Auf dieser Seite: Regionalisierungsmittel SPNV - Ergebnis Vermittlungsausschuss

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Top 13: 
Wirkungen des Vermittlungsergebnisses auf die Regionalisierungsmittel für den Schienenpersonennahverkehr in Schleswig-Holstein
Antrag der Fraktion der FDP
Vom Antragsteller zurückgezogen

Drucksache: 15/3145
-Plenarprotokoll-
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Top 15: 
Wirkungen des Vermittlungsergebnisses auf den Landeshaushalt
Antrag der Fraktion der FDP
Bericht der Landesregierung - Drucksache 15/3171
Drucksache: 15/3147
-Plenarprotokoll-
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Regionalisierungsmittel SPNV

Vom Antragsteller zurückgezogen

Hauptredner:

Hintergrund:
  Nach dem Kompromiss zur Steuerreform, der im Dezember im Vermittlungsausschuss ausgehandelt wurde, erhalten die Länder einmalig zwei Prozent weniger Geld zur Regionalisierung des öffentlichen Schienenverkehrs. Mögliche Konsequenz: Die Länder könnten nicht ausreichend Mittel zur Verfügung stellen, um Verkehrsunternehmen zu bezuschussen – beispielsweise bei der Unterhaltung wenig wirtschaftlicher Strecken oder bei günstigen Fahrtarifen.
  In Schleswig-Holstein sieht die Verkehrsservice-Gesellschaft (LVS) unter anderem die Ausweitung des Schleswig-Holstein-Bahntarifs auf Busse gefährdet. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) beklagt den Wegfall der Steuerbefreiung für das so genannte "Job-Ticket". Auch eine Erhöhung der Elternbeiträge zur Schülerbeförderung könnte anstehen.
  Vor diesem Hintergrund verlangt die FDP Anhaben von der Landesregierung über die genauen Auswirkungen der Mittelkürzungen auf Schleswig-Holstein.

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Steuerkompromiss: Warmer "Euro-Regen" für den Landeshaushalt?
Stegner erwartet rund 109 Millionen Euro für 2004/05

Kiel (SHL). Nach Ansicht von Finanzminister Ralf Stegner (SPD) profitiert Schleswig-Holstein vom Steuerkompromiss, den Bundesrat und Bundestag in Berlin ausgehandelt haben. Bei der Aufrechnung von Steuerentlastung auf der einen, gegen Subventionsabbau auf der anderen Seite bleibt nach Regierungsangaben für Schleswig-Holstein unterm Strich voraussichtlich ein Plus von 109,3 Millionen Euro in den kommen zwei Jahren. Auch die Gemeinden im Land ständen besser da, so Stegner am Donnerstag, 22. Januar, in einem von der FDP angeforderten Bericht zu den Auswirkungen des Kompromisses auf den Landeshaushalt. Für die Kommunen ergeben sich durch die Änderung der Gewerbesteuer-Umlage laut Stegner geschätzte Mehreinnahmen von 231 Millionen Euro.

Die Opposition nutzte die Debatte erneut zur Kritik am aktuellen Doppel-Haushalt für die Jahre 2004/05. FDP und CDU hatten die Verabschiedung im Dezember vergangenen Jahr wegen der Verhandlungen im Vermittlungsausschuss verschieben wollen. Die neuen Zahlen bestätigten diese Forderung, so der Politiker der Liberalen Heiner Garg. Angesichts der unsicheren gesetzlichen Rahmenbedingungen und konjunkturellen Aussichten habe nicht die Planungssicherheit bestanden, um "Einnahmen und Ausgaben des Landes für zwei Jahre in ein Gesetz zu gießen." 

"Ich glaube diesen Zahlen noch nicht so richtig", so Rainer Wiegard (CDU) und zweifelte ebenfalls an, dass Planungssicherheit inzwischen gegeben sei. Monika Heinold (Grüne) wies die Vorwürfe zurück. Die neuen Zahlen des Finanzministers zeigten, dass das Ergebnis des Vermittlungsausschusses und der Doppelhaushalt durchaus zusammen passten: "Es ist alles im Grünen Bereich", beschied die Finanzexpertin der Grünen.

Günter Neugebauer von der SPD bedauerte, dass die Entlastung für die Kommunen nicht höher ausgefallen sei. Schuld daran sei "die Blockadepolitik" der CDU-geführten Länder im Bundesrat. Zugleich sah er den Steuerkompromiss als Erfolg der "Reformpolitik der Bundesregierung". Als "minimales Ergebnis", bewertete hingegen Anke Spoorendonk (SSW) den Steuerkompromiss. Positiv sei jedoch hervorzuheben, dass dadurch 2004 "ein bisschen Luft" für den Landeshaushalt geschaffen werde.

Der Bericht wurde zur abschließenden Beratung einstimmig an den Finanzausschuss überwiesen.

Hintergrund:
  Das im Dezember im Vermittlungsausschuss ausgehandelte Maßnahmenpaket hat Auswirkungen auf den Landeshaushalt. Zum einen fallen Einnahmen weg, so durch die vorgezogene Steuerreform und die Umschichtung der Gewerbesteuer zugunsten der Kommunen. Andererseits wirkt sich der Subventionsabbau, zum Beispiel bei der Pendlerpauschale und der Eigenheimzulage, positiv auf die öffentlichen Kassen aus.
  Auf Antrag der FDP soll die Landesregierung genau Zahlen über die Konsequenzen für den Doppelhaushalt 2004/05 vorlegen.

mehr Informationen: "plenum-online", Dezember 2003
(www..sh-landtag.de/plenumonline/dez03/texte/06_14_haushal.htm)

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