Auf dieser Seite: Trilaterale Wattenmeer-Konferenz  –  Energiekosten

xxx

Top 31: 
Bericht über die Trilaterale Wattenmeerzusammenarbeit
Landtagsbeschluss vom 11. November 2005 – Drs. 16/306
Federführend ist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

Drucksache: 16/418
-Plenarprotokoll-
  zum Text


Top 32: 
Schutz vor überhöhten Energiekosten
Landtagsbeschluss vom 11. November 2005 – Drs. 16/360
Federführend ist das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr
       Neu: ohne Aussprache
Drucksache: 16/419
  zum Text
t

Landtag bekräftigt Anmeldung
zum Weltnaturerbe Wattenmeer

Trilaterale Zusammenarbeit bietet "große Chancen"

Kiel (SHL/27.01.) Die Landesregierung hat sich zur Fortsetzung der trilateralen Wattenmeerzusammenarbeit bekannt. Es sei eine "große Chance für den Norden, die Wattenmeerarbeit zu gestalten", da Deutschland die nächsten vier Jahre den Vorsitz habe, erklärte Umweltminister Christian von Boetticher (CDU) in einem von dem SSW geforderten Bericht. Hauptanliegen sei es, bei der UNESCO bis 2007 die Ausweisung das Wattenmeeres als Weltnaturerbe zu beantragen. Der Bericht wurde an den Umwelt- und Agrarausschuss  sowie den Wirtschaftsausschuss überwiesen.

Die positiven Auswirkungen einer Ausweisung als Weltnaturerbe für den Tourismus wurden von allen Fraktionen hervorgehoben. Die FDP warnte in diesem Zusammenhang davor, die Landwirtschaft und Fischerei an der Westküste nicht zu vernachlässigen. Kritisch äußerten sich SPD und Grüne über die ursprünglich angedachten Pläne zur Kommunalisierung der Wattenmeer-Regionen: Dies wäre "ein Stück aus dem Tollhaus gewesen."

Die "trilaterale Zusammenarbeit zum Schutz des Wattenmeeres" der Niederlande, Dänemarks und der Bundesrepublik Deutschland basiert auf einer gemeinsamen Erklärung aus dem Jahre 1982. Grundgedanke ist, dass es sich beim Wattenmeer um einen einzigartigen, schützenwerten Lebensraum handelt, der eine grenzüberschreitende ökologische Einheit darstellt. Die Partner arbeiten auf verschiedenen Ebenen zusammen, unter anderem auf den alle drei bis vier Jahre stattfindenden Regierungskonferenzen sowie in einem gemeinsamen Sekretariat mit Sitz in Wilhelmshaven.

Weitere Hauptredner: Lars Harms (SSW), Axel Bernstein (CDU), Detlef Buder (SPD), Günther Hildebrand (FDP), Karl-Martin Hentschel (Grüne)

 Druckversion

zurück zum Textanfang / Seitenanfang 

Hintergrund:
  Die Landesergierung berichtet auf SSW-Initiative über den Stand der Trilateralen Wattenmeer-Zusammenarbeit.
  Die "trilaterale Zusammenarbeit zum Schutz des Wattenmeeres" der Niederlande, Dänemarks und der Bundesrepublik Deutschland basiert auf der "Gemeinsamen Erklärung zum Schutz des Wattenmeeres" aus dem Jahre 1982. Grundgedanke ist, dass es sich beim Wattenmeer um einen einzigartigen, schützenwerten Lebensraum handelt, der eine grenzüberschreitende ökologische Einheit darstellt. Die Partner arbeiten auf verschiedenen Ebenen zusammen, unter anderem auf den alle drei bis vier Jahre stattfindenden Regierungskonferenzen sowie in einem gemeinsamen Sekretariat mit Sitz in Wilhelmshaven. Auf der letzten Regierungskonferenz, die im November auf der niederländischen Insel Schiermonnikoog stattfand, wurden unter anderem folgende Ziele in einer gemeinsamen Erklärung ins Auge gefasst:
  • Deutschland und die Niederlande streben die Auszeichnung des Wattenmeeres als UNESCO-Welterbe an. Ein offizieller Antrag soll bis Ende 2007 gestellt werden. Hierüber soll in Schleswig-Holstein in den nächsten Monaten eine gemeinsame Position mit den betroffenen Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen gefunden werden. Dort gibt es Bedenken wegen möglicher Nutzungseinschränkungen durch die UNESCO-Auszeichnung.
  • Beim Thema Schiffssicherheit drängt die Konferenz auf weitere Fortschritte. Hier konnte erreicht werden, dass die Internationale Schifffahrtsorganisation IMO das Wattenmeer seit 2002 als "besonders empfindliches Meeresgebiet" anerkennt.
  • Die drei Partner streben eine verbesserte Kooperation bei der Umsetzung von EU-Richtlinien an, die das Wattenmeer betreffen. Dies soll zum Beispiel für die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie, die Vogelschutz-Richtlinie und die Wasser-Rahmenrichtlinie gelten.
  • Die Konferenz begrüßt die Ausweisung von Offshore-Windparks in der Nordsee, spricht sich jedoch gegen weitere Anlagen in der Nachbarschaft des Wattenmeers aus.

zurück zum Seitenanfang

tt

Gas- und Strompreise im Land vergleichsweise niedrig

Kiel (SHL/27.01.) Einem Bericht der Landesregierung zum Schutz der Verbraucher vor zu hohen Energiekosten zufolge weist Schleswig-Holstein im Vergleich der 16 Bundesländer niedrige Gas- und Strompreise auf. So liegt der Gaspreis im Norden laut dem Bericht zwei Prozent unter dem Bundesdurchschnitt – Schleswig-Holstein belegt damit Rang vier auf der bundesweiten Skala. Das Landeskartellamt hat die 39 Gasversorger im Lande nach ihren Preisen befragt und dabei zum Teil erhebliche Unterscheide zwischen den einzelnen Anbietern festgestellt. Die Versorger, die von ihren Kunden Höchstpreise verlangen, will das Ministerium "ansprechen". Bei den Strompreisen zahlen Privatkunden in Schleswig-Holstein 6,7 Prozent weniger, Unternehmen zahlen 10,5 Prozent weniger als im Bundesdurchschnitt. Das Land belegt damit zweite Plätze, jeweils hinter Niedersachsen.

Grundsätzlich spricht sich die Landesregierung für mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt aus. Der Bericht führt aus, dass im Lande seit der Liberalisierung der Energiemärkte 1998 fünf Prozent der Privathaushalte und sieben Prozent der Industriekunden den Anbieter gewechselt haben. Eine noch höhere Wechsel-Bereitschaft, so der Bericht, würde die Versorgungsunternehmen zu attraktiveren Preisen bewegen.

Zugleich verweist die Landesregierung auf den geringen Einfluss, den die Landespolitik auf die Energiepreise habe. Während der Ölpreis an den Märkten in New York, London und Rotterdam festgelegt werde, ist für die Aufsicht über die vielfach kritisierte Anbindung des Gaspreises an den Ölpreis das Bundes-Kartellamt in Berlin zuständig. Das Plenum überwies den von CDU, SPD und FDP beantragten Bericht an den Wirtschafts- und den Sozialausschuss.

Laut dem Statistischen Bundesamt sind die Strompreise für Industriekunden im August letzten Jahres im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,3 Prozent gestiegen. Der Gaspreis für Privatkunden hat sich um 9,1 Prozent erhöht. Die Eigentümer-Schutzgemeinschaft Haus & Grund geht sogar von einer Erhöhung des Gaspreises im Laufe des vergangenen Jahres von 20 Prozent im Bundesdurchschnitt aus. Im Ganzen müssen die deutschen Haushalte nach dieser Rechnung mit einer Mehrbelastung von 3,8 Milliarden Euro rechnen.

 Druckversion

zurück zum Textanfang / Seitenanfang 

Hintergrund:
  Auf Antrag von CDU, SPD und FDP berichtet die Landesregierung über ihre Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher vor zu hohen Energiekosten.
  Laut dem Statistischen Bundesamt sind die Strompreise für Industriekunden im August letzten Jahres im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,3 Prozent gestiegen. Der Gaspreis für Privatkunden hat sich um 9,1 Prozent erhöht. Die Eigentümer-Schutzgemeinschaft Haus & Grund geht sogar von einer Erhöhung des Gaspreises im Laufe des vergangenen Jahres von 20 Prozent im Bundesdurchschnitt aus. Im Ganzen müssen die deutschen Haushalte nach dieser Rechnung mit einer Mehrbelastung von 3,8 Milliarden Euro rechnen.
  In ihrem Bericht verweist die Landesregierung auf den geringen Einfluss, den die Landespolitik auf die Energiepreise habe. Während der Ölpreis an den Märkten in New York, London und Rotterdam festgelegt werde, ist für die Aufsicht über die vielfach kritisierte Anbindung des Gaspreises an den Ölpreis das Bundes-Kartellamt in Berlin zuständig.
  Das Wirtschaftsministerium betont, dass Schleswig-Holstein im Vergleich der 16 Bundesländer niedrige Gas- und Strompreise aufweist. So liegt der Gaspreis im Norden laut dem Bericht zwei Prozent unter dem Bundesdurchschnitt – Schleswig-Holstein belegt damit Rang vier auf der bundesweiten Skala. Das Landeskartellamt hat die 39 Gasversorger im Lande nach ihren Preisen befragt und dabei zum Teil erhebliche Unterscheide zwischen den einzelnen Anbietern festgestellt. Die Versorger, die von ihren Kunden Höchstpreise verlangen, will das Ministerium "ansprechen". Bei den Strompreisen zahlen Privatkunden in Schleswig-Holstein 6,7 Prozent weniger, Unternehmen zahlen 10,5 Prozent weniger als im Bundesdurchschnitt. Das Land belegt damit zweite Plätze, jeweils hinter Niedersachsen.
  Grundsätzlich spricht sich die Landesregierung für mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt aus. Der Bericht führt aus, dass im Lande seit der Liberalisierung der Energiemärkte 1998 fünf Prozent der Privathaushalte und sieben Prozent der Industriekunden den Anbieter gewechselt haben. Eine noch höhere Wechsel-Bereitschaft, so der Bericht, würde die Versorgungsunternehmen zu attraktiveren Preisen bewegen.

zurück zum Seitenanfang

ttt

* * * * *

 

Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Trauer um Uwe Greve

I n n e n  / R e c h t

1. Lesung:
Verfassungsänderung
(u.a. Pflege, Sinti und Roma Landesverfassungsgericht)
Anträge:
Föderalismusreform
Vorrats-Datenspeicherung
Überwachung Extremisten
Printmedien in S.-H.
(ohne Aussprache)
Bericht:
Bleiberecht

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

1. Lesungen:
Öffentl. Gesundheitsdienst
Transplantationsgesetz
Anträge:
Kombilöhne
Vorsorgeuntersuchungen
Familienpolitik
Integrierte Versorgung
(ohne Aussprache)
Kindergesundheits-Bericht
(ohne Aussprache)
Berichte:
Aktionsplan Kinder u. Jugend
Beratung Frau & Beruf
Servicestellen f. Behinderte
Palliativmedizin
Verbraucherschutz
(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

Anträge:
Bildungs-/Jugendprogramme
(ohne Aussprache)
Regionale Bildungszentren
(ohne Aussprache)
Berichte:
Schulsystem
Betriebliche Ausbildung
Universitäts-Klinikum
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Anträge:
EU-Dienstleistungsrichtlinie
Flughafen Kiel-Holtenau
Flughafenbahn Kiel-Hamburg
Wirtschaftsregion Schleswig- Holsten (u. Hamburg)
Berichte:
Energiekosten
Autobahn-Privatisierung
(ohne Aussprache)
Internetversorgung DSL
(ohne Aussprache)

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Fragestunde:
Naturschutzbeauftragter
Antrag:
Vogelschutzgebiete
Bericht:
Wattenmeer-Konferenz

F i n a n z e nt

Antrag:
Investitions-Programm Bund

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Antrag:
EU-Dienstleistungsrichtlinie