zurück zur aktuellen Ausgabe von plenum-online

plenum-online wird während der Tagung ständig aktualisiert. Betätigen Sie bitte bei Aufruf einer Seite die Funktion "Neu laden" , "Aktualisieren" oder "reload", um ggf. die neueste Fassung zu erhalten.  

Auf dieser Seite: Fakultativprotokoll 

xxx

Top 6:
Entwurf eines Gesetzes über die Zustimmung zum Staats-
vertrag vom 25. Juni 2009 über die Einrichtung eines nationalen Mechanismus zur Umsetzung des Fakultativ-
protokolls zum VN-Abkommen gegen Folter und grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe
Gesetzentwurf der Landesregierung / Federführend ist das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Integration – Drucksache 17/147
   Neu: Ohne Aussprache

 


Kommission gegen Folter und 
unmenschliche Behandlung

Kiel (SHL/29.01.) Eine unabhängige Kommission soll künftig regelmäßig Gefängnisse, den Polizei-Gewahrsam sowie psychiatrische Kliniken und Altersheime mit geschlossenen Abteilungen im Lande untersuchen. Das sieht ein Staatsvertrag der Bundesländer vor, den die Regierungen im letzten Juni in Dresden unterzeichnet haben und der dem Landtag zur Ratifizierung vorliegt. Hintergrund ist das 2002 von den Vereinten Nationen beschlossene Abkommen "gegen Folter und grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe", das auf dem sogenannten Fakultativprotokoll basiert. Das Plenum überwies den Staatsvertrag ohne Aussprache an den Innen- und Rechtsausschuss.

– Druckversion –

zurück zum Textanfang

Hintergrund:
Eine unabhängige Kommission soll künftig regelmäßig Gefängnisse, den Polizei-Gewahrsam sowie psychiatrische Kliniken und Altersheime mit geschlossenen Abteilungen im Lande untersuchen. Das sieht ein Staatsvertrag der Bundesländer vor, den die Regierungen im letzten Juni in Dresden unterzeichnet haben und der nun dem Landtag zur Ratifizierung vorliegt. Hintergrund ist das 2002 von den Vereinten Nationen beschlossene Abkommen „gegen Folter und grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe", das auf dem sogenannten Fakultativprotokoll basiert.

  "Bundesstelle zur Verhütung von Folter" 

Die ehrenamtlich arbeitende Kommission soll von Wiesbaden aus alle Einrichtungen der Länder kontrollieren, in denen Menschen die Freiheit entzogen wird. Sie besteht aus vier Personen, die von der Justizministerkonferenz für vier Jahre ernannt werden. Die Prüfer sollen Fachkenntnisse mitbringen, etwa aus den Bereichen Polizei, Justizvollzug, Kriminologie oder Psychiatrie. Die Behörden sollen die von der Kommission festgestellten Mängel und ihre Empfehlungen laut Staatsvertrag „sorgfältig prüfen" und „in angemessener Zeit dazu Stellung nehmen". Die Prüfer erarbeiten jährlich einen Bericht, der auch den Landtagen vorgelegt wird. Daneben richtet der Bund eine "Bundesstelle zur Verhütung von Folter" ein, die für Bundeswehr und Bundespolizei zuständig ist.

Von der Verabschiedung des Protokolls in New York bis zu seiner Umsetzung in Deutschland hat es fast sieben Jahre gedauert. Grund hierfür war ein Streit zwischen dem Bund und einer Reihe von Bundesländern. So wurde auf Länderseite bezweifelt, ob es in Deutschland notwendig ist, ein solches Kontroll-Gremium einzurichten. Es gab zudem noch Vorbehalte wegen der entstehenden Kosten. Laut Landes-Justizministerium steuert Schleswig-Holstein pro Jahr 15.000 Euro zu den Kosten bei, die für das Sekretariat der Kommission und die Reisekosten der Mitglieder anfallen.

zurück zum Textanfang

* * * * *

 

Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:
Beitragsfreie KiTa

Vereidigung
Björn Thoroe (Linke) 
neu im Landtag

Außerdem notiert: 
Landtag gedenkt der Opfer  des Holocaust 

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Untersuchungsausschüsse
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Fakultativprotokoll
Richtergesetz
(auch 2. Lesung geplant)
Rundfunk-Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Wahlen:
Richterwahlausschuss
(ohne Aussprache)
G-10-Kommission (V-Schutz)
(ohne Aussprache)
Anträge:
Unfallzeugen
Rundfunkfreiheit
Flüchtlingsopfer
Norddeutsche Kooperation
Bericht:

Prüfung Landtagswahl
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

2. Lesung:

Haushaltsordnung
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Dienstleistungsrichtlinie
Schuldenbremse / Landesverfassung
IT-Planungsrat
(ohne Aussprache)
Antrag:
Kommunale Finanzen
(ohne Aussprache)
Bericht:

Rechnungshof / Entlastung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Aktuelle Stunde:

Beitragsfreie KiTa

Anträge:
Gleichstellung Frauen
Atomkraftwerke
Hartz IV / Wohnkosten

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

1. Lesung:
Röntgen-Laseranlage
(ohne Aussprache)
Anträge:
Erdkabel
Strom und Leitungsnetze
Beschäftigungsinitiative
Bericht:

Flughafen Lübeck

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesungen:
Umwelt-Informationsgesetz
Milchquoten
Wahlen:
Verwaltungsrat Forsten
(ohne Aussprache)
Anträge:
Freiw. Ökologisches Jahr
Bericht:

Grundwasser-
Entnahmeabgabe

(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesung:

Schulgesetz / G8, Realschulen
1. Lesung:
Mittagstisch in KiTas und Schulen
Antrag:
Migrantenkinder / KiTa
(ohne Aussprache)
Berichte:

Politische Bildung

Hochschulen / Vereinbarung, Controlling

Denkmalschutz
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Europaausschuss / Minderheiten
Ostseestrategie
Bericht:

Ostseebüros / Hanse Office