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Kürze: Meldungen 2 (Themen ohne Aussprache)
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Integrierte
Versorgung (Top 21; Drs. 16/516neu);
Kindergesundheits-Bericht (Top 22;
Drs. 16/517);
Verbraucherschutz (Top 26; Drs. 16/190,
16/215,
16/453neu);
Privatisierung des Autobahnnetzes (Top 27; Drs. 16/305,
16/358,
16/487);
Internetversorgung DSL (Top 28; Drs. 16/510)
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Integrierte Versorgung:
Wie steht es um die
"Integrierte Versorgung" in Schleswig-Holstein? Wie
reibungslos funktioniert die Zusammenarbeit von Haus- und
Fachärzten und den Ärzten in den Krankenhäusern des Landes? Mit
diesen und anderen Fragen wird sich der Landtag auf Antrag der FDP
im Juni beschäftigen.
Der Begriff "Integrierte Versorgung" steht für
eine Vernetzung zwischen den einzelnen medizinischen
Versorgungssektoren. Das bedeutet: Niedergelassene Haus- oder
Fachärzte bieten gemeinsam mit stationären Einrichtungen eine
medizinische Versorgung "aus einer Hand" an. Sie
kooperieren bei der Behandlung ihrer Patienten und teilen sich ein
gemeinsames Budget. Bisher waren im deutschen Gesundheitswesen
ambulante (Arztpraxis) und stationäre (Krankenhaus) Versorgung
vollständig voneinander getrennt. Getrennt sind Zuständigkeiten,
Verantwortung und auch die Bezahlung.
In der Vergangenheit scheiterten die Verhandlungen zur
Integrierten Versorgung zwischen Kassen, Ärzten und
Krankenhäusern immer wieder an der Finanzierungsfrage. Da es kein
gesondertes Budget für solche Verträge gab, war unklar, aus
welchem Topf – Krankenhaus-Budget oder Ärzte-Vergütung – wie
viel Geld abgezweigt werden sollte. Die ehemalige rot-grüne
Landesregierung hatte für die Anschubfinanzierung der
Integrierten Versorgung 22 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
mehr Infos: plenum-online,
September
2004
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Verbraucherschutz: Die
aktuellen Skandale um vergammeltes Fleisch im Kopf, die
Sicherung der Lebensmittelqualität im Visier: Einstimmig
hat das Parlament die Landesregierung zur Vorlage eines
aktuellen Verbraucherschutz-Berichtes in der März-Tagung
aufgefordert. Die Abgeordneten votierten damit einer
Empfehlung des Sozialausschusses, der einen Antrag der
Grünen in einen Antrag der Regierungsfraktionen zum Thema
Verbraucherschutz integriert hat. Auf Grundlage dieser
beiden Papiere soll die Landesregierung unter anderem die
Ziele des künftigen Verbraucherschutzes in
Schleswig-Holstein darlegen, Möglichkeiten zur Verbesserung
der Verbraucherinformationen ausloten und den Stand des
Verbraucherschutzes des Landes nach europäischem Maßstab
ermitteln. Weitere Themen: Lebensmittelsicherheit- und
Lebensmittelüberwachung, Gentechnik-kontrolle, Tierschutz,
Strahlenschutz-Überwachung und Verbraucheraufklärung.
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Kindergesundheits-Bericht: Auch
in entwickelten Industriegesellschaften wie der
Bundesrepublik Deutschland ist Kinderarmut kein Fremdwort.
Zudem leidet der Nachwuchs immer öfter unter falscher
Ernährung und schwierigen Familienverhältnissen. Die
Landtagsabgeordneten möchten deshalb von der
Landesregierung wissen, inwieweit Schleswig-Holstein von
diesem Trend betroffen ist. Einem entsprechenden
Berichtsantrag der Grünen folgten Parlamentarier
einstimmig. Diesem Kindergesundheits-Bericht sollen unter
anderem die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen zu
Grunde gelegt werden. Ferner möchte die Oppositionspartei
Informationen über die aktuellen Tests zum Sprachstand der
Kinder und deren Wirksamkeit.
Zur Zeit ist jedes
siebte Kind im Land vom Sozialgeld abhängig. In
Schleswig-Holstein leben 64.000 Kinder in Armut. Damit stieg
die Zahl dieser Kinder seit dem Jahr 2000 um 19.000.
mehr
Infos: plenum-online,
Januar
2003
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Autobahnnetz:
Das
deutsche Autobahnnetz soll auf keinen Fall privatisiert werden. Darin
sind sich die Parteien des Landtages einig. Möglichen Initiativen des
Bundes für einen etwaigen Verkauf soll die Landesregierung deshalb
künftig entgegenwirken. In diesem Punkt folgten die
Regierungsfraktionen sowie Liberale und Grüne nach eingehender Beratung
im Wirtschaftsausschuss einem Vorstoß des SSW. Dagegen gingen die
Meinungen über einen möglichen Ausbau des Autobahnnetzes durch private
Investoren auseinander: Die FDP stimmte mit der CDU und der SPD für
einen schwarz-roten Antrag, der beispielsweise den sechsstreifigen
Ausbau der A23 bis Elmshorn, der A1 von Heiligenhafen-Nord bis
Puttgarden oder den sechsstreifigen Ausbau der A7 bis zur Staatsgrenze
Dänemarks mit Hilfe so genannter Privat Partnership-Projekte ins Auge
fasst. Angesichts leerer öffentlicher Kassen sei dies ein sinnvoller
Schritt zur Verbesserung der Infrastruktur des Landes, so das Argument
der Christ- und Sozialdemokraten. Grüne und SSW sahen dagegen allein
den Staat in der Verantwortung dafür, dass allen Bürgern eine
adäquate Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung gestellt wird, deren
Benutzung an wirtschaftliche, ökologische und soziale Kriterien
geknüpft ist.
Hintergrund: Bundes-Finanzminister Peer
Steinbrück (SPD) hatte vor seinem Amtsantritt die Privatisierung des
Autobahnnetzes zur Sanierung des Bundeshaushalts ins Spiel gebracht.
Unter anderem haben die Verkehrsminister des Bundes und der Länder den
Vorstoß zurückgewiesen. Die Kritik: Ein Verkauf der Fernstraßen an
private Investoren hätte eine PKW-Maut und damit zusätzliche
Belastungen für Autofahrer zur Folge.
Der Wert des 12.500 Kilometer langen deutschen Autobahnnetzes
wird von Experten unterschiedlich eingeschätzt: Das Statistische
Bundesamt spricht von einem Zeitwert von 52,5 Milliarden Euro, das
Prognos-Institut geht von 127 Milliarden aus, das Institut für
Wirtschaftsforschung von 213 Milliarden.
mehr Infos: plenum-online,
November
2005
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DSL: In
einer parteiübergreifenden Resolution hat sich der Landtag für den
Ausbau der Breitbandinternetversorgung DSL im ländlichen Raum
ausgesprochen und eine entsprechende Resolution an die Deutsche Telekom
AG verfasst: Demnach solle die Telekom den Ausbau des DSL-Netzes
konsequent fortsetzen und der Landesregierung die auf Schleswig-Holstein
bezogenen DSL-Versorgungszahlen mitteilen.
Die Landesregierung hatte dem Landtag einen auf die Initiative
von CDU und SPD zurückgehenden Bericht über die
Breitbandinternetversorgung DSL vorgelegt. Der Bericht enthält keine
exakten Nutzer-Zahlen für Schleswig-Holstein. Dies liegt dem
Wirtschaftsministerium zufolge an der Weigerung der Deutschen Telekom
AG, aus Datenschutzgründen entsprechende Informationen zur Verfügung
zu stellen. Der Wirtschaftsminister will 2006 im Rahmen des neuen
Schleswig-Holstein-Fonds 6,5 Millionen Euro für den Ausbau von DSL
aufbringen und ein entsprechendes Gutachten erstellen. Der Bericht
verweist darauf, dass auch heimische Anbieter wie KielNet, Travenet,
Versatel und wilhelm.tel von den Möglichkeiten dieser neuen Technologie
profitierten. Die schnelle Datenübertragung wirke sich auch für kleine
und mittlere Unternehmen positiv aus, heißt es weiter.
DSL steht für "Digital Subscriber Line" und bezeichnet
die in Deutschland am weitesten verbreitete Übertragungstechnik für
eine schnelle Verbindung zum Internet. Durch DSL können Internet-Nutzer
um ein vielfaches schneller Daten aus dem Netz laden als mittels
analoger Telefon-Verbindungen. Nach Angaben der Bundesregierung
verfügen derzeit 10,2 Millionen Haushalte in Deutschland über einen
solchen Zugang. Das sind 27 Prozent aller Haushalte.
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