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Top 05 :
Zukunft des Verkehrslandeplatzes Holtenau?
Antrag der Fraktion der FDP – Drs. 16/390
      Aufruf gemeinsam mit:

Top 18 :
Anbindung von Kiel an den Flughafen Hamburg sicherstellen
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen – Drs. 16/509neu

Kiel-Holtenau: Nach Ausbau-Stopp neue Gedankenspiele

Grüne erneuern Forderung nach direkter
Bahnverbindung von Kiel zum Hamburger Airport

Kiel (SHL/lno/25.01.) Der Ausbau des Flughafens Kiel-Holtenau ist seit Dienstag vom Tisch, die Gedankenspiele um die Zukunft des Airports gehen weiter: Verkehrsminister Dietrich Austermann (CDU), der vor dem Plenum noch einmal betonte, "wir wollen einen weiteren Ausbau des Flughafens nicht unterstützen", hofft jetzt auf die Wiederbelebung des "kleinen" Linienflugverkehrs in der Landeshauptstadt . So werde es im Frühjahr wieder Flugverbindungen von Kiel-Holtenau nach Berlin-Tempelhof und Frankfurt geben; über eine Linie nach Frankfurt werde derzeit verhandelt. Hinsichtlich der wiederholt von den Grünen geforderten Anbindung an den Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel versprach er, "alles zu überprüfen, um die Situation zu verbessern." Sinn mache solch eine Verbindung aber nur, wenn der Zeitgewinn erheblich sei, so Austermann.

Der Grünen-Politiker Klaus Müller hatte die Landesregierung per Antrag unter anderem aufgefordert, zügig eine Machbarkeitsstudie für einen "Metroexpress" in Auftrag zu geben, für eine schnelle Schienenverbindung zwischen Kiel, Neumünster, Kaltenkirchen, Norderstedt, Hamburg Flughafen und Hauptbahnhof. Zudem müsse die Busverbindung Kiel-Fuhlsbüttel gestärkt und das Einchecken in Kiel ermöglicht werden, regte der FDP-Abgeordnete Heiner Garg an und forderte ein norddeutsches Verkehrskonzept ein.

CDU: Bahnverbindung nicht seriös finanzierbar

Obgleich die Abgeordneten parteiübergreifend die Entscheidung des schwarz-roten Kabinetts, die Ausbaupläne ad acta zu legen, als mutigen Schritt würdigten, warf die Debatte erneut politische Gräben auf: Hans-Jörn Arp (CDU), der eine Bahnverbindung für "nicht seriös finanzierbar" erachtete, warf den Grünen eine Fundamental-Opposition in Sachen Infrastrukturpolitik vor. Ein Ausbau hätte neue Arbeitsplätze und Impulse in und um Kiel herum gebracht. Allerdings räumte der Christdemokrat ein, dass eine rentable Bewirtschaftung eines ausgebauten Holtenau Airports nur mit Charterverkehr möglich gewesen wäre. Müller wies die Vorwürfe zurück: Nicht die Grünen, sondern eine Studie hätte den Ausbau zu Fall gebracht. Die Marktsituation habe sich in den letzten Jahren zu Ungunsten von Holtenau geändert. 

SPD: Stadt Kiel hat sich nicht genug eingesetzt

Für die Wahrung der Entwicklungschancen der K.E.R.N-Region wäre der Ausbau des Flughafens notwendig gewesen, bedauerte Bernd Schröder (SPD) das Ende der Ausbaupläne. Der Sozialdemokrat warf der Stadt Kiel vor, sich nicht genug für den die Erweiterung des Flughafens eingesetzt zu haben. "Wie andere kleine Regionalflughäfen hat auch Kiel-Holtenau weiterhin eine Chance, wenn man sich umstellt, Nischen aufspürt und bedarfsgerechte und flexible Angebote macht", schaute Schröder in die Zukunft.

"Ein oder zwei Linien machen den Flughafen Holtenau nicht rentabel", bremste Lars Harms (SSW). Auch mit Subventionen sei das nicht möglich. Eines müsse mit Blick auf die Ausbau-Debatte klar sein: "Luftschlösser, die unwirtschaflich sind, und auch noch die Umwelt belasten, sollten der Vergangenheit angehören. Man kann den Wirtschaftsraum Kiel viel bedarfsgerechter wie etwa mit Bus und Bahn anbinden."

Der Bericht des Ministers und Antrag der Grünen für eine Bahn-Anbindung Kiels an den Hamburger Airport Fuhlsbüttel wurden an den Wirtschaftsausschuss überwiesen.


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