Auf dieser Seite: Deutsch-deutscher Grenzweg - Radverkehr

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Top 30: 
Gestaltung "Deutsch-Deutscher Grenzweg"
Landtagsbeschluss vom 26. September 2003 - Drs. 15/2903
Bericht der Landesregierung
Von der Tagesordnung abgesetzt

Drucksache: 15/3163
-Plenarprotokoll-
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Top 18: 
Ziele und Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs
Antrag der Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Drucksache: 15/3153
-Plenarprotokoll-
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Deutsch-deutscher Grenzweg

Von der Tagesordnung abgesetzt

Hauptredner:

Hintergrund:
  SPD und Grüne möchten entlang des ehemaligen deutsch-deutschen Grenzstreifens einen Rad- und Wanderweg einrichten, um an die Spaltung Europas und deren Überwindung zu erinnern. Der ehemalige innerdeutsche Grenzbereich, das so genannte "Grüne Band", bietet hervorragende Voraussetzungen für ein Erholungsgebiet, da hier während des Kalten Kriegs keine Bebauung und Besiedlung vorgenommen wurde und dadurch ein natürlicher Zustand erhalten geblieben ist.
  Die Landesregierung beziffert die Kosten für eine derartige Erschließung der 132 km langen Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern auf 4,752 Millionen Euro. Für die Beschilderung des Weges setzt das Kabinett weitere 100.000 Euro Materialkosten an. Das Verkehrsministerium betont, dass der touristische Radwegebau in erster Linie Angelegenheit der Kreise sei, und ermutigt die beiden Anlieger, den Kreis Herzogtum Lauenburg und die Planungsregion Westmecklenburg, das Konzept weiter zu verfolgen.

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Schleswig-Holstein soll weiter
in die Pedale treten
Opposition kritisiert Kürzungen für den Radwegebau

Kiel (SHL). Bei der Förderung des Radverkehrs tritt Schleswig-Holstein kräftig in die Pedale. Der "Drahtesel" habe sowohl als alltägliches Fortbewegungsmittel wie auch im Fremdenverkehr einen hohen Stellenwert, betonte Verkehrs- und Tourismusminister Bernd Rohwer (SPD) in einem von Rot-Grün beantragten Regierungsbericht. Im Land gebe es ein Radwegenetz von über 15.000 Kilometern – das sei mehr als in Hessen und Baden Württemberg zusammen. Während die Koalitionsfraktionen diesem positiven Ausblick in die Zweirad-Zukunft am Donnerstag, 22. Januar 2004, zustimmten, übten CDU, FDP und SSW Kritik. Die Fahrrad-Förderpolitik des Landes befinde sich im Leerlauf, denn: Die Kürzungen beim Fernradwegebau sprächen eine andere Sprache als Rohwers vollmundige Ankündigungen.

Hermann Benker (SPD) bemerkte, dass 50 Prozent der Landesstraßen und 80 Prozent der Bundesstraßen im Lande Radwege hätten. Damit sei Schleswig-Holstein die Nummer eins der Flächenländer. Das Rad verbessere auch in den Städten die Lebensqualität, ergänzte Karl-Martin Hentschel (Grüne). Da ein Radfahrer die Kommune im Vergleich zu einem Autofahrer nur ein Zehntel der Investitionen koste, müsse der Staat hier aktiv eingreifen.

Opposition kritisiert Kürzung der Finanzmittel

Damit stieß er auf Kritik bei den Liberalen. Christel Aschmoneit-Lücke (FDP) warf der Regierung vor, die Menschen zu gängeln und zum Radfahren zwingen zu wollen. Zudem kürze sie die Mittel in diesem Bereich. Und Hans-Jörn Arp (CDU) fügte hinzu, Rot-Grün habe innerhalb von drei Jahren die Mittel für den Radwegebau von 22 Millionen Euro auf sieben Millionen gesenkt.

Eine Kontroverse entwickelte sich zum Verhältnis des Landes zu den Kommunen. Während Benker den Städten und Gemeinden mangelnde Bereitschaft zur Mitarbeit vorwarf, rechnete Arp vor, dass über 100 kommunale Anträge auf Genehmigung eines Radwegs vom Land noch nicht bearbeitet worden seien. Vor diesem Hintergrund forderte der SSW-Abgeordnete Lars Harms die Regierung auf, enger mit den Kreisen, Städten und Gemeinden zusammenzuarbeiten. Ansonsten seien die rot-grünen Pläne bis 2005 nicht realisierbar.

Der Antrag wurde an den Wirtschaftsausschuss zur abschließenden Beratung überwiesen.

Hintergrund:
  Das Fahrrad hat Zukunftspotenzial, sowohl als Verkehrsmittel als auch im Tourismus. Insbesondere in Ballungsräumen kann das Fahrrad zur Lösung von Verkehrsproblemen beitragen: Das Rad nimmt beim Parken nur ein Fünftel und beim Fahren nur ein Zehntel des Raumes in Anspruch, den ein Auto benötigt. Ein mit dem Fahrrad zurückgelegter Kilometer kostet die öffentliche Hand nur einen Cent, während ein Personenkilometer im Auto, im Bus oder in der Bahn das zehn- bis 20-fache kostet. Knapp die Hälfte der Deutschen nutzt das Fahrrad auch im Urlaub.
  Eine Voraussetzung für den Wechsel in den Sattel ist eine intakte Infrastruktur. Die Landesregierung verweist auf die wachsende Bedeutung des Fahrrades in den Städten sowie auf das Radfernwegenetz. Hier wurden als jüngste Maßnahme insgesamt 300.000 Euro Landes- und EU-Mittel an den Kreis Dithmarschen und das Amt Stapelholm gezahlt. Damit sollen thematisierte Radwege entlang des Nord-Ostsee-Kanals und der Wikingerroute an Eider, Treene und Sorge entstehen.
  Die CDU kritisiert demgegenüber, die Landeszuschüsse für den Radwegebau seien in den letzten drei Jahren erheblich gekürzt worden.

mehr Informationen: "plenum-online", Februar 2003
(www.sh-landtag.de/plenumonline/februar03/texte/
10_26_fahrrad_strandparken.htm)

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