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Grünlandverluste stoppen
Antrag der Fraktion B´90/DIE GRÜNEN – Drs. 16/2363

Grüne wollen Grünlandverluste einschränken

Kiel (SHL/29.01) Mit dem Argument, keinen „staatlichen Dirigismus" walten lassen zu wollen, haben sich die Abgeordneten der Koalition und der FDP gegen eine von den Grünen geforderte Rückführung der Grünlandflächen auf die Quote des Jahres 2003 ausgesprochen. Die Grünen begründeten ihren Vorstoß damit, dass die Grünlandquote in Schleswig-Holstein in den letzten fünf Jahren um 7,5 Prozent gesunken ist. Bundesweit lag die Verlust-Quote im selben Zeitraum bei 3,4 Prozent.

„Die artenreichen Wiesen und Weiden haben eine einzigartige Bedeutung im Kontext des globalen Biodiversitäts- und Naturerbes", begründete Detlef Matthiessen (Grüne) den Vorstoß seiner Fraktion. Zudem erinnerte er an die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU, die ihre Mitgliedstaaten auffordert, Grünland zu erhalten.

Ein Großteil des Grünlandverlustes gehe auf die Biomasse-Produktion zurück – und die sei auch von den Grünen für die Produktion unterstützt worden, konterte Landwirtschaftsminister Christian von Boetticher (CDU). Zudem dürfe das Land erst „bei Überschreitung von fünf Prozent" handeln. Dies sei bereits geschehen: Seither müsste jeder Grünlandumbruch behördlich genehmigt werden.

Der Antrag wurde an den Umwelt- und Agrarausschuss überwiesen.

Weitere Hauptredner: Claus Ehlers (CDU), Henning Höppner (SPD), Günther Hildebrand (FDP), Lars Harms (SSW)


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