In Kürze: Meldungen3 (Themen ohne Aussprache) 

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Landes-Rundfunkgesetz, 2. Lesung (Top 18; Drs. 15/3833, 15/3925);  NDR-Staatsvertrag, 1. u. 2. Lesung (Top 21; Drs. 15/3899, 15/3954); Übertragungskapazität Rundfunk (Top 23; Drs. 15/3900); Digitalradio DAB (Top 58; Drs. 15/3597, 15/3927); Technik/Gentechnologie (Top 47;  Drs. 15/523 u. 15/2736, 15/3902)


  Landes-Rundfunkgesetz: Große Privatsender wie RTL und Sat 1 müssen auch künftig werktags im Vorabendprogramm 30 Minuten lang Neuigkeiten aus dem Land zwischen Nord- und Ostsee ausstrahlen: Dies schreibt der Entwurf zur Änderung des Rundfunkgesetzes für das Land Schleswig-Holstein vor, den der Landtag am Freitag, 28. Januar 2005, mit den Stimmen von Rot-Grün und SSW gebilligt hat. Die FDP lehnte den Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen ab. Die Fraktion der CDU enthielt sich. Die Privatsender müssen zudem die redaktionelle Unabhängigkeit bei der Produktion der Regionalfensterprogramme garantieren.

mehr Infos: plenum-online, Dezember 2004

 

  Übertragungskapazität Rundfunk: Die Ausstrahlung der Rundfunkprogramme des NDR über die UKW-Frequenzen 105,8 und 89,2 sowie 90,1 und 107,0 MHz für den nordfriesischen Standort Garding hat der Landtag genehmigt. Die Parteien stimmten einem entsprechenden Antrag der Landesregierung zu. Darüber hinaus wird der Standort Lauenburg künftig "DeutschlandRadio" (DLR) über die UKW-Frequenz 95,8 MHz empfangen können.

 

 

  NDR-Staatsvertrag:  Nach Niedersachsen hat auch Schleswig-Holstein eine Fristverlängerung für den Staatsvertrag über den Norddeutschen Rundfunk (NDR) beschlossen. Der Landtag billigte am Freitag einstimmig die Vereinbarung der Ministerpräsidenten der vier NDR-Länder, die Kündigungsfrist von Ende Februar bis zum 31. Juli 2005 zu verlängern. Dadurch wollen die Landesregierungen Zeit gewinnen, um über Wünsche Niedersachsens nach Änderungen zu verhandeln. Andernfalls wäre die Kündigungsfrist Ende Februar abgelaufen, der Vertrag hätte sich automatisch bis 2012 verlängert.
  Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) verspricht sich mehr NDR-Berichte aus seinem Bundesland. Die Regierungschefs von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Heide Simonis und Harald Ringstorff (beide SPD), vermuten hingegen, dass es Wulff vor allem um politische Einflussnahme auf den Sender geht. Dem Vernehmen nach will Niedersachsen unter anderem durchsetzen, dass die Hälfte des zwölfköpfigen Verwaltungsrates nicht mehr vom Rundfunkrat gewählt, sondern von den Landesregierungen berufen wird.
  Das SPD-PDS-Kabinett Mecklenburg-Vorpommerns hat ebenfalls bereits grünes Licht für eine Verlängerung der Kündigungsfrist gegeben, der Schweriner Landtag muss jedoch noch zustimmen. Vierter im Bunde ist die Hansestadt Hamburg.

  Digitalradio: Der Landtag hat sich einmütig auf Antrag von Rot-Grün gegen eine finanzielle Unterstützung des digitalen Radios (DAB/Digital Audio Broadcasting) ausgesprochen und von der Landesregierung ein Moratorium bei Investitionen aus Gebührenmitteln verlangt. Erst müsse die Akzeptanz und die Wirtschaftlichkeit der neuen Technik sichergestellt werden. Bislang waren bis zum Sommer des vergangenen Jahres bundesweit rund 80.000 DAB-Geräte verkauft worden. Das sind 0,03 Prozent aller Radioempfänger. ARD und öffentliche Haushalte haben gegenwärtig 270 Millionen Euro in die neue Technik investiert.

mehr Infos: plenum-online, August 2004

  Technologie/Gentechnik: In einem aktuellen Bericht favorisiert die Landesregierung die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für die Technikfolgenabschätzung (TA). Das Papier setzt sich mit verschiedenen Modellen der Risiko- und Chancenbewertung moderner Forschung und Technik auseinander. Anlass des Berichtes war ein Antrag von Rot-Grün vom vergangenen Sommer, in dem die Regierungsfraktionen die Einrichtung einer TA-Stelle für Gentechnologie an einer schleswig-holsteinischen Universität gefordert hatten. Im Zentrum der Technikfolgenabschätzung soll laut Maßgabe des Umweltministeriums die Weiterentwicklung Schleswig-Holsteins als Wissenschafts- und Technologiestandort sowie als attraktiver Lebensraum stehen. Der Landtag nahm das Papier zur Kenntnis.

 mehr Infos: plenum-online, Juni 2003


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