Zu den
Bemühungen des Landes gehört das Programm
"Investitionen an Ganztagsschulen" mit insgesamt
32 Millionen Euro für die Jahre 2007 bis 2009. Davon
stehen für die Jahre 2008/09 rund 25 Millionen bereit.
Hiervon gehen elf Millionen an die Gymnasien. Zudem gibt
es eine Million für die Mittagsbetreuung der G8-Schüler.
Darüber hinaus beteiligt sich das Land auch an den
Betriebskosten der Offenen Ganztagsschulen. Parallel zum
Ausbau dieser Schulen wird das Land seine Mittel in den
Jahren 2009 bis 2011 auf 19,8 Millionen Euro erhöhen und
damit mehr als verdoppeln. Zur Entwicklung neuer
gebundener Ganztagsschulen – insbesondere in sozialen
Brennpunkten mit hohem Migrantenanteil – werden ab 2009
zudem 1.000 zusätzliche Lehrerstellen zur Verfügung
gestellt.
409
offene und 23 gebundene Ganztagsschulen im Lande
In
Schleswig-Holstein gibt es zurzeit nach Angaben des
Bildungsministeriums 409 offene und 23 gebundene
Ganztagsschulen. Die Offene Ganztagsschule bietet einen
Mittagstisch sowie am Nachmittag ergänzend zum
planmäßigen Unterricht schulische Veranstaltungen an,
die von Lehrern aber auch von außerschulischen Partnern
wie den Eltern geleitet werden. Die Teilnahme ist
freiwillig. Demgegenüber hat die gebundene Ganztagsschule
verpflichtenden Nachmittagsunterricht.
In einem
kurz vor der Aussprache vorgelegten Antrag fordert die
FDP, den Ausbau von Ganztagsangeboten in den Haushalt
einzubeziehen.
Auslöser der Debatte
waren Initiativen der Grünen und der FDP aus dem letzten
Februar (plenum-online, Februar
2008). Die Oppositionsfraktionen befürchteten
durch die Einführung des "Turbo-Abis" eine
erhöhte Belastung für die Schüler. Zuletzt hat sich der
Landtag im Mai 2008 mit dem Thema befasst (plenum-online, Mai
2008).