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Top 11: 
Frauengesundheitsbericht
Antrag der Fraktion der CDU

Drucksache: 15/2239
-Plenarprotokoll-
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Top 12: 
Kindergesundheitsbericht
Antrag der Fraktion der CDU
Drucksache: 15/2241
-Plenarprotokoll-
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Frauengesundheitsbericht abgeschmettert
Rot-Grün lehnt CDU-Antrag ab

Kiel (SHL). Die CDU hat die Regierung vergeblich aufgefordert, zum Thema "Frauengesundheit in Schleswig-Holstein" einen Bericht vorzulegen. Obwohl sich alle Fraktionen über die große Bedeutung des Themas einig waren, zeigten sich die Regierungsfraktionen und der SSW überrascht. Sie verwiesen einmütig auf einen bereits kürzlich vorgelegten Regierungsbericht zur geschlechtsdifferenzierten Förderung gesundheitsbezogener Leistungen. 

Die schwarz-gelbe Opposition hielt einen Frauengesundheitsbericht in Schleswig-Holstein für lange überfällig. Tenor: Das Engagement der Landesregierung sei in diesem Bereich enttäuschend.  Aus den Reihen von Rot-Grün wurde der Unions-Antrag als unsystematisch und überflüssig bewertet. Zudem wurde auf bereits bestehende Untersuchungen auf Bundes- und Landesebene verwiesen. Auch dem SSW wären konstruktive Verbesserungsvorschläge aus den Reihen der Opposition lieber gewesen, als die Abfrage bereits veröffentlichter Informationen.

Der Antrag der CDU wurde mit den Stimmen von Rot-Grün und des SSW-Abgeordneten Lars Harms bei Enthaltung der SSW-Abgeordneten Silke Hinrichsen gegen die Stimmen von CDU und FDP abgelehnt.

Hauptredner: Werner Kalinka (CDU), Jutta Schümann (SPD), Veronika Kolb (FDP), Irene Fröhlich (B´90/Grüne), Silke Hinrichsen (SSW), Gesundheitsministerin Heide Moser (SPD)

Hintergrund:
 Die gesundheitliche Situation von Frauen weist biologische und soziale Unterschiede zu den Männern auf. Frauenspezifische Krankheiten sind zum Beispiel Brust- und Gebärmutterkrebs oder Osteoporose (Knochenschwäche). Zudem sind nach Erkenntnissen des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) in Berlin deutlich mehr Frauen als Männer von psychisch bedingten Erkrankungen wie Angstzuständen, Depressionen oder Essstörungen betroffen. Ein Grund hierfür ist die unterschiedliche berufliche Ausrichtung: psychische Probleme treten verstärkt in frauentypischen Berufen, wie zum Beispiel im sozialen und pflegerischen Bereich, auf.

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Kindergesundheit: Gefahren lauern überall
CDU-Antrag erntet breite Zustimmung 

Kiel (SHL). Die Gesundheit von Kindern sieht sich einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt. Dazu gehören falsche Ernährung, Drogenmissbrauch und Kinderarmut. Nachdem zuletzt im September 2002 ein Regierungsbericht zur Lebenssituation von Heranwachsenden in Schleswig-Holstein vorgelegt worden war, forderte nun die CDU einen ausführlichen Bericht zur Kindergesundheit im Land. Er soll unter anderem auf besondere Gesundheitsrisiken und Erkrankungen im psychiatrischen Bereich eingehen. Im Parlament stieß der Antrag auf positive Resonanz.

"Die Gesundheit unserer Kinder sollte es uns Wert sein, regelmäßig über positive gesundheitliche Entwicklungen und neue gesundheitsschädigende Risiken informiert zu sein", begründete  Werner Kalinka (CDU) den Antrag - und erntete damit ungewohnte Zustimmung der SPD: Deren Abgeordneter Arno Jahner sicherte der parlamentarischen Konkurrenz Unterstützung zu. Gleichwohl, so Jahner,  müssten dafür die Mittel zur Verfügung stehen: "Wir erwarten den Bericht bis Ende 2006."

Für die Unterstützung der Kommunen durch das Land bei der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen sprach sich die FDP-Abgeordnete Veronika Kolb aus. So würde die Vernetzung verschiedener Institutionen ermöglicht und gesundheitlichen Fehlentwicklungen vorgebeugt.

Ministerin weist Vorwürfe zurück

Auch die Abgeordneten Angelika Birk (Grüne) und Silke Hinrichsen (SSW) befanden den Antrag der CDU für notwendig. Birk kritisierte aber, dass Bereiche wie etwa Gesundheitsgefährdung durch chemische Umweltverschmutzung, Autoverkehr oder Bewegungsmangel ausgespart worden seien.

Gesundheitsministerin Heide Moser (SPD) verwies auf bereits unternommene Bemühungen ihres Ministeriums, umfassende Informationen über die gesundheitliche Situation der Kinder und Jugendlichen in Schleswig-Holstein zu sammeln. Einen Vorwurf der CDU, auf diesem Gebiet nachlässig gearbeitet zu haben, wies sie zurück.

Der Antrag wurde einstimmig an den Sozialausschuss überwiesen.

Hintergrund:
 Verschiedene Faktoren beeinträchtigen die gesunde Entwicklung von Kindern in modernen Industriegesellschaften:
  • Falsche Ernährung - Allergien und Übergewicht können die Folge sein.
  • Die wachsende Zahl der Ehescheidungen - in Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der Trennungen seit 1970 mehr als verdoppelt, auf 7641 im Jahre 2001. Kinder sind die Haupt-Leidtragenden dieser Entwicklung.
  • Armut –-45.000 Kinder lebten im Jahre 2000 in Schleswig-Holstein von Sozialhilfe.
  • Drogen – das "Einstiegsalter" in die Volksdrogen Alkohol und Nikotin sinkt beständig. Das Durchschnittsalter bei der ersten Zigarette liegt bei 11,3 Jahren.
  • Schäden in der Schwangerschaft – Fehlbildungen (zum Beispiel Spaltbildungen in Kopf und Wirbelsäule) können bei rechtzeitiger medizinischer Beratung der Mütter verhindert werden.

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