSH rund 2,2 Millionen Euro an
Fördermitteln ausbezahlt. Dieser Summe standen Einnahmen
von rund 3,8 Millionen Euro, überwiegend Zinserträge des
Stiftungskapitals, gegenüber. Im selben Jahr wurden
weitere Fördermittel in Höhe von knapp 1,7 Millionen
Euro für insgesamt 17 neue Projekte bewilligt. Die TSH ist an verschiedenen Unternehmen beteiligt,
unter anderem an der Technologie-Transfer-Zentrale
Schleswig-Holstein (TTZ), deren Aufgabe es ist, Kontakte
zwischen Entwicklern und Produzenten herzustellen.
Der Bericht wurde zur
abschließenden Beratung einstimmig an den Wirtschaftsausschuss
überwiesen.
Hauptredner:
Wirtschaftsminister Bernd
Rohwer (SPD), Brita Schmitz-Hübsch (CDU), Klaus-Dieter Müller
(SPD), Heiner Garg (FDP), Karl-Martin Hentschel (Grüne), Lars
Harms (SSW)
Hintergrund:
Am 1.
Dezember 1991 hatte der Landtag einstimmig beschlossen,
die Erlöse aus dem Verkauf der Landesanteile an der
Kieler HDW-Werft (75 Millionen DM) für den Aufbau einer
Technologiestiftung zu verwenden. Dieses Grundkapital der
Technologiestiftung Schleswig-Holstein (TSH) wurde 1995
nach Verkauf des Landesanteils an der
schleswig-holsteinischen Landesbank um weitere 10
Millionen DM aufgestockt. Die TSH unterstützt Unternehmen
bei der Verwirklichung innovativer und zukunftsträchtiger
Ideen, zum Beispiel in den Bereichen Biotechnologie,
Informations- und Kommunikationstechnologie,
Materialwissenschaften und Medizintechnik. Im ersten
Jahrzehnt ihres Bestehens bis 2001 hat die TSH insgesamt
23,2 Millionen Mark investiert.
mehr Informationen: Technologiestiftung
Schleswig-Holstein (www.tsh.de) |
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