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Auf
dieser Seite: Elternrechte
in Kitas – Elementarpädagogik/OECD
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Top 07:
Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Mitwirkungsrechte von
Elternvertretungen in Kindertagesstätten
Gesetzentwurf der Fraktion FDP – Drucksache 15/3852
Bericht und
Beschlussempfehlung des Sozialausschusses
(1. Lesung 132. Sitzung am 17. Dezember 2004) |
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Top 43:
Hochschulstudium im Bereich Elementarpädagogik
Antrag der Fraktion der FDP – Drucksache 15/3429
Bericht und Beschlussempfehlung des Sozialausschusses
(Ausschussüberweisung 116. Sitzung am 27. Mai 2004) |
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Aufruf gemeinsam mit: |
Top 66:
OECD-Länderbericht zur frühkindlichen
Betreuung, Bildung und Erziehung
Landtagsbeschluss vom 17. Dezember 2004 – Drs. 15/3856
Bericht der Landesregierung |
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Mitwirkungsrechte
von Eltern in Kitas: Am Anhörungsverfahren schieden sich
die Geister
Gesetzliche Verankerung
passiert
noch nicht den Landtag
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Kiel (SHL). Ein Gesetz zur stärkeren Mitwirkung
der Eltern in Kindertagesstätten wird es in Schleswig-Holstein
vorerst nicht geben. Mit den Stimmen der rot-grünen
Regierungskoalition lehnte der Landtag am Mittwoch, 26. Januar
2005, einen entsprechenden Gesetzesentwurf der FDP in Zweiter
Lesung ab. Allerdings sagten alle Fraktionen zu, nach einem
Anhörungsverfahren zügig erneut darüber zu beraten. Auch
Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) betonte,
grundsätzlich stimme sie der Absicht zu, den Stellenwert der
Elternvertretungen an Kitas über ein gesetzlich festgelegtes
Mitspracherecht zu erweitern. Allerdings müssten noch Fragen,
wie etwa Kosten-Aspekte, in einer Anhörung geklärt werden, was
auch bei der jetzigen Elternvertretung auf Verständnis
gestoßen sei. Die FDP vermutete in der Ablehnung eine indes
reine "Verzögerungstaktik". Eine Anhörung hätte
auch in einem kurzen Zeitraum stattfinden können.
Ziel der Liberalen war eine stärkere Position
der Eltern. Gemäß dem vorliegenden Entwurf sollte es in jedem
Kreis und jeder kreisfreien Stadt eine Eltern-Vertretung geben,
in Anlehnung an die Eltern-Beiräte der Schulen. Zudem sollte im
Gesetz eine Landes-Elternvertretung verankert werden, die vom
Familien-Ministerium gehört und informiert werden muss.
Für die Ablehnung des Gesetzes gebe es keine
inhaltlichen Gründe, sagte Ekkehard Klug (FDP). Der Erfolg
dieses Gesetzes passe Rot-Grün angesichts der Wahl nicht ins
Konzept. Auch Silke Hinrichsen vom SSW meinte, durch die
Aufschiebung des Gesetzes sei nichts gewonnen. Die
Landesregierung habe angekündigte Änderungen des Entwurfs
bisher noch nicht vorgelegt.
Der Zeitrahmen insbesondere für die Anhörung
sei zu eng gewesen, beharrte Astrid Höfs (SPD. Das Gesetz
betreffe nicht nur Zuständigkeiten des Landes, sondern auch die
der Kommunen und der Träger von Kitas; diese Betroffenen
müssten sorgfältig gehört werden. Auch Angelika Birk (Grüne)
verwies auf Fragen, die noch im Detail geklärt werden müssten.
Als Beispiel nannte sie die Stimmabgabe in den Vertretungen: Es
sei noch offen, ob beide Elternteile ein Stimmrecht bekommen
sollten. Dies würde Alleinerziehende benachteiligen. Zur Geduld
rief Werner Kalinka (CDU) auf: Die Ablehnung sei kein Beinbruch,
die Gesetzesinitiative sei gut und richtig, sie werde sich
durchsetzen.
Hintergrund:
Die FDP-Fraktion legt dem Landtag
einen Entwurf zur Änderung des
Kindertagesstättengesetzes vor, den das Parlament in
Erster Lesung berät. Ziel der Liberalen ist eine
stärkere Position der Eltern.
Künftig soll es in jedem Kreis und jeder
kreisfreien Stadt eine Eltern-Vertretung geben, in
Anlehnung an die Eltern-Beiräte der Schulen. Zudem soll
im Gesetz eine Landes-Elternvertretung verankert werden,
die von den Kreis- beziehungsweise Stadtgremien gewählt
wird und die vom Familien-Ministerium gehört und
informiert werden muss. Auch sollen die Eltern-Vertreter
die Möglichkeit erhalten, an den Sitzungen des örtlichen
Jugendhilfe-Ausschusses teilzunehmen.
Trotz überfraktioneller Einigkeit zu der
Stossrichtung des Entwurfs empfiehlt der Sozialausschuss
dem Plenum, basierend auf dem Votum von Rot-Grün, den
Gesetzentwurf noch nicht umzusetzen. Begründung: In der
auslaufenden 15. Legislaturperiode sei "ein
ernsthaftes Anhörungsverfahren" nicht mehr möglich
— "dieses sei jedoch unerlässlich, da im Bereich
der Kindertagesstätten Zuständigkeiten des Landes, der
Kommunen und privater Träger aufeinander treffen und
Fragen der Finanzierung der Elternvertretungen geklärt
werden müssen.
mehr
Informationen: plenum-online, Dezember
2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/dezember04/
texte/36_23_rauchschule_kitas.htm)
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Erzieher an
die Fachhochschulen
Landtag will
fundiertere frühkindliche
Bildungsangebote in Kitas
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Kiel (SHL). In Schleswig-Holstein sollen die
Erzieher in Kindertagesstätten mittelfristig auch an
Hochschulen ausgebildet werden und die Standards an den
Fachschulen (FH), wo die Ausbildung bisher stattfindet,
verbessert werden. Dies beschloss der Landtag mit großer
Mehrheit der Fraktionen von SPD, Grünen, FDP und SSW am
Donnerstag, 27. Januar 2005. Die Union lehnte den von der FDP
eingebrachten Antrag ab: Die bestehende FH-Ausbildung könne
effektiv – und
kostenneutraler –
verbessert werden. Die Debatte stützte sich auch auf die
Ergebnisse des OECD-Berichtes zur frühkindlichen Betreuung,
Bildung und Erziehung ("Baby-Pisa"). Hierzu lieferte
die Landesregierung auf Antrag von Rot-Grün einen Bericht.
Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) hob in
ihrem Bericht die positiven Merkmale der Kitas in Deutschland
hervor. Dazu gehöre beispielsweise die gute Ausstattung der
Kindergärten. Speziell in Schleswig-Holstein sei die
Sprachförderung im Vorschulalter vorbildlich, so Erdsiek-Rave.
Über eine bessere Ausbildung der Erzieher sei man sich dagegen
einig, zumal sich neue Herausforderungen etwa bei einer besseren
naturwissenschaftlichen Grundförderung im Vorschulalter
ergäben. Hier sei eine bessere Zusammenarbeit mit den
Hochschulen nötig.
Von ihrem Vorstoß erhoffen sich die Liberalen
eine kindgerechte Vorbereitung auf die Schule. Ekkehard Klug
(FDP) betonte, Bildung beginne bereits im Kindergartenalter.
Daher müsse auf ein kostenloses Betreuungsangebot für Kinder
im Vorschulalter hingearbeitet werden. Unerlässlich für eine
anspruchsvolle Bildungsarbeit sei ein Hochschulstudium für
Erzieher.
Lernverhalten in pädagogische Modelle
integrieren
Auch Astrid Höfs (SPD) betonte die Stärken der
frühkindlichen Betreuung und Erziehung im Land. Allerdings
müsse das Angebot qualitativ und vor allem quantitativ
verbessert werden, um die Chancengleichheit besonders für
Frauen im Berufsleben zu erhöhen.
Für die CDU erteilte Jost de Jager einer
Ausbildung von Erziehern an Hochschulen eine Absage.
Verbesserungen in der Qualität der Betreuung könnten auch
durch die Fachschulen erreicht werden. Andernfalls kämen
höhere Personalkosten auf die Träger von Kindergärten zu.
Eine qualifizierte Betreuung für unter Sechs-Jährige gebe es
nicht zum Nulltarif, beschied auch Anke Spoorendonk (SSW).
Generell unterstützte sie aber neben weiteren
berufsbegleitenden Weiterbildungs-Maßnahmen für Erzieher das
Hochschulstudium Elementarpädagogik. Angelika Birk (Grüne) sah
in einer Hochschulausbildung neue Chancen, wichtige Erkenntnisse
über das Lernverhalten von Kindern in pädagogische Modelle
einfließen zu lassen.
Hintergrund der Debatte war das schlechte
Abschneiden sowohl deutscher Schüler als auch deutscher Kitas
im internationalen Vergleich. Die OECD hatte angemahnt, in
Deutschland mehr in die Qualität der Betreuung und Bildung von
Kindern im Vorschulalter zu investieren. Die Kritik betraf vor
allem die westdeutschen Bundesländer. Dort gäbe es
beispielsweise nur für 2,7 Prozent der unter Drei-Jährigen
Krippenplätze. Zudem sei das Niveau der Ausbildung im gesamten
Erziehungswesen zu niedrig. Neben der FDP unterstützt auch der
schleswig-holsteinische Verband der Gewerkschaft Erziehung und
Wissenschaft (GEW) ein Studium für Kindergärtner. Als
Standorte kämen die Universität Flensburg oder die FH Kiel in
Frage. Bisher ist Bremen das einzige Bundesland, in dem Erzieher
eine akademische Ausbildung an der Uni erhalten können.
Hintergrund:
Nach Willen der FDP-Fraktion sollen Erzieher in
schleswig-holsteinischen Kindertagesstätten (Kita) an
einer Hochschule ausgebildet werden. Die Liberalen
reagieren mit diesem Vorstoß auf das schlechte
Abschneiden deutscher Schüler bei der internationalen
Schul-Vergleichsstudie PISA und erhoffen sich eine
kindgerechte Vermittlung von Bildungsinhalten in den Kita
als Vorbereitung auf die Schule. Nach Vorstellung der FDP
soll der neue Studiengang an der Universität Flensburg
angesiedelt und mit den dortigen Angeboten im Bereich der
Grundschulpädagogik verzahnt werden. Einen ähnlichen
Studiengang gibt es bereits an der Uni Bremen. Auch in
vielen anderen EU-Ländern ist die Ausbildung von
Erziehern an Hochschulen üblich.
Der federführende Sozialausschuss übergibt dem
Landtag eine leicht veränderte Fassung des FDP-Papiers:
Der Ausschuss spricht sich dafür aus, neben der
herkömmlichen Erzieher-Ausbildung "mittelfristig"
die Möglichkeit für ein Hochschulstudium in diesem
Bereich zu schaffen. Dies soll in Abstimmung mit den
anderen norddeutschen Bundesländern geschehen.
Außerdem berichtet die
Landesregierung dem Landtag über die Ergebnisse des
OECD-Länderberichts zur frühkindlichen Betreuung,
Bildung und Erziehung. Die OECD hatte im November die so
genannte "Baby-PISA-Studie" vorgelegt und mit
Blick auf die Ergebnisse in Deutschland mehr Investitionen
in frühkindliche Bildung und mehr Qualität bei der
Ausbildung von Kindergarten-Erziehern angemahnt. Die
Studie, die sich auf Kinder von der Geburt bis zum
Grundschulalter bezieht, basiert auf Daten aus fünf
Bundesländern. Schleswig-Holstein ist nicht dabei.
Landesweit gibt es 1.635 Kindertageseinrichtungen mit fast
94.000 Plätzen.
mehr
Informationen: plenum-online, Mai
2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/mai2004/
texte/21_31_elemtarpaedagogik_suchthilfe.htm)
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