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Energie + Technik =
Innovation
Landtag signalisiert
grünes Licht für neue Stiftung
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Kiel (SHL). Mit der Technologie- und der Energiestiftung (TSH
& ESSH) gibt es in Schleswig-Holstein zwei Einrichtungen die
sich der Förderung neuer Technologien verschrieben haben. Da
sich die Aufgabenfelder beider Einrichtungen überschneiden,
will die Landesregierung die Stiftungen zusammenschließen.
In der Debatte zu einem Gesetz für die
Errichtung einer "Innovationsstiftung
Schleswig-Holstein" signalisierte der Landtag am
Donnerstag, 22. Januar 2004, breite Zustimmung für die zum 1.
April dieses Jahres geplante Fusion. Durch Synergie-Effekte bei
der Zusammenlegung könnten Kosten und Personal gespart werden,
so die parteiübergreifende Hoffnung.
So soll beispielsweise künftig ein hoch
dotierter hauptamtlicher Vorstandsposten wegfallen.
Existenzgründer, Wissenschaftler und Unternehmer sollen in der
neuen Investitionsstiftung mit Sitz im "Haus der Wirtschaft"
in Kiel – wo bereits Wirtschaftsförderung und
Technologie-Transfer-Zentrale angesiedelt sind – zudem
"Beratungskompetenz aus einer Hand" erhalten
(Wirtschaftsminister Bernd Rohwer, SPD).
Trotz prinzipieller Zustimmung sahen CDU, Liberale und SSW
noch offene Fragen. So müsse unter anderem vor der Fusion
insbesondere die Finanz-Basis der Energiestiftung durchleuchtet
werden. Hintergrund: Der Vorstand der ESH hatte einen Teil des
Stiftungsvermögens in Aktien investiert und damit – nach dem
Crash am Neuen Markt – mehrere Millionen Euro verloren.
Außerdem wurde die Festschreibung klarer Richtlinien für die
Verwaltung des Stiftungsvermögens im Stiftungsgesetz, sowie
eine starke Kontrollfunktion des Parlaments gefordert.
Der Gesetzentwurf wurde zur weiteren Beratung einstimmig in
den Wirtschaftsausschuss überwiesen. Daneben werden sich auch
Finanz-, Umwelt- und Bildungsausschuss mit dem Thema
beschäftigen.
Stimmen aus den Fraktionen:
Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD): Das System
unserer Technologieförderung wird über die Landesgrenzen
hinaus gelobt. Aber was gut ist, kann noch besser werden - zumal
wenn es große inhaltliche Überschneidungen gibt.
Brita Schmitz-Hübsch (CDU): Die CDU-Fraktion
betrachtet die Zusammenführung der Stiftungen wohlwollend und
sieht Synergieeffekte… vor allem bei den Einsparungen im
Verwaltungsbereich.
Klaus-Dieter Müller (SPD): Die Fusion bündelt
die Kräfte. Die Nutzung eines größeren Vermögens führt in
der Regel auch zu einem proportional höheren Ertrag.
Christel Aschmoneit-Lücke (FDP): Ich befürchte,
dass die Technologieförderung in Folge dieser Fusion leiden
wird, weil die Landesregierung sich – mit der Ausrede der
Synergie-Effekte der Fusion – noch stärker aus der
Technologieförderung zurückziehen wird.
Detlef Matthiessen (B’90/Grüne): Mit der
Zusammenlegung zu einer Innovationsstiftung Schleswig-Holstein
lassen sich skalenökonomische Gewinne erzielen, zum Beispiel
durch eine gemeinsame Personalverwaltung.
Lars Harms (SSW): Im Stiftungsrat der
Innovationsstiftung werden vier Vertreter der Landesregierung
sein, aber nur zwei Vertreter des Landtags. Der Landtag sollte
besser und auch politisch breiter vertreten sein.
Hintergrund:
Die Landesregierung plant, die Technologiestiftung
(TSH) und die Energiestiftung (ESSH) zum 1. April 2004 zur
"Innovationsstiftung Schleswig-Holstein"
zusammenzuführen. Dadurch erhofft sich das
Wirtschaftsministerium eine transparente und effiziente
Betreuung von Existenzgründern, Unternehmen und
Wissenschaftlern aus den Bereichen Medizin- und
Biotechnik, maritime Wirtschaft, Informationstechnik,
Mikroelektronik, Energie/Umwelt und Tourismus. Sitz der
Innovationsstiftung soll bis Ende dieses Jahres das neue
"Haus der Wirtschaft" in Kiel werden. Beide
Vorgänger sind bereits in der Landeshauptstadt ansässig.
Die Im Dezember 1991 gegründete TSH erhielt durch
den Verkauf der Landesanteile an der HDW-Werft und der
Landesbank ein Stiftungskapital von 85 Millionen DM. Die
ESSH wurde 1993 vom Land und der Energiewirtschaft
gegründet. Das Stiftungskapital betrug bei der Gründung
100 Millionen DM - eingebracht zu 50 Prozent vom Land
Schleswig-Holstein, zu 40 Prozent von der PreussenElektra
AG, heute E.ON Energie AG, und zu 10 Prozent von der
SCHLESWAG AG, heute E.ON Hanse AG. 1994 stifteten die
Stadtwerke Kiel AG 1 Million. DM (ca. 510.000 Euro) zu.
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Informationen: Technologiestiftung
S-H
(www.tsh.de)
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Informationen: Energiestiftung
S-H
(www.energiestiftung.de)
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