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Betriebliche Ausbildung in Schleswig-Holstein stärken – Prioritäten setzen
(Landtagsbeschluss vom 2. September 2005 – Drs. 16/209neu)
Bericht der Landesregierung – Drucksache 16/322
Bericht und Beschlussempfehlung des Bildungsausschusses
(Ausschussüberweisung am 11. November 2005)
      
Neu: ohne Aussprache
Drucksache: 16/434

Positive Ausbildungsbilanz

Kiel (SHL/27.01.) Die Ausbildungssituation für Jugendliche in Schleswig-Holstein hat sich im vergangenen Jahr verbessert. Nach einem von Union und SPD beantragten Bericht der Landesregierung sind im Land zwischen den Meeren 18.583 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden. Allein 9.755 Ausbildungsverhältnisse kamen über Betriebe der Industrie- und Handelskammer zustande. Das bedeutet – laut IHK-Statistik – eine Steigerung um einen Prozentpunkt. Allerdings waren Anfang Oktober noch 865 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. Gleichzeitig waren zu diesem Zeitpunkt 550 Plätze noch nicht besetzt. Mit dieser Bilanz steht Schleswig-Holstein im Bundesvergleich an der Spitze. Ein Grund für diesen Spitzenplatz ist das Bündnis für Ausbildung, in dem seit 1997 Wirtschaftskammern, Arbeitsagenturen und Gewerkschaften zusammenarbeiten. Das Plenum nahm den Bericht ohne Aussprache zur Kenntnis.

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Hintergrund:
  Die Landesregierung legt dem Landtag einen von CDU und SPD beantragten Bericht zur Ausbildungssituation im Lande vor.
  In Schleswig-Holstein sind demzufolge im vergangenen Jahr 18.583 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden. Anfang Oktober 2005 waren noch 865 Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle. Gleichzeitig waren 550 Plätze noch nicht besetzt. Mit dieser Bilanz steht Schleswig-Holstein im Bundesvergleich an der Spitze. Ein Grund für diesen Spitzenplatz ist das Bündnis für Ausbildung, in dem seit 1997 Wirtschaftskammern, Arbeitsagenturen und Gewerkschaften zusammenarbeiten. Demgegenüber kritisiert der DGB, die Zahl der unversorgten Jugendlichen sei im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent gestiegen, während die Zahl der gemeldeten Lehrstellten gleichzeitig gesunken sei.
  Die Landesregierung verweist darauf, dass im Rahmen des "Sofortprogramms für mehr Ausbildung und Qualifizierung" aus Landesmitteln 17 Ausbildungs-Akquisiteure bei den Industrie- und Handwerkskammern sowie anderen Trägern bezahlt werden. Diese hätten bis Ende September mit 8.200 Betrieben Kontakt aufgenommen und dabei 1.300 Ausbildungsplätze für das laufende Jahr sowie 390 Plätze für 2006 eingeworben. Hinzu kommen 900 Stellen für die so genannte Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ). In der Landesverwaltung haben laut dem Bericht im Vorjahr 1.837 Jugendliche eine Ausbildung begonnen.
  Für die kommenden Jahre ist mit einem Anstieg der Schulabgängerzahlen zu rechnen. So werden 2006 insgesamt 33.000 junge Menschen ins Berufsleben einsteigen. Das sind 1.200 mehr als in diesem Jahr. Ein Rückgang der Schulabgängerzahlen ist nach Regierungsangaben erst 2014 zu erwarten. Vor diesem Hintergrund will die Landesregierung ein "Aktionsprogramm Ausbildung" auflegen.
  Der Bildungsausschuss empfiehlt dem Plenum, den Bericht zur Kenntnis zu nehmen.

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