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Top 25: 
Infrastruktur ausbauen — Schleswig-Holstein aufbauen
Antrag der Fraktion der FDP
Antrag der Fraktionen von SPD und Grünen - Drs. 15/3961neu
Änderungsantrag der Abgeordneten des SSW - Drs. 15/3965
Antrag der Fraktion der CDU - Drs.
15/3966

Drucksache: 15/3913
-Plenarprotokoll-
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Top 39: 
Zur Bahnreform und zum Schienenpersonennahverkehr in Schleswig-Holstein
Antrag der Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 15/3430(neu)
Bericht und Beschlussempfehlung des Wirtschaftsaus- schusses (Ausschussüberweisung 116. Sitzung 27. Mai 2004)
Drucksache: 15/3843(neu)
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Top 60: 
Bahnverbindung Kiel - Hamburg
Antrag der Fraktion der FDP – Drucksache 15/3740
Mündlicher Bericht der Landesregierung
Bericht und Beschlussempfehlung des Wirtschaftsaus- schusses  (1. Lesung 132. Sitzung am 17. Dezember 2004)
      von der Tagesordnung abgesetzt
Drucksache: 15/3940
       Aufruf gemeinsam mit:
Top 64: 
Finanzierung eines Ausbaus des Flugplatzes Kiel-Holtenau
Antrag der Fraktion der FDP – Drucksache 15/1053
Bericht und Beschlussempfehlung des Wirtschaftsaus- schusses (Ausschussüberweisung 35. Sitzung 11. Juli 2001)
       von der Tagesordnung abgesetzt
Drucksache: 15/3944
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Verkehrsprojekte: Rot-Grün steht im Landtag Seite an Seite
FDP-Fraktionschef bezichtigt die Grünen der "Lüge"

Kiel (SHL). SPD und Grüne im Landtag lassen sich rund drei Wochen vor der Landtagswahl verkehrspolitisch nicht öffentlich auseinanderdividieren: In einer von den Liberalen initiierten Debatte zum Ausbau der Infrastruktur forderte Rot-Grün am Donnerstag, 27. Januar, demonstrativ Seite an Seite den Weiterbau der A 20 über Bad Segeberg hinaus, inklusive zweiter Elbquerung. Auch der Bau einer festen Fehmarn-Belt-Querung wird von der Regierungskoalition befürwortet, sofern sich ein Privatinvestor für den Bau findet. Die von Hamburg geforderte Elbvertiefung will Rot-Grün nur unterstützen, wenn die Prüfung von Umweltverträglichkeit und Hochwasserschutz positiv ausfällt. Eine Position mit dreiwöchigem Verfallsdatum, argwöhnte die Opposition mit Blick auf die Landtagswahl. Angesichts gegenteiliger Äußerungen von grünen Spitzenpolitikern warfen CDU und FDP Rot-Grün Betrug am Wähler vor.

Der Antrag von SPD und Grünen stelle das Gegenteil dessen dar, was die Grünen in ihrem Wahlprogramm forderten, kritisierte Wolfgang Kubicki (FDP): Dort werde der Weiterbau der A20 ebenso abgelehnt, wie die feste Fehmarn-Belt-Querung und die Elbvertiefung. Der Fraktionschef der Liberalen bezichtigte die Grünen der "Lüge". "Den Bürgern in diesem Lande wird Lug und Betrug vorgemacht und nach der Wahl geschieht gar nichts", meinte auch Uwe Eichelberg (CDU). Rot-Grün habe zwar eine gemeinsame Position zum Ausbau vorgelegt, tatsächlich verhinderten die Grünen aber eine "vernünftige Verkehrsinfrastruktur" für das Land. Auch Lars Harms (SSW) kritisierte die Fraktion der Grünen: "Es gibt kein besseres Beispiel, wo Handeln und Reden derart auseinander fallen." 

Grüne verweisen auf Koalitionsvereinbarung

Ein kleinerer Koalitionspartner werde sich nie hundertprozentig mit seinen Vorstellungen im Regierungsprogramm wiederfinden, wies der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Karl-Martin Hentschel, die Kritik zurück und konterte seinerseits, in dem er Schwarz-Gelb Zerstrittenheit vorwarf. Während es die Koalition geschafft habe, eine gemeinsame Position zum Thema einzubringen, hätten CDU und FDP hingegen zwei verschiedene Anträge vorgelegt. Rot-Grün habe verlässliche Partnerschaft gezeigt, meinte auch Bernd Schröder (SPD) unter Verweis auf eigene Erfolge in der Infrastrukturpolitik, wie die Schließung der Elektrifizierungslücke auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Dänemark. In der Vergangenheit sei es zudem gelungen, zahlreiche wichtige Verkehrsprojekt in Brüssel und Berlin in den Fokus zu rücken.

Verkehrsminister Bernd Rohwer (SPD) betonte noch einmal die Notwendigkeit der drei Großprojekte A20, Fehmarn-Belt-Querung und Elbvertiefung für die Wirtschaft im Norden und freute sich über die in der Sache weitgehende Einigkeit unter den Fraktionen. "Vernunft setzt sich durch", konstatierte der Minister. Die Einigkeit in der Sache zeigte sich auch bei der abschließenden Abstimmung: Der rot-grüne Änderungsantrag zum Ursprungsantrag der FDP wurde mit den Stimmen von SPD, CDU, Grünen und FDP angenommen. FDP und CDU hatten ihre Anträge zum Thema zuvor zurückgezogen. Allein der SSW hielt an seinem Ursprungsantrag fest: Die Partei der dänischen Minderheit lehnt den Bau einer festen Fehmarn-Belt-Querung grundsätzlich ab. Daneben hatte der SSW die Sicherung des Flughafens Lübeck-Blankensee und einen schnellen Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals gefordert.

Hintergrund:
  Die FDP fordert den Ausbau der schleswig-holsteinischen Verkehrsinfrastruktur. SPD und Grüne haben kurz vor der Tagung einen weiteren Antrag vorgelegt. Beide Anträge zielen insbesondere auf drei Großprojekte:
  • die Autobahn A 20 soll das Land vom Anschluss an die A 22 aus Richtung Wilhelmshaven über die Elbquerung bei Glückstadt bis zur Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern südlich von Lübeck durchlaufen. Richtung Osten reicht die Ostseeautobahn parallel zur Küste über Wismar, Rostock, Jarmen und Neubrandenburg nach Prenzlau. Fertigstellungstermin ist voraussichtlich das Jahr 2016. Das Projekt ist im Bundesverkehrswegeplan als vordringlicher Bedarf aufgeführt. Die A 20 gilt als wichtiges Infrastrukturprojekt für den norddeutschen Küstenraum und als Ost-West-Achse im zusammenwachsenden Europa. Umweltschützer und einige Grünen-Vertreter protestieren gegen einige Teilabschnitte der Autobahn.
  • Die feste Fehmarnbelt-Querung: Mit dem Bau einer Straßen- und Eisenbahnverbindung von Puttgarden auf Fehmarn zur dänischen Insel Lolland soll den wachsenden Verkehrsströmen Rechnung getragen werden, die auf der "Vogelfluglinie" innerhalb der nächsten zehn bis 15 Jahre schätzungsweise um 50 Prozent ansteigen werden. Bei der Finanzierung, die voraussichtlich ein Volumen von drei Milliarden Euro haben wird, spricht sich die Landesregierung für die Gründung einer eigenen Gesellschaft aus. Diese Investitionsform hat sich bereits bei der Großen Belt- und der Öresundquerung bewährt. Die EU misst dem Vorhaben große Bedeutung bei und würde sich mit großen Summen engagieren. Kritiker des Plans befürchten wirtschaftliche Nachteile für den Raum Ostholstein.
  • Die geplante Vertiefung der Unterelbe zwischen Hamburg und der Nordsee soll neuesten Containerschiffen den Zugang zum Hafen der Hansestadt ermöglichen. Die Planungen sehen vor, dass Schiffe mit einem Tiefgang von 14,50 m in einem etwa zweistündigen Zeitfenster entgegen der auflaufenden Tide den Hafen verlassen können. Bisher ist der Hamburger Hafen für Schiffen mit maximal 13,50 m Tiefgang zugänglich. Für das zweijährige Bauprojekt, das 2007 begonnen werden soll, müssten rund 33 Millionen Kubikmeter Abraum ausgehoben werden. Die Kosten werden auf 320 Millionen Euro geschätzt. Umweltschützer fordern einen Planungsstopp und verweisen auf negative Auswirkungen auf den Sauerstoffgehalt des Flusses, die die letzte Vertiefung 1999 verursacht hätten.

 fordert Rot-Grün, an den im Bundesverkehrswegeplan beschlossenen Prioritäten im Straßenbau und Schienenausbau festzuhalten und unterstützt eine Elbvertiefung unter Berücksichtigung ökologischer Belange

mehr Informationen: plenum-online, August 2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/august2004/
texte/16_32_schiffssicherheit_verkehr.htm)

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Bahnverkehr

Von der Tagesordnung
abgesetzt

Hauptredner:

Hintergrund:
  Der Landtag beschäftigt sich mit drei Aspekten der Verkehrspolitik.
  • SPD und Grüne haben im Mai 2004 mit Blick auf die Zukunftspläne der Deutschen Bahn AG (DB) unter anderem den Erhalt des öffentlichen Einflusses auf das Schienennetz, den Ausbau von Strecken wie Lübeck-Hamburg und Kiel-Hamburg sowie die bessere Koordinierung von Fahrplänen und Tarifen zwischen DB und privater Konkurrenz gefordert. Der Wirtschaftsausschuss empfiehlt dem Plenum, den Antrag in geänderter Form anzunehmen. Der Ausschuss spricht sich unter anderem dafür aus, den gesamten Schieneverkehr im Lande zu privatisieren. Zudem fordert er die DB auf, ihre Bahnhöfe zu modernisieren und für eine bessere Zuganbindung der schleswig-holsteinischen Ferienorte an die Ballungsräume in Nordrhein-Westfalen und Bayern zu sorgen.
  • Die FDP spricht sich für eine Bahn-Anbindung Kiels an den Großflughafen Hamburg-Fuhlsbüttel aus. Die Liberalen greifen damit einen Vorschlag der Grünen-Fraktion und des Fahrgastverbandes „Pro Bahn" auf, die mit einem solchen „Metro-Express" die bisher fehlende durchgehende Schienenverbindung durch die dicht besiedelte Region zwischen Neumünster und Norderstedt schaffen wollen. Der Wirtschaftsausschuss unterstützt diesen Plan.
  • Erneut steht die Frage nach dem Ausbau des Flughafens Kiel-Holtenau auf der Tagesordnung. Grundlage ist ein von der FDP beantragter mündlicher Regierungsbericht aus dem Juli 2001, in dem Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) sich unter anderem für Geschäfts- und Linienflüge, aber gegen Charterflüge ausgesprochen hatte.

mehr Informationen: plenum-online, Dezember 2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/dezember04/
texte/27_45_bahn_laendlraum.htm)
mehr Informationen: plenum-online, Mai 2004
(www.sh-landtag.de/plenumonline/mai2004/texte/22_bahnreform.htm)

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