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Top 21 CCS-Versuchsprojekt in Schleswig-Holstein Antrag der Fraktion der FDP – Drucksache 16/2396 Änderungsantrag der Fraktion B´90/GRÜNE – Drs. 16/2436 |
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Energiepolitischer Irrweg oder saubere Lösung? CCS-Technik in Kohlekraftwerken sorgt für Streit zwischen CDU und SPD Kiel (SHL/28.01.) Die von der Landesregierung befürwortete und unterstützte Entwicklung der so genannten CCS-Technologie wirft im Landtag politische Gräben auf. CCS, das für "Carbon Capture and Storage" steht, bezeichnet die Abscheidung, Verflüssigung und anschließende unterirdische Speicherung von Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken. Während CDU und Liberale sich im Kampf gegen den Klimawandel eindeutig zu dem Verfahren bekennen, sehen die SPD, Grüne und SSW darin eine teure, unfertige und wenig praktikable Zukunftstechnologie und fürchten eine Verzögerung der Wende hin zu den Erneuerbaren Energien. Anlass der Debatte war ein Antrag der Liberalen, der an den Wirtschaftsausschuss sowie an den Umwelt- und Agrarausschuss überwiesen wurde. Darin wird die Landesregierung unter anderem aufgefordert, die CCS-Technologie beim Neubau des Kohlekraftwerkes in Brunsbüttel zum Status eines EU-Versuchsprojektes zu verhelfen. Die Grünen beantragten, das Verfahren grundsätzlich abzulehnen. Umweltminister Christian von Boetticher (CDU) – er vertrat den erkrankten Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU) – verteidigte in der Debatte die Nutzung der CCS-Technik. „Wir wären dumm, wenn wir diese Technologie nicht vorantreiben würden", stellte von Boetticher klar. Sie habe durchaus auch das Potential, „etwas für den Export zu bringen". Außerdem müsse sich Schleswig-Holstein zu seiner „globalen Verantwortung" bekennen. Würde die CCS-Technik nicht entwickelt, würden weltweit weiterhin klimafeindliche Kraftwerke entstehen, argumentierte der Minister. Das Land Schleswig-Holstein und der Energiekonzern RWE Dea haben bereits im März 2008 ein entsprechendes Versuchsprojekt gestartet. Die Universität Kiel und das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM Geomar haben Forschungsaufträge in Höhe von rund 25 Millionen Euro erhalten, um Möglichkeiten der CO2-Speicherung an Land und auf See zu erkunden. Stimmen aus dem Plenum:
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