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Landesfamilienbüro
Landtagsbeschluss vom 15.12.2006, Drucksache 16/1136
Federführend ist das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren
Drucksache: 
-Plenarprotokoll-

Familienbüros: Ministerin zufrieden, Grüne und SSW kritisch

Kiel (SHL/25.01.) Rund 100 Anträge von Eltern liegen bereits vor: Knapp einen Monat nach Einführung des neuen Elterngeldes laufe die Arbeit in den Landes-Familienbüros "reibungslos und sehr positiv", bilanzierte Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) in einen CDU und SPD angeforderten Bericht. 650 Menschen hätten die Telefon-Hotline, weitere 250 die persönliche Beratung genutzt. Das Familienministerium hatte Ende vergangenen Jahres im Landesamt für soziale Dienste in Neumünster das Familienbüro mit Außenstellen in Heide, Kiel, Lübeck und Schleswig eingerichtet. Speziell geschulte Mitarbeiter sollen dort bei allen Fragen zum Elterngeld Hilfe leisten. Ab Anfang Februar wird mit den ersten genehmigten Anträgen gerechnet.

Ministerin Trauernicht regte im Plenum außerdem eine Ausweitung der Aufgaben und Kompetenzen in familienpolitischen Angelegenheiten für die Familienbüros an. Während die Redner der Koalition dies unterstützten, zeigte sich die Opposition geteilter Meinung. Parteiübergreifende Einigkeit bestand indes darüber, dass Familienpolitik generell zu bürokratisch ist.

Lars Harms (SSW) und Monika Heinold (Grüne) kritisierten, mit den Familienbüros würden zusätzliche Strukturen aufgebaut. "Ein Familienbüro ist zu unflexibel", so Harms. Die Beratung sollte besser in den Kommunen, wie zum Beispiel in Jugend- oder Sozialämtern, stattfinden. Heinold wiederholte ihre Forderung nach einem Ausbau der Beratungsmöglichkeiten in Kitas. "Mit dem Familienbüro und einem zusätzlich in Betrieb genommenen Elterngeld-"Info-Mobil", das bis zum 27. März durchs Land fährt, werde "Steuergeld verschwendet", meinte die Grünen-Politikerin.

Kompetente Beratung aus einer Hand "ist der richtige Weg", meinte dagegen Ulrike Rodust (SPD). Und Frauke Tengler (CDU) zeigte sich froh "über die, wie es sich darstellt, reibungslose Einführung des Elterngeldes". "Das Familienbüro ist ein erster Schritt für Politik aus einem Guss", fügte Heiner Garg (FDP) hinzu.

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Hintergrund:
   Auf Antrag von CDU und SPD berichtet die Landesregierung mündlich über das Landes-Familienbüro und das neue Elterngeld.
   Hintergrund: Die Regelungen des neuen Gesetzes zum Elterngeld und zur Elternzeit, das zum 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist, gelten als äußerst komplex. Vor diesem Hintergrund hat das Familienministerium im Landesamt für soziale Dienste in Neumünster ein Landes-Familienbüro mit Außenstellen in Heide, Kiel, Lübeck und Schleswig eingerichtet. Speziell geschulte Mitarbeiter sollen dort durch Beratung, Information und Vermittlung von Kontakten bei allen Fragen kompetente Hilfe leisten. Zurzeit ist außerdem ein Info-Mobil zu diesem Thema im Lande unterwegs.
   Das neue Elterngeld bekommen alle Eltern, deren Kinder nach dem 1. Januar 2007 geboren wurden. Alle Eltern bekommen 67 Prozent ihres Nettolohns, mindestens 300 Euro. Diese 300 Euro werden nicht auf andere Sozialleistungen angerechnet. Maximal werden 1.800 Euro gezahlt. Beide Elternteile haben zusammen Anspruch auf 12 Monatsbeträge Elterngeld. Sie haben Anspruch auf zwei weitere Monate, wenn beide für mindestens zwei Monate ihre Erwerbstätigkeit reduzieren.

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