plenum-online wird während der Tagung ständig aktualisiert. Betätigen Sie bitte bei Aufruf einer Seite die Funktion "Neu laden" , "Aktualisieren" oder "reload", um ggf. die neueste Fassung zu erhalten.  

Auf dieser Seite: Landesverfassungsgericht 

xxx

Top 15:
Sitz des Landesverfassungsgerichts
Antrag der Fraktion der FDP, der Fraktion der Grünen und der Abgeordneten des SSW
Drucksache: 16/1182neu
-Plenarprotokoll-

 Opposition will Verfassungsgericht in Schleswig ansiedeln 
– Koalition zurückhaltend

Kiel (SHL/25.01.) Geht es nach der Opposition im Landtag, dann wird Schleswig Standort des neuen Landesverfassungsgerichtes. "Der Sitz des Verfassungsgerichts sollte die Stadt sein, in der ohnehin schon die Oberen Landesgerichte ansässig sind", begründete FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki den gemeinsamen Antrag von Liberalen, Grünen und SSW. Die Große Koalition wollte sich indes noch nicht festlegen und betonte, auch Lübeck als zweitgrößte Stadt des Landes habe ein berechtigtes Interesse. Einigkeit herrschte immerhin in einem Punkt: Eine Entscheidung soll zügig fallen, denn "wir brauchen ein funktionierendes Gericht bis zum 1. Januar 2008", wie Justizminister Uwe Döring (SPD) betonte.

Nach einem Landtagsbeschluss vom letzten Oktober erhält Schleswig-Holstein als letztes Bundesland ein eigenes Verfassungsgericht. Es soll anstelle des bislang zuständigen Bundesverfassungsgerichts als höchste juristische Instanz des Landesrechts fungieren. Das Gericht soll aus sieben ehrenamtlichen Richtern bestehen, von denen vier die Befähigung zum Richteramt haben müssen und die vom Landtag gewählt werden sollen. Die Richter sollen sechs beziehungsweise neun Jahre amtieren. Das Gericht soll nur dann zusammentreten, wenn es von der Landespolitik angerufen wird.

Justizminister: "Gründlichkeit geht vor Eile"

Anke Spoorendonk (SSW), in Schleswig aufgewachsen, unterstrich die historische Rolle der Schlei-Stadt als "Justizhauptstadt" des Landes seit 1946. Ein Großteil der ehrenamtliche Richter werde ohnehin bereits in Schleswig sitzen, merkte Karl-Martin Hentschel (Grüne) an. Er forderte eine "kurze und schnelle" Entscheidung, weil seine Fraktion verschiedene Klagen gegen die Politik der Großen Koalition plane.

Die Koalition will das Thema aber zunächst im Innen- und Rechtsausschuss sowie im Finanzausschuss eingehend beraten. "Gründlichkeit geht vor Eile", so Minister Döring. In der Sache gaben sich Thomas Stritzl (CDU) und Klaus-Peter Puls (SPD) zurückhaltend: Beide Städte seien „gewachsene Gerichtsstandorte", so Stritzl. Er kündigte eine "offene Diskussion" an. Und Puls mahnte, es sei vor allem wichtig, bereits vorhandene Infrastruktur kostengünstig zu nutzen.

Neben Lübeck und Schleswig haben auch Neumünster, Bad Schwartau und Lauenburg Interesse am Verfassungsgericht bekundet. Ihnen werden jedoch nur Außenseiter-Chancen eingeräumt.

Druckversion

zurück zum Textanfang

Hintergrund:
   Die Liberalen und der SSW wollen, dass das geplante Schleswig-Holsteinische Landesverfassungsgericht seinen Sitz in Schleswig erhält. Die Schleistadt mit ihrem Obergerichten sei die Justizstadt in Schleswig-Holstein, heißt es zur Begründung. Dort sei vor allem die direkte Anbindung ans Oberverwaltungsgericht gegeben, die das Landesverfassungsgericht organisatorisch wie inhaltlich dringend brauche. Die Grünen schlossen sich dieser Forderung von FDP und SSW nachträglich an.
   Demgegenüber haben Lübecker Politiker die Travestadt als Gerichtsstandort ins Spiel gebracht. Lübeck habe eine lange Justiztradition, zudem seien auch hier die nötigen Räumlichkeiten und qualifiziertes Personal bereits vorhanden.
   Nach einem Landtagsbeschluss vom letzten Oktober erhält Schleswig-Holstein als letztes Bundesland ein eigenes Verfassungsgericht. Es soll anstelle des bislang zuständigen Bundesverfassungsgerichts als höchste juristische Instanz des Landesrechts fungieren. Das Gericht soll aus sieben ehrenamtlichen Richtern bestehen, von denen vier die Befähigung zum Richteramt haben müssen und die vom Landtag gewählt werden sollen. Die Richter sollen sechs beziehungsweise neun Jahre amtieren. Das Gericht soll nur dann zusammentreten, wenn es von der Landespolitik angerufen wird.

mehr Informationen: plenum-online, 
Aufnahme in Verfassung:
Oktober 2006
(www.sh-landtag.de/plenumonline/oktober2006/
texte/03_04_34_parlainfo_verfassung.htm)

zurück zum Textanfang

* * * * *

 

Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde: - - -

Dringlichkeit: - - -

Regierungserklärung:
Zukunftsprogramm Wirtschaft

Außerdem notiert:  - - -

I n n e n  / R e c h t

1. Lesungen:
Wahlrecht
(ohne Aussprache)
Spielbanken
(ohne Aussprache)
Große Anfrage:
Bleiberecht
Anträge:
Denkmalschutz Quickborn
Landes-Verfassungsgericht
Bericht:
Bleiberecht

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesungen:
Schulreform
Hochschulgesetz
Anträge:
Schuleingangsuntersuchung
Vorschul. Sprachförderung
(ohne Aussprache)
Hochschulpakt
(ohne Aussprache)
Bericht:
Schule und Jugendhilfe

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Anträge:
Langzeit-Arbeitslosigkeit
Gesundheitsreform
Krebsregister
(ohne Aussprache)
Berichte:
Leukämie-Erkrankungen
Jugendhilfe und Schule
Landes-Familienbüro

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

Regierungserklärung:
Zukunftsprogramm Wirtschaft
Anträge:
Wirtschaft- und Arbeitsmarkt
Autobahn 20
Deutsch-dän. Schiffsverkehr
Schienennetz Ost
Berichte:
Hightech-Strategie
Technologietransfer / Innovationsstiftung

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Antrag:
Öko-Lebensmittel

F i n a n z e nt

1. Lesung:
Spielbanken
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
EU-Chemikalienverordnung
(ohne Aussprache)
EU-Umgebungslärmrichtlinie
(ohne Aussprache)
EU-Forschungsprogramm
(ohne Aussprache)