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Mel1
Verwaltungsrat
Anstalt Landesforsten
– Drucksache 16/1795
Gegen die Stimmen der
Grünen hat der Landtag die Abgeordneten Claus Ehlers (CDU) und Sandra
Redmann (SPD) in den Verwaltungsrat der Anstalt Schleswig-Holsteinische
Landesforste gewählt. Als Stellvertreter bestimmte das Plenum Hartmut
Hamerich (CDU) und Konrad Nabel (SPD). Die Opposition hatten
in der Dezember-Tagung vergangenen Jahres bei Verabschiedung des Gesetzes über die neue
Anstalt moniert, dass ihnen kein Sitz in dem Gremium
zugebilligt wurde. Laut dem Gesetz sind für den Verwaltungsrat zwei
Landtagsabgeordnete, ein Vertreter der Industrie- und Handelskammer,
zwei Mitarbeiter des Fachministeriums, ein Mitarbeiter des
Finanzministeriums sowie die Vorsitzende des Personalrates vorgesehen.
Gesetz zur Anstalt
Landesforsten: plenum-online Dezember
2007
Mel2
Finanzielle Auswirkung des
AKW-Stillstands – Drs. 16/1793neu
Welche Auswirkungen hat der
Stillstand der seit Sommer vergangen Jahres heruntergefahrenen
Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel auf den Landeshaushalt? Mit
dieser Frage wird sich der Landtag auf Antrag der FDP in der
Februar-Tagung beschäftigen. Grundlage der Debatte soll dann ein
Bericht der Landesregierung sein. Außerdem wollen die Liberalen eine
Begründung, warum die beiden Kraftwerke vorerst abgeschaltet bleiben.
Hintergrund: Kürzlich hatte die für
Atomsicherheit zuständige Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD)
mitgeteilt, dass das Kraftwerk Brunsbüttel frühestens Ende März ans
Netz gehen wird. Krümmel soll voraussichtlich Ende Mai wieder anlaufen.
Laut einem ministeriellen Gutachten sind in beiden Anlagen noch eine
Reihe von Nachbesserungen notwendig, wie etwa – so Trauernicht – „die
Sanierung nicht sachgerechter Dübelverbindungen". Laut einer
Meldung der Deutschen Presseagentur dpa kostet dem Land der Stillstand
der Atommeiler für das Jahr 2008 allein 12,7 Millionen Euro. Mit ein
Grund: Das Land kassiert für den Betrieb der Kraftwerke von der Firma
Vattenfall eine so genannte Oberflächenwasserabgabe für die Entnahme
von Kühlwasser.
Debatte zu den
AKW-Unfällen: plenum-online Juli
2007
Mel3
Erneuerbare Energien
– Drucksache 16/1804
Im April
soll die Landesregierung über die wirtschaftlichen Effekte der
erneuerbaren Energien im Lande berichten. Das fordert der Landtag auf
Grundlage eines Grünen-Antrages. Die Regierung soll unter anderem
darlegen, welche Wertschöpfung durch regenerative Energieträger
entsteht, wie viele Arbeits- und Ausbildungsplätze es in diesem Bereich
gibt und wie viele Steuern das Land durch diese Branche einnimmt.
Außerdem wird nach den weiteren Perspektiven der erneuerbaren Energien
und nach der zu erwartenden CO2-Einsparung gefragt.
vorherige Debatte zum
Thema: plenum-online Dezember
2007
Mel4
Nordseehafen-Kooperation
– Drucksachen 16/1325,
16/1788
Der Landtag ist im
Zuge eines SSW-Antrages zur Zukunft der norddeutschen
Nordsee-Hafenkooperation zu einem einstimmigen Votum gekommen und
hat damit eine entsprechende Ausschussempfehlung bekräftigt: Die
Parlamentarier fordern von der Landesregierung, sich weiterhin
für eine bessere Zusammenarbeit einzusetzen und dem Plenum bis
Ende des Jahres Bericht zu erstatten. Hamburg und Niedersachsen
haben sich derweil auf einige konkrete Ziele verständigt. So
sollen unter anderem die deutschen Seehäfen unter dem Dach "Seaports
of Germany" vermarktet werden. Das Hauptaugenmerk der
Kooperation legen die beiden Länder auf eine Verbesserung der
Hinterlandanbindung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn.
Hauptziel sei es – so Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter
Hirche (FDP) und Hamburgs Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU)
– die deutschen Seehäfen vor allem gegenüber Rotterdam im
globalen Wettbewerb besser zu positionieren.
Die Landesregierung wiederum plant
bis Ende 2012 Investitionen von insgesamt 19,2 Millionen Euro zur
Instandhaltung der Infrastruktur in den sechs Landeshäfen
Glückstadt (hier werden 7,4 Millionen ausgegeben), Büsum (5,4
Millionen), Husum (4,5 Millionen) sowie Tönning, Friedrichstadt,
und Friedrichskoog. Das Geld stammt aus dem Regionalprogramm 2000
beziehungsweise aus dem neuen Zukunftsprogramm Wirtschaft. Zudem
plädiert das Verkehrsministerium für einen Ausbau der
Verkehrsinfrastruktur. Hierzu zählen der Bau der Autobahn 20 mit
einer zusätzlichen Elbquerung und dem Anschluss an die A 22 in
Niedersachsen, die Beseitigung von Engpässen im Nord-Ostsee-Kanal
und die Fahrrinnen-Vertiefung der Elbe.
Debatte bei
Antragstellung: plenum-online Mai
2007
weitere Infos zum Thema: September
2007
Mel 5
EU-Agrarsubvention
– Drucksachen 16/1562,
16/1807
Der Landtag hat der
Forderung der Grünen nach größerer Transparenz bei der Vergabe von
EU-Agrarsubventionen eine Absage erteilt. Das Plenum votierte auf
Empfehlung des Umwelt- und Agrarausschusses mit den Stimmen von CDU,
SPD und FDP gegen den nur vom SSW unterstützten Vorstoß. Die
Grünen hatten angeregt, Name und Sitz der geförderten Betriebe sowie
die genauen Zuschuss-Beträge offen zu legen. Regierungsfraktionen und
Liberale begründeten ihre ablehnende Haltung mit den Datenschutzrechten
der Betroffenen. Zudem dürften bäuerliche Familienbetriebe nicht
"öffentlich bloßgestellt" werden.
Der Antrag der Grünen hatte den
öffentlich geäußerten Vorwurf aufgegriffen, die Subventionen würden
Großbetriebe begünstigen. Laut Zahlen der EU erhalten die kleineren
Höfe in Deutschland, die 86,4 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe in
Deutschland ausmachen, jährlich eine Fördersumme von jeweils maximal
20.000 Euro beziehen – das sind 35,2 Prozent der Gelder. Die 13,6
Prozent Großbetriebe bekommen dagegen 64,8 Prozent des Geldes.
Insgesamt fließen jährlich rund sechs Milliarden Euro an EU-Prämien
nach Deutschland, davon rund 375 Millionen nach Schleswig-Holstein. Das
Geld wird zum großen Teil direkt an die Betriebe ausbezahlt, ein
kleinerer Teil kommt der ländlichen Entwicklung zugute. Diese beiden
Posten machen zusammen etwa 40 Prozent des EU-Haushalts aus.
Debatte bei
Antragstellung: plenum-online September
2007
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