Auf dieser Seite: Rundfunkgesetz - Lehrerausbildung

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Top 09: 
Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Rundfunkgesetzes für das Land Schleswig-Holstein
Gesetzentwurf der Fraktion der CDU

Drucksache: 15/3162
-Plenarprotokoll-
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Top 16: 
Aussetzung der Reform der 2. Phase der Lehrerausbildung
Antrag der Fraktion der CDU
Drucksache: 15/3151
-Plenarprotokoll-
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Made in Schleswig-Holstein Vor-Ort-Produktion von Regionalprogrammen 
gefordert / Gesetzesnotwendigkeit umstritten

Kiel (SHL). Regionale Fernsehprogramme sollen auch in der Region produziert werden, über die sie berichten. Was auf den ersten Blick selbstverständlich erscheint, will die CDU für Schleswig-Holstein auch gesetzlich vorgeschrieben wissen. Hintergrund sind angebliche Überlegungen der Privatsender RTL und SAT 1, ihre Regionalfenster "Live aus Kiel" und "Guten Abend RTL" aus Kostengründen künftig zentral zu produzieren. Rot-Grün und SSW begrüßten am Mittwoch, 21. Januar 2004, den Vorstoß der Union im Prinzip, meldeten jedoch weiteren Klärungsbedarf im Innen- und Rechtsausschuss an. Dort sollten unter anderem europa- und wettbewerbsrechtliche Bedenken geklärt werden. 

Mit eben diesen Bedenken begründete die FDP ihre grundsätzliche Ablehnung einer Gesetzesänderung. Diese sei auf Grund der aktuellen Dementis von RTL und SAT1 auch faktisch nicht notwendig. Beide Sender haben nach Bekanntwerden der Abwanderungsgerüchte versichert, dass es derzeit keine Pläne zur Zentralisierung der Produktion ihrer Regionalprogramme gebe.

Stimmen aus den Fraktionen:

Martin Kayenburg (CDU): Der Grundsatz "regionale Nachrichten für die Region" ist für mich unabdingbar. Es kann doch nicht sein, dass alles nur noch in Berlin produziert wird.

Gisela Böhrk (SPD): Die Frage müsste sein, wie wir eine Gesetzesänderung hinbekommen, die auf die Sicherung der regionalen Berichterstattung abhebt und nicht auf die regionale Produktion schlechthin. Sonst befinden wir uns in den Untiefen des europäischen Wettbewerbsrechts.

Wolfgang Kubicki (FDP): Man könnte dann über eine Gesetzesänderung nachdenken, wenn es dafür Anzeichen gibt, dass die Regionalfenster von RTL und SAT1 außerhalb Schleswig-Holsteins produziert werden sollen. Das ist nicht der Fall.

Irene Fröhlich (B´90/Grüne): Das Anliegen, das mit dem Antrag der CDU verfolgt wird, ist mir durchaus sympathisch. Wir stehen allerdings vor dem Problem, eine Lösung zu finden, die sowohl den europa- als auch den wettbewerbsrechtlichen Bedingungen gerecht wird.

Anke Spoorendonk (SSW): Die Richtung stimmt. Es muss eine langfristige Absicherung der regionalen Produktions-Standorte geben.

Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD): Regionalprogramme sind authentisch, aber nur solange sie auch vor Ort hergestellt werden. Der Schleswig-Holstein-Bezug kann nicht in München oder Berlin hergestellt werden.

Hintergrund:
  Die CDU-Fraktion will es den beiden reichweitenstärksten privaten Fernsehsendern RTL und Sat.1 gesetzlich vorschreiben, ihre täglichen Regionalprogramme von 30 Minuten Länge auch in der Region zu produzieren. Die beiden kommerziellen Sender hatten Überlegungen angestellt, diese regionalen Fenster künftig aus Kostengründen zentral zu erstellen. Die Sendungen "Live aus Kiel" (17.30 Uhr, Sat1) und "Guten Abend" (18.00 Uhr, RTL) erreichen lediglich einen Marktanteil von jeweils ungefähr 8 Prozent, deutlich unterhalb der durchschnittlichen Sehbeteiligung ihrer Sender. In Niedersachsen gibt es bereits ein derartiges Gesetz.

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Trotz Kritik: Neue Zweite Phase der 
Lehrerausbildung startet im Sommer

Kiel (SHL). Es bleibt dabei: Angehende Lehrkräfte im Referendariat sollen ab kommendem Schuljahr durch erfahrene Pädagogen an den Schulen selbst auf ihr Berufsleben vorbereitet werden. Die CDU scheiterte am Donnerstag, 22. Januar 2004, mit einem Antrag, der auf eine Verschiebung dieser Reform und einen einstweiligen Verbleib dieser Zweiten Phase der Lehrerausbildung am Institut für Qualitätssicherung abzielte. Das Argument der Christdemokraten, dem sich die Liberalen anschlossen: Es müssten zunächst die Auswirkungen der neuen Master- und Bachelorstudiengänge auf die Erste, universitäre Phase abgewartet werden. Diese Begründung sei an den Haaren herbeigezogen, hieß es bei Koalition und SSW – eine Neugestaltung der Lehrerausbildung sei lange überfällig und müsse jetzt umgesetzt werden.

CDU und FDP monierten, eine Reform müsse an der Uni in der Ersten Phase beginnen. Hier seien zum Beispiel eine differenzierte Schwerpunktsetzung, je nach Schulart, sowie eine frühzeitige Eignungs-Überprüfung der Anwärter nötig. Demgegenüber bedeuteten die rot-grünen Pläne zur Zweiten Phase einen Qualitätsverlust in der Ausbildung.

Die Reform sei grundsätzlich richtig, hielten SPD, Grüne, SSW und Landesregierung dem entgegen. Sie bringe mehr praktische Erfahrungen für die zukünftigen Lehrkräfte. Der CDU-Vorschlag bedeute eine Verzögerung um mindestens sechs Jahre. Besser sei es, die Reform schnell einzuführen und nach einem Jahr nachzuprüfen.

Der Antrag wurde mit den Stimmen von SPD, Grünen und SSW abgelehnt.

Zitat der Debatte:                                        

"Beam mich zurück, Scottie! 
Hier gibt es kein intelligentes Leben!"

Ekkehard Klug (FDP) über die Auswirkungen 
der rot-grünen Reform auf die Lehrerausbildung

Hauptredner: Sylvia Eisenberg (CDU), Henning Höppner (SPD), Ekkehard Klug (FDP), Angelika Birk (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW), Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD)

Hintergrund:
  Nach Willen von Rot-Grün soll die zweite Phase der Lehrerausbildung, also das Referendariat, verstärkt an den Schulen stattfinden. Der pädagogische Nachwuchs soll nicht mehr durch die Regionalseminare des Instituts für Qualitätssicherung an den Schulen (IQSH), sondern durch erfahrene Lehrer, die als Mentoren fungieren, auf das Berufsleben vorbereitet werden.

Die Union fordert, diese Neuerung auszusetzen, bis es genaue Bestimmungen für die erste Phase der Ausbildung für Lehrkräfte in Bachelor- und Masterstudiengängen gibt.

mehr Informationen: "plenum-online", August 2003
(www..sh-landtag.de/plenumonline/august2003/
texte/03_26_schulgesetz_lehrerbildung.htm)

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ttt

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