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Auf
dieser Seite: Wirtschaftsstruktur
- GA-Mittel Truppenreduzierung
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Top 27:
Bericht der
Landesregierung zur Anmeldung des Landes Schleswig-Holstein zum
Teil III des 33. Rahmenplanes der Gemeinschaftsaufgabe
"Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" für
den Zeitraum 2004 bis 2007 (2008)
Bericht der Landesregierung - Drs. 15/3130
Bericht und Beschlussempfehlung des Wirtschaftsausschusses |
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Top 31:
Weitere GA-Mittel für
die von Truppenreduzierung betroffenen Regionen in
Schleswig-Holstein
Landtagsbeschluss vom 13. November 2003 - Drs. 15/3034
Bericht der Landesregierung |
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Opposition
kritisiert Förderpolitik
Landtag debattiert
über Verwendung von GA-Mitteln
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Kiel (SHL). Den Bericht der Landesregierung über die
Anmeldung Schleswig-Holsteins zum neuen GA-Rahmenplan
(Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen
Wirtschaftsstruktur"), hat die Opposition im Landtag am
Mittwoch, 21. Januar 2004, zu einer General-Abrechnung mit der
rot-grünen Förderpolitik genutzt: Schleswig-Holstein sei
wieder da, wo es nach dem Krieg begonnen hätte: Es trage die
Schluss-Laterne im Ländervergleich, so die Kritik der
Opposition.
Hunderte von Millionen Euro an Fördermitteln seien
ausgeschüttet worden, ohne den Anschluss Schleswig-Holsteins an
die übrigen Bundesländern zu schaffen. Über drei
Viertel der Fläche und 68 Prozent der Bevölkerung lebten in
Gebieten mit schwacher Wirtschaftsstruktur. Die wesentlichen
Indikatoren – wie Arbeitslosigkeit oder Ausbau der
Verkehrswege – hätten sich nur unwesentlich verbessert oder
sogar verschlechtert, monierten FDP und CDU.
Das Glas sei nicht halb leer, sonder halb voll, hielten die
Redner von Rot-Grün dagegen. Trotz schwieriger
Rahmenbedingungen sei es gelungen, den Standort
Schleswig-Holstein zu halten und sogar leicht zu verbessern. So
seien beispielsweise im Jahr 2002 mit GA-Mittel unter anderem
239 Arbeitsplätze geschaffen und 1.539 weitere gesichert
worden. Vor allem die Investitionen im Bereich Hochtechnologie
seien erfolgreich.
Zu mehr Unterstützung auf Bundesebene rief indes
Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) die Opposition im Landtag
auf. Nur so könne sichergestellt werden, dass auch die
westdeutschen Länder nach 2004 weiter von der GA profitierten:
Jeder Abbau würde zu Lasten Schleswig-Holsteins gehen,
"weil wir von der GA überproportional profitieren".
Die GA sei für Schleswig-Holstein unverzichtbar, für eine
Fortsetzung der Förderung müssten sich daher alle Beteiligten
einsetzen, so der Standpunkt seitens des SSW.
Aufgaben der "Gemeinschaftsaufgabe"
Die GA soll dazu bei tragen, gleiche Lebensverhältnisse in
ganz Deutschland zu schaffen. Strukturschwache Gebiete bekommen
aus der Gemeinschaftsaufgabe Geld für die Infrastruktur- und
Wirtschaftsförderung. Die Hälfte davon bringen die
Nehmer-Länder auf, die andere Hälfte trägt der Bund.
Fördergebiete in Schleswig-Holstein sind die
Arbeitsmarktregionen Flensburg, Heide, Husum, Kiel, Lübeck und
Ratzeburg. Ursprünglich hatte die Bundesregierung geplant, die
Förderung künftig auf die neuen Bundesländer zu beschränken.
Nach heftigen Protesten aus Ländern und Kommunen wird sie jetzt
– zumindest vorerst – auch im Westen fort gesetzt.
Hauptredner:
Bernd Rohwer (SPD); Uwe
Eichelberg (CDU); Jutta Schümann (SPD); Christel
Aschmoneit-Lücke (FDP); Karl-Martin Hentschel (B‘90/Grüne);
Lars Harms (SSW)
Hintergrund:
Im Rahmen der
Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen
Wirtschaftsstruktur" (GA) unterstützen Bund und
Länder gewerbliche Unternehmen und Infrastrukturprojekte in
strukturschwachen Regionen. Berlin und das jeweilige Land
tragen die Kosten je zur Hälfte. Fördergebiete in
Schleswig-Holstein sind die Arbeitsmarktregionen Flensburg,
Heide, Husum, Lübeck, Kiel und Ratzeburg. Das entspricht
drei Viertel des Landes. Diese Regionen schneiden in einer
Reihe wichtiger Indikatoren, zum Beispiel Arbeitslosenquote
und Durchschnittseinkommen, zum teil deutlich schlechter ab
als der westdeutsche Durchschnitt.
Für den Förderzeitraum 2004 bis 2008 sind in diesem
Gegenden Investitionen in die gewerbliche Wirtschaft und die
wirtschaftsnahe Infrastruktur in Höhe von 143,129 Millionen
Euro geplant. Hiervon stammen knapp 23 Millionen aus den
Mitteln der Europäischen Regionalentwicklungs-Fonds.
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Rohwer
sichert GA-Mittel für Konversions-Projekte zu
Land halte 15 Millionen
Euro für vom
Truppenabzug betroffene Regionen bereit
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Kiel
(SHL). Nach dem Aus für das Marineflieger-Geschwader 2 am
Standort Tarp/Eggebek und vor dem Hintergrund der Spekulationen
um die Zukunft des Marinehafens Olpenitz, befindet sich die
Bundeswehr in Schleswig-Holstein weiter auf dem Rückzug.
Angesichts leer stehender Kasernen und schwindender Kaufkraft
will die Landesregierung deshalb den vom Rotstift der Bundeswehr
betroffenen Kommunen Geld aus dem Bundestopf für die
Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen
Wirtschaftsstruktur" (GA) zur Verfügung stellen. Dies
geht aus einem Bericht der Landesregierung hervor. Aktuell
halte das Land rund 15 Millionen Euro für die betroffenen
Regionen bereit, sagte Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) am
Mittwoch, 21. Januar. Es gebe jedoch zu wenig förderfähige
Projekte.
Der Minister sicherte zu, dass
die Landesregierung trotz der Reduzierung der GA-Mittel um 25 Prozent
auch künftig den oftmals schwierigen Konversionsprozess mit aller Kraft unterstütze:
"Dass wir die Fortführung der GA-West erreicht haben, sollte für die jetzt und zukünftig vor der
Konversionsherausforderung stehenden Kommunen und Regionen ein ermutigendes Signal sein."
CDU vermisst konkrete Aussagen
Kritik kam von der
CDU-Abgeordneten Frauke Tengler: Sie vermisste konkrete Aussagen der
Landesregierung über die Zukunft der vom
Truppenabzug betroffenen Standorte. Zudem forderte sie für
Projekte, die statt auf das Militär jetzt auf eine zivile
Ausrichtung zielen (Konversion), eine finanzielle Förderquote
von 80 Prozent. Jutta Schümann (SPD) konstatierte, dass es ein
Nord-Süd-Gefälle bei der Entwicklung von Konversions-Projekten
gebe - der Norden habe dem Qualitätswettbewerb nicht
standgehalten.
Karl-Martin Hentschel (Grüne)
forderte ein spezielles Förderprogramm von Bund und Ländern
für die von der Konversion betroffenen Regionen. In diese
Richtung zielte auch Anke Spoorendonk (SSW). Sie unterstützte
eine Forderung der Union nach mehr GA-Mitteln. Die
Krise nach dem Truppenabzug beinhalte auch eine Chance zur
Neuausrichtung der zivilen Wirtschaft mit neuen Zielsetzungen, so Christel Aschmoneit-Lücke (FDP).
Die Bundeswehr hatte laut
Regierungsbericht bereits in
den 90er Jahren 27.500 Stellen für Soldaten und
Zivilangestellte in Schleswig-Holstein gestrichen. Die Liste der geplanten und
vollzogenen Standortschließungen ist lang: Betroffen sind
Glückstadt, Großenbrode, Hohenlockstedt, Klein Wittensee,
Leck, List, Neumünster, Pinneberg, Sylt-Ost, Westerland.
Weitere 1.800 Arbeitsplätze gehen verloren, wenn das
Marinefliegergeschwader 2 am Standort Tarp/Eggebek (Kreis
Schleswig-Flensburg) seine Tore schließt.
Der Bericht der Landesregierung
wurde an den Wirtschaftsausschuss überwiesen.
Hintergrund:
Im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe
"Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur für
das frühere Bundesgebiet" (GA West) unterstützen
Bund und Länder gewerbliche Unternehmen und
Infrastrukturprojekte in strukturschwachen Regionen.
Berlin und das jeweilige Land tragen die Kosten je zur
Hälfte. Fördergebiete in Schleswig-Holstein sind unter
anderem die Kreise Schleswig-Flensburg, Nordfriesland und
Dithmarschen sowie Teile der Kreise Plön und Ostholstein.
In jüngster Zeit wurden GA-Mittel insbesondere für die
Förderung ehemaliger Bundeswehr-Standorte ins Gespräch
gebracht.
Das Bundes-Finanzministerium hatte angekündigt,
keine Bundeszuschüsse mehr für die GA-West zahlen zu
wollen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat
demgegenüber nach Protesten aus den Ländern und Kommunen
festgelegt, dass die alten Länder bis zu 100 Millionen
Euro jährlich von den GA-Mitteln für Ostdeutschland in
Anspruch nehmen können (bisherige Fördersumme West: 133
Millionen).
Nach Angaben der Landesregierung stehen
Schleswig-Holstein nach der 25-prozentigen Kürzung der
Bundesmittel im laufenden Jahr 10.824 Millionen Euro aus
GA-Mitteln zur Verfügung. Da auch das Land die gleiche
Summe aufbringt, ergibt sich für das laufende Jahr ein
Gesamtförderbetrag con 21,648 Millionen (Vorjahr: 28,792
Millionen).
mehr
Informationen: "plenum-online",
November
2003
(www.sh-landtag.de/plenumonline/november03/texte/
23_39_gamittel_existenzl.htm)
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