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Auf dieser Seite: Politikerbezüge (Nebentätigkeiten)

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Top 02
a.) Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des
      Landesministergesetzes (Nebentätigkeiten)
Gesetzentwurf der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drs. 16/1663
b.) Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des 
      Landesbeamtengesetzes (Nebentätigkeiten)
Gesetzentwurf der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drs. 16/1664
c.) Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Schleswig-
  Holsteinischen Abgeordnetengesetzes (Nebentätigkeiten)
Gesetzentwurf der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drs. 16/1665
d.) Entwurf einer Änderung der Verhaltensregeln für die
     Abgeordneten des Schleswig-Holsteinischen Landtags

Antrag der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drs. 16/1668
(Ausschussüberweisung am 22. November 2007)
Bericht und Beschlussempfehlung des Innen- und Rechtsausschusses

Landespolitiker brauchen Nebeneinkünfte weiterhin 
nicht offen legen

Grünen-Vorstoß nach emotional 
geführter Debatte abgelehnt

Kiel (SHL/29.01.) Schleswig-Holsteins Minister und Landtagsabgeordnete sind auch künftig nicht verpflichtet, ihre Nebeneinkünfte offen zu legen. CDU und FDP lehnten nach einem Jahr Beratung im Innen- und Rechtsausschuss in Zweiter Lesung einen von den Grünen eingebrachten Gesetzentwurf zur Änderung von Landesminister-, Landesbeamten- und Abgeordnetengesetz sowie zur Änderung der Verhaltensregeln für Abgeordnete ab. Der innenpolitische Sprecher der SPD, Klaus-Peter Puls, begrüßte den Vorstoß der Grünen in seiner Rede ausdrücklich, verwies aber auf die Koalitionsräson. In der Abstimmung votierte allerdings die Sozialdemokratin Anette Langner trotzdem für den Gesetzentwurf.

„So ist das in Großen Koalitionen: Als SPD können wir leider auch vernünftigen Oppositionsvorschlägen nur zustimmen, wenn die CDU mitmacht", gab Puls zu Protokoll.

„Das ist ein Armutszeugnis", schimpfte die Grünen-Abgeordnete Monika Heinold in einer emotional geführten Debatte. „Wer das Gesetz ablehnt, verweigert den Bürgern die Transparenz". Die Oppositionspartei hatte in Anlehnung an die seit 2005 im Bundestag geltende Regelung gefordert, dass Abgeordnete ihre Einkünfte auflisten. „Wir haben extra das Berliner Modell gewählt, weil es rechtlich bereits vom Bundesverfassungsgericht geprüft wurde", betonte Heinold. „Die Bürger haben Anspruch darauf, zu erfahren, ob Abgeordnete ihre Entscheidungen frei treffen oder von wirtschaftlichen Interessen geleitet werden", pflichtete ihr die Vorsitzende des SSW im Landtag, Anke Spoorendonk, bei.

„Einen Zwang darf es nicht geben"

Im Abgeordnetengesetz und in den Verhaltensregeln gebe es bereits „umfassende Kontroll- und Anzeigepflichten, die wir uns selbst aufgelegt haben", hielt Werner Kalinka (CDU) dagegen. Seiner Meinung nach würde die Bereitschaft zum politischen Mandat abnehmen – „dem sollten wir mit dem Gesetz nicht weiter Vorschub leisten". Auch Oppositionsführer Wolfgang Kubicki (FDP) wiederholte seine Befürchtungen, dass eine Pflicht zur Offenlegung der Nebeneinkünfte Selbstständige und Freiberufler davon abhalten könnten, ein Mandat zu übernehmen. „Wer seinen monetären Exhibitionismus ausleben muss, soll das tun, einen Zwang darf es nicht geben", sagte Kubicki.

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Hintergrund:
Ein Gesetzespaket der Grünen, das eine Veröffentlichungspflicht für Nebeneinkünfte von Abgeordneten und Ministern vorsieht, steht vor der Ablehnung. CDU, SPD und FDP waren im Innen- und Rechtsausschuss dagegen.

Der Entwurf der Grünen sieht vor, die seit 2005 geltenden Regelungen des Bundestages auf den Schleswig-Holsteinischen Landtag sowie auf die Landesminister und die Staatssekretäre zu übertragen. Demnach wären die Politiker verpflichtet, ihre Nebentätigkeiten aufzulisten und deren Größenordnung in eine von drei Stufen einzuordnen: 1.000 bis 3.500 Euro, 3.500 bis 7.000 Euro und über 7.000 Euro pro Monat. Bisher sind in Kiel die Angaben zu Zuverdiensten – ohne finanzielle Einordnung – freiwillig. Hierzu will die Oppositionsfraktion das Landesministergesetz, das Landesbeamtengesetz, Abgeordnetengesetz und die Verhaltensregeln für Landtagsabgeordnete entsprechend ändern.

Während die Grünen sich von einer solchen Regelung mehr Transparenz versprechen, befürchten die Gegner des Vorschlags, die Offenlegungspflicht könnte Selbständige und Freiberufler davon abhalten, ein Mandat anzunehmen.

1. Lesung: plenum-online, November 2007

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Themen-Übersicht

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Andreas Beran vereidigt  /
Der Landtag trauert um Günther Heyenn

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

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Ehrenamt
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E-Government
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W i r t s c h a f t  /
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2. Lesung:

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Finanzierung von Verkehrsprojekten
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Infrastruktur im Grenzland
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Nachwuchs in der Seeschifffahrt

Nordsee-Hafenkooperation
(ohne Aussprache)

Tourismuswirtschaft
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:

Bestattungsgesetz
(ohne Aussprache)
Anträge:
Honorarreform
Med. Versorgungszentren
(ohne Aussprache)
Bericht:

AKW-Gespräch

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
KiTa-Gebühren
Große Anfrage:
Kulturelle Entwicklung
Anträge:
UK S-H-Aufsichtsrat
Berufliche Bildung
Denkmalschutz / Uni Kiel
(ohne Aussprache)
Bericht:

Ganztagsangebote an Gymnasien

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Anträge:
Grünland
Solarenergie für Landesliegenschaften
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

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k o o p e r a t i o n

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