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Auf dieser Seite: Beitragsfreiheit des 3. KiTa-Jahres 

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Aktuelle Stunde 
zum Thema "Beitragsfreiheit des 3. KiTa-Jahres"
Antrag der Fraktion der SPD                       

Heftiger Streit im Landtag um Gratis-KiTa

Koalition überlegt, Gebührenfreiheit für letztes Jahr wieder zu kippen

Kiel (SHL/27.01) Die Gebührenfreiheit für das letzte Kindergarten-Jahr droht zur kurzlebigsten Sozialmaßnahme in der jüngeren Geschichte Schleswig-Holsteins zu werden. Überlegungen in der CDU/FDP-Koalition, die erst im Sommer eingeführte Beitragsfreiheit wieder abzuschaffen, lösten im Landtag eine heftige Debatte um wünschenswerte Leistungen und deren Finanzierbarkeit aus. Die Opposition warf Schwarz-Gelb Wählertäuschung und eine verfehlte Politik vor. Die Gebührenbefreiung kostet das Land jährlich 30 Millionen Euro.

„Wir müssen das Land erst einmal in die Lage versetzen, soziale Wohltaten auszuführen, die nicht auf Pump und Kosten der nächsten Generation finanziert werden", verteidigte CDU-Fraktionschef Christian von Boetticher (Foto)in einer von der SPD beantragten Aktuellen Stunde die Überlegungen in der Koalition. Auch Cornelia Conrad von den Liberalen unterstrich, das Land könne nicht mehr alles leisten, was wünschenswert ist.

"Zukunft unserer Kinder darf nicht von 
der Finanzlage abhängig sein"

Wenn die Koalition eine Abschaffung der Gebührenfreiheit eiskalt durchziehe, wäre dies Wählertäuschung, hielt Oppositionsführer Ralf Stegner (SPD/Foto) der Koalition entgegen. Denn: „Die Zukunft unserer Kinder darf nicht von der Finanzlage abhängig sein – im Gegenteil: An ihrer Förderung hängt vielmehr unsere Zukunft". „Bildung ist die beste Prävention gegen Armut, Arbeitslosigkeit und soziale Ausgrenzung", schloss die Abgeordnete der Linken, Antje Jansen, an.

Die Grünen kritisierten in diesem Zusammenhang die Steuerpolitik von CDU und FDP. „Sie müssen ihre irrsinnigen Steuergeschenke kompensieren, die dem Land und seinen Kommunen die letzen Euros aus der Tasche ziehen", sagte die finanzpolitische Sprecherin Monika Heinold. Diese Politik sei familienfeindlich, zukunftsfeindlich und kurzsichtig. Es sei Niemandem zu vermitteln, dass alle Landtagsfraktionen vor einem Jahr das beitragsfreie KiTa-Jahr für bildungs- und sozialpolitisch unentbehrlich hielten und es ein Jahr später wieder eingespart werden soll, meinte SSW-Fraktionschefin Anke Spoorendonk: „Das hinterlässt den unschönen Eindruck, dass es CDU und FDP damals nur um die Stimmen der Eltern zur Bundestags- und Landtagswahl ging", sagte sie.

Minister sieht "Geburtsfehler" in der Grundsatzdiskussion vor zwei Jahren

Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP) verwies auf „Geburtsfehler" der Gebührenbefreiung. Bereits im vergangenen Jahr sei klar gewesen, dass die Maßnahme über neue Schulden finanziert werden muss. Das laufe allerdings den Sparbemühungen und der Schuldenbremse zuwider.

Weitere Redner: Wolfgang Kubicki (FDP), Anke Erdmann (Grüne), Wolfgang Baasch (SPD)

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Hintergrund: 
Die SPD möchte wissen, was hinter der Ankündigung von CDU-Fraktionschef Christian von Boetticher steckt, im Zuge des Sparkurses von Schleswig-Holsteins schwarz-gelber Landesregierung das beitragsfreie dritte Kindergartenjahr in Schleswig-Holstein womöglich wieder abzuschaffen. Hierüber wird der Landtag zu Beginn seiner Tagung in einer Aktuellen Stunde debattieren.

„Es gibt keine Tabus", wird von Boetticher in einer Zeitung zitiert. 30 Millionen Euro koste die Gebührenbefreiung das Land jedes Jahr. Niemand bestreite zwar, dass diese Leistung wichtig sei, betonte von Boetticher demnach. Wenn Schleswig-Holstein aber Solidarbeiträge anderer Länder verlange, „können wir nicht teure Leistungen anbieten, die etwa Hessen seinen Bürgern nicht finanziert".

Die Regelung gilt erst seit Sommer vergangenen Jahres. Die Beitragsfreiheit für eine fünfstündige Betreuung im letzten KiTa-Jahr vor der Schule hatte der Landtag im Oktober 2008 nach langer Diskussion beschlossen. Unterdessen streben die Linken sogar eine Ausweitung der Gratis-KiTa auf eine Ganztagsbetreuung in allen drei Jahren an. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den der Landtag ebenfalls in dieser Tagung berät (...gehe zu).

Vorherige Debatten zum Thema:
plenum-online
Oktober 2008November 2008

Stichwort: 
 
Über eine bestimmte Frage von allgemeinem Interesse kann eine Aktuelle Stunde von einer Fraktion oder von mindestens fünf Abgeordneten beantragt werden. Der Antrag muss spätestens zwei Tage vor Sitzungsbeginn gestellt werden.

Die Redebeiträge einzelner Abgeordneter dürfen nicht länger als fünf Minuten dauern. Die Redezeit der Mitglieder der Landesregierung sollte dreißig Minuten nicht überschreiten. In der Aktuellen Stunde haben die Fraktionen die Möglichkeit eines "letzten Wortes". Sie können auf die Ausführungen eines Ministers antworten, auch wenn die für die Abgeordneten insgesamt vorgesehene Redezeit von 60 Minuten bereits abgelaufen ist.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:
Beitragsfreie KiTa

Vereidigung
Björn Thoroe (Linke) 
neu im Landtag

Außerdem notiert: 
Landtag gedenkt der Opfer  des Holocaust 

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Untersuchungsausschüsse
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Fakultativprotokoll
Richtergesetz
(auch 2. Lesung geplant)
Rundfunk-Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Wahlen:
Richterwahlausschuss
(ohne Aussprache)
G-10-Kommission (V-Schutz)
(ohne Aussprache)
Anträge:
Unfallzeugen
Rundfunkfreiheit
Flüchtlingsopfer
Norddeutsche Kooperation
Bericht:

Prüfung Landtagswahl
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

2. Lesung:

Haushaltsordnung
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Dienstleistungsrichtlinie
Schuldenbremse / Landesverfassung
IT-Planungsrat
(ohne Aussprache)
Antrag:
Kommunale Finanzen
(ohne Aussprache)
Bericht:

Rechnungshof / Entlastung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Aktuelle Stunde:

Beitragsfreie KiTa

Anträge:
Gleichstellung Frauen
Atomkraftwerke
Hartz IV / Wohnkosten

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

1. Lesung:
Röntgen-Laseranlage
(ohne Aussprache)
Anträge:
Erdkabel
Strom und Leitungsnetze
Beschäftigungsinitiative
Bericht:

Flughafen Lübeck

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesungen:
Umwelt-Informationsgesetz
Milchquoten
Wahlen:
Verwaltungsrat Forsten
(ohne Aussprache)
Anträge:
Freiw. Ökologisches Jahr
Bericht:

Grundwasser-
Entnahmeabgabe

(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesung:

Schulgesetz / G8, Realschulen
1. Lesung:
Mittagstisch in KiTas und Schulen
Antrag:
Migrantenkinder / KiTa
(ohne Aussprache)
Berichte:

Politische Bildung

Hochschulen / Vereinbarung, Controlling

Denkmalschutz
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Europaausschuss / Minderheiten
Ostseestrategie
Bericht:

Ostseebüros / Hanse Office