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Auf dieser Seite: Nachwuchs in der Seeschifffahrt

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Nachwuchs in der Seeschifffahrt sicherstellen!
Landtagsbeschluss vom 09. Oktober 2008 – Drs. 16/2238
Federführend ist das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr

Ausbildungssituation in der Seeschifffahrt:
Plenum geschlossen gegen Regierungsmeinung

Kiel (SHL/28.01.) Das Plenum hat die Landesregierung aufgefordert, mehr für die Lehre von seemännischen Berufen zu tun. Die vorhandenen Ausbildungsstellen reichten langfristig nicht aus und die geforderten Qualifikationen für Professoren an den Lehranstalten seien zu hoch, hieß es übereinstimmend in der Aussprache zu einem von CDU und SPD geforderten Bericht der Landesregierung zum Nachwuchs in der Seeschifffahrt.

„Mit der Fachhochschule Flensburg, der Schleswig-Holsteinischen Seemannsschule in Lübeck und der Fachschule für Seefahrt in Flensburg ist das Land gut gerüstet", hatte dagegen Christian von Boetticher (CDU) in Vertretung für den erkrankten Wirtschaftsminister Werner Marnette zu Beginn der Debatte festgestellt. Der Minister verwies auf die momentane Finanzkrise, die sich mit deutlich zurückgehenden Charter-Raten und einer Stornierung von Schiffs-Neubauten bemerkbar mache. „Wir sind in dieser Situation in der Ausbildung gut aufgestellt", so von Boetticher.

Das sahen die Redner aller Fraktionen anders. Sie forderten Ausnahmeregelungen, damit vakante Professurstellen wie etwa die im Fach Nautik an der Flensburger Fachhochschule besser besetzt werden können. Die Ansprüche an Bewerber müssten heruntergesetzt oder die Bezahlung verbessert werden. Die Grünen forderten zudem einen runden Tisch mit Vertretern des Wirtschaftsministeriums und der Reeder, der SSW sprach sich für eine Konzentrierung der maritimen Ausbildung in Flensburg aus.

Im Wirtschafts- und Bildungsausschuss wird das Thema weiter beraten.

Weitere Redner: Thomas Stritzl (CDU), Anette Langner (SPD), Heiner Garg (FDP), Angelika Birk (Grüne), Anke Spoorendonk (SSW)

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Hintergrund:
Auf Antrag von CDU und SPD berichtet die Landesregierung über die Ausbildung des Nachwuchses in der Seeschifffahrt. Mit der Fachhochschule Flensburg, der Schleswig-Holsteinischen Seemannsschule in Lübeck und der Fachschule für Seefahrt in Flensburg gibt es drei große Ausbildungsstellen im Lande.

Die Fachhochschule Flensburg bietet mit Unterstützung Hamburgs 40 Plätze für den Bachelor-Studiengang "Seeverkehr/Nautik und Logistik" an. Die Seemannsschule Lübeck-Travemünde bildet Schiffsmechaniker aus, während die Flensburger Fachschule für Seefahrt einen stark praxisorientierten zweijährigen Ausbildungsgang für Schiffsbetriebstechnische Assistenten anbietet. Alle Einrichtungen bereiten ihre Absolventen nach Auffassung des Wirtschaftministeriums gut aufs Berufsleben vor und ermöglichen ihnen nach den nötigen Fahrenszeiten, sich durch weitere Bildungsgänge beruflich fortzuentwickeln.

  Nachwuchssorgen bei den Lotsen

Die Ausbildungsstätten haben laut dem Papier aber Probleme, geeignetes Lehrpersonal zu finden. So sind die Vorgaben des Hochschulgesetzes für Nautik-Professoren an der Flensburger Fachhochschule sehr hoch – es werden zum Beispiel eine hervorragende Promotion und praktische Berufserfahrung verlangt. Auch an der Fachschule für Seefahrt ist ein Uni-Abschluss eine Einstellungsvoraussetzung. Demgegenüber sind die Verdienstmöglichkeiten durch das Tarifrecht eingeschränkt, zum Beispiel durch den so genannten "Vergaberahmen", der eine Obergrenze des Gesamteinkommens aller Professoren festlegt.

Nachwuchsprobleme haben auch die Lotsen am Nord-Ostsee-Kanal. Daher begrüßt die Landesregierung das vom Bund angestoßene Pilotprojekt einer verkürzten Lotsenausbildung. Bisher haben fünf Anwärter hiervon Gebrauch gemacht – sie mussten statt der vorgeschriebenen vier Jahre an Bord nur zwei Jahre vorweisen und haben anschließend ein halbjähriges Seelotsen-Praktikum absolviert, bevor sie mit der theoretischen Ausbildung begannen. Für diesen verkürzten Gang gibt es weitere 20 Anfragen.

  Immer mehr Frauen an Bord

Die Zahl der Frauen an Bord hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. Gab es 2001 insgesamt 13 Kapitäninnen und Offizierinnen auf deutschen Handelsschiffen, so waren es 2007 bereits 60. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Schiffsmechanikerinnen von drei auf 28 angestiegen.

Angesichts der sich anbahnenden Wirtschaftskrise lässt sich der Bedarf der Reedereien an Schiffspersonal für die kommenden Jahre nach Überzeugung der Landesregierung zurzeit nicht abschätzen. Entsprechend lehnt sie einen Ausbau der Seemannsschulen, zum Beispiel der ausgelasteten Einrichtung in Travemünde, zurzeit ab.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:  
Flughafen Lübeck

Dringlichkeit: - - -

Außerdem notiert: 
Andreas Beran vereidigt  /
Der Landtag trauert um Günther Heyenn

I n n e n  / R e c h t

2. Lesungen:

Politikerbezüge (Nebentätigkeiten)
Innere Sicherheit
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Kirchenvertrag
Rundfunkänderungs-
Staatsvertrag
Wahl:
Arbeitsgerichts-Präsident
(ohne Aussprache)
Anträge:
Situation der Sparkassen
Polizei: Strategie / Reviere
(ohne Aussprache)

Ehrenamt
(ohne Aussprache)

Berichte:

Raumordnung

Opferschutz-Stiftung
(ohne Aussprache)

Sport u. Justizvollzug
(ohne Aussprache)

Flüchtlingspolitik
(ohne Aussprache)

E-Government
(ohne Aussprache)

Datenschutzbericht
(ohne Aussprache)

Illegaler Datenhandel
(ohne Aussprache)

Stellungnahme BVerfG
(ohne Aussprache)

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

2. Lesung:

Ingenieure / Berufsbezeichnung
(ohne Aussprache)
Große Anfrage:
Finanzierung von Verkehrsprojekten
Anträge:
Konjunktur-Hilfen
Infrastruktur im Grenzland
CCS-Projekt
Berichte:

Nachwuchs in der Seeschifffahrt

Nordsee-Hafenkooperation
(ohne Aussprache)

Tourismuswirtschaft
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

2. Lesung:

Bestattungsgesetz
(ohne Aussprache)
Anträge:
Honorarreform
Med. Versorgungszentren
(ohne Aussprache)
Bericht:

AKW-Gespräch

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

1. Lesung:
KiTa-Gebühren
Große Anfrage:
Kulturelle Entwicklung
Anträge:
UK S-H-Aufsichtsrat
Berufliche Bildung
Denkmalschutz / Uni Kiel
(ohne Aussprache)
Bericht:

Ganztagsangebote an Gymnasien

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

Anträge:
Grünland
Solarenergie für Landesliegenschaften
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

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 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

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