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Printmedien: Sinkende
Auflagen, weniger Anzeigen: Die Printmedien kämpfen seit einigen
Jahren ums Überleben und versuchen mit Outsourcing, Lohn-Dumping
und Konzentration die Kosten zu drücken. Der harte Wettbewerb
macht auch vor Schleswig-Holstein nicht halt: Angesichts der
schwierigen Lage soll die Landesregierung auf Antrag der
Oppositionsparteien im Mai einen Bericht über die Zeitungsbranche
im Land vorlegen. FDP, Grüne und SSW, die um die Pressefreiheit
fürchten, wollen unter anderem Informationen über den Stand der
Medienkonzentration im Lande. In den letzten Jahren kam es im
Printbereich zu Entlassungen und Lohnkürzungen, gleichzeitig
sanken die Honorare für freie Mitarbeiter.
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Bildungszentren: Einstimmig
hat der Landtag einen Bericht der Landesregierung zur
Weiterentwicklung der Beruflichen Schulen unter besonderer
Berücksichtigung der Regionalen Bildungszentren (RBZ) zur
Kenntnis genommen. Die Parlamentarier folgten damit einer
Beschlussempfehlung des Bildungsausschusses. RBZ sind
Berufsschulen, die bei der Verwendung ihrer Finanzmittel und
ihren Lehrinhalten weitgehend selbstständig agieren.
Hierdurch soll eine raschere Anpassung an die Erfordernisse
der Ausbildungsbetriebe erreicht werden. Die Beruflichen
Schulen als RBZ sollen in kommunaler Trägerschaft bleiben
und als Kernaufgabe auch weiterhin den staatlichen
Bildungsauftrag erfüllen. Sie sollen aber auch in
Kooperationen mit Betrieben und anderen Einrichtungen der
Wirtschaft bedarfsgerechte und hochwertige
Qualifizierungsangebote in der Region mitentwickeln.
Das RBZ-Modell ist laut
Bericht an 14 der 39 berufsbildenden Schulen im Lande ein
Jahr lang erprobt worden. Das Bildungsministerium will nach
den Erfahrungen aus der Erprobungszeit nun die rechtlichen
Voraussetzungen für die Weiterentwicklung aller Beruflichen
Schulen zu Regionalen Berufsbildungszentren schaffen. Alle Beruflichen Schulen sollen unabhängig davon, ob ihre
Schulträger sie zu RBZ umwandeln, ab dem Schuljahr 2006/07
von den erweiterten Gestaltungsmöglichkeiten der jetzigen
Modellschulen Gebrauch machen können.
mehr
Infos: plenum-online,
November
2005
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Bildungs-/Jugendprogramm:
Bis Anfang Mai soll die Landesregierung ein neues
Konzept für die Bildungs- und Jugendpolitik für
Schleswig-Holstein vorlegen. Mit dieser Forderung sind die
Landtagsparteien einstimmig an das schwarz-rote Kabinett
herangetreten. Die Parlamentarier folgten damit einem Antrag
von CDU und SPD, in den die Inhalte eines Antrages der
Grünen eingeflossen sind. Hintergrund ist der neue
EU-Haushalt für die Jahre 2007 bis 2013. Der Landtag
möchte unter anderem wissen, welche EU-Programme ab 2007
noch gültig sind, welche neu aufgelegt werden und in
welchen Bereichen die Landesregierung auf Fördergelder aus
dem EU-Topf hofft.
Zu den Europäischen Bildungsangeboten für junge
Leute zählte in der abgelaufenen Haushaltsperiode 2000 bis
2006 zum Beispiel "SOKRATES II". Hier wird der
grenzüberschreitende Austausch zwischen Schulen und Unis
gefördert, etwa im Rahmen des Schulprogramms "COMENIUS"
und des Hochschulaustausch-Projektes "ERASMUS".
Weitere EU-Angebote sind das Programm "LEONARDO DA
VINCI II", das die berufliche Erst- und Weiterbildung
unterstützt sowie das Projekt "JUGEND", der auf
den außerschulischen Austausch von Jugendlichen im Bereich
des ehrenamtlichen Engagements zielt.
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Uni-Klinikum: Der
Zusammenschluss der Universitätskliniken Kiel und Lübeck zum
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK S-H) ist für die
Landesregierung eine gelungene Operation gewesen: Zu diesem Schluss
kommt ein vom Wissenschaftsministerium vorgelegter Bericht, der vom
Parlament an die Ausschüsse Bildung und Finanzen zur Beratung
weitergeleitet wurde. Allerdings befinde sich das UK S-H in
"schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen". Finanzielle
Besserung verspricht sich die Landesregierung von der Etablierung der
Medizinischen Leistungszentren, vom Abschluss eines
Beschäftigungspaktes und der Gründung von drei Tochtergesellschaften
in der Rechtsform einer GmbH.
Das UK S-H schloss das Jahr 2004 mit einem Fehlbetrag von
15,6 Millionen Euro ab. Hinzu kommen Verluste in Höhe von 18,1
Millionen Euro aus den vergangenen Jahren. Am Ende des Jahres 2004 wies
das Klinikum damit einen Bilanzverlust in Höhe von 33,4 Millionen Euro
auf. Damit ist das Eigenkapital aufgezehrt. Für 2005 rechnet die
Landesregierung mit einem ähnlichen Jahresfehlbetrag wie 2004.
Positiv sei die Entwicklung in Forschung und Lehre: Die
beiden medizinischen Fakultäten hätten gemeinsame Schwerpunkte in der
Genomforschung, in den Systemischen Neurowissenschaften, in der
Transplantationsmedizin, Onkologie, Reproduktionsmedizin sowie in den
Themenbereichen Entzündung und Infektion, in der Hirn-, Hormon- und
Verhaltensforschung gesetzt. Es seien eine Reihe eigener
Forschungsprojekte auf den Weg gebracht und bestehende Projekte
fortgesetzt worden.
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