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Top 32:
Potential für den Technologietransfer in 
Schleswig-Holstein ausschöpfen
Landtagsbeschluss vom 15. September 2006 – Drs. 16/960neu
Federführend ist das Ministerium für Wissenschaft, 
Wirtschaft und Verkehr – Drs. 16/1151
        Aufruf gemeinsam mit:
Top 34 :
Bericht der Landesregierung über die Tätigkeit der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein 2005
Federführend ist das Ministerium für Wissenschaft, 
Wirtschaft und Verkehr – Drs. 16/1166

Technologietransfer:
Land muss nachbessern

Innovationsstiftung stärker abgrenzen?

Kiel (SHL/26.01.) Die Zusammenarbeit von universitärer Forschung und Wirtschaft ist in Schleswig-Holstein verbesserungswürdig. In der Landtagsaussprache zu einem Regierungsbericht über Technologietransfer machten Sprecher aller Fraktionen Defizite im bisherigen System aus. "Es mangelt an Anreizen" für die Forscher, bemängelte der Grünen-Politiker Detlef Matthiessen, dessen Fraktion den Bericht beantragt hatte. Wissenschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) kündigte eine Neuorganisation der verschiedenen Institutionen an, die in diesem Bereich aktiv sind. Dies soll insbesondere für die Innovationsstiftung gelten, deren Jahresbericht ebenfalls debattiert wurde.

Ausgangspunkt der Diskussion war eine Umfrage unter Hochschullehrern. Darin hatten die Forscher bemängelt, das Kooperationspotential der Unis mit den Unternehmen sei "bislang nicht voll ausgeschöpft" worden. Das Land wolle sich hier verstärkt engagieren, unterstrich Minister Austermann – etwa im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft und des Seed- und Start-Up-Fonds. Außerdem will die Regierung bis 2009 entsprechende Zielvereinbarungen mit den Hochschulen abschließen. Hier forderte der Grüne Matthiessen eine schnellere Einigung zwischen dem Land und den Unis.

Die Investitionsstiftung hat im Vorjahr laut ihrem Bericht mit insgesamt 3,84 Millionen Euro zukunftsträchtige Projekte unterstützt. Schwerpunkte waren dabei die Biotechnologie, die Bioenergie, das energiesparende Wohnen, die Sonnenenergie, die Marine Aquakultur und die Nano-Technologie. Birgit Herdejürgen (SPD) bescheinigte der Stiftung insgesamt eine "ausgezeichnete Arbeit". Allerdings machte sie Doppelstrukturen und Überschneidungen mit anderen Institutionen wie der "Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH" ( WTSH) aus. Auch Johannes Callsen (CDU) forderte eine "klare Aufgabentrennung zwischen den verschiedenen Institutionen".

Heiner Garg (FDP) und Lars Harms (SSW) nannten konkrete Ansätze für die zukünftige Entwicklung: Die Fachhochschulen müssten besser ausgestattet werden, und die Wissenschaftler sollten stärker an den Gewinnen aus der Vermarktung beteiligt werden, forderte Garg. Harms hob das "kleine aber feine Netzwerk" um das Haus der Wirtschaft in Kiel hervor, wo die Institutionen ansässig sind. Diesen Standortvorteil der räumlichen Nähe gelte es künftig verstärkt zu nutzen.

Der Wirtschaftsausschuss berät die Berichte abschließend.


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