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Auf dieser Seite: Erdkabel 

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Top 23:
Gesetzlicher Vorrang für Erdkabel
Antrag der Fraktion der SPD – Drucksache 17/84
Antrag der Fraktionen von CDU und FDP – Drs. 17/144

Schwarz-Gelb gegen Erdkabel-Pflicht bei Stromleitungen

Kiel (SHL/28.01.) Beim Ausbau des deutschen Hochspannungsnetzes will die SPD grundsätzlich Erdkabeln den Vorrang gegenüber Freileitungen einräumen. Die Sozialdemokraten forderten die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene für eine entsprechende gesetzliche Regelung stark zu machen. Nach Ansicht der Abgeordneten Regina Poersch schaden Freileitungen der Umwelt, der Landwirtschaft und dem Tourismus. Erdkabel würden hingegen vor Ort akzeptiert und seien zudem weniger schadensanfällig. Mit ihrem Antrag stießen die Sozialdemokraten zwar auf Sympathie bei den anderen Oppositionsparteien. Widerstand kam jedoch von CDU und FDP.

Die Koalition setzt zwar auch auf unterirdische Leitungen, allerdings nur dort, wo es „technisch machbar und wirtschaftlich vertretbar" ist, wie der CDU-Abgeordnete Hartmut Hamerich klarstellte. Denn ein flächendeckender Ausbau der Erdkabel setze hohe Investitionen voraus und treibe den Strompreis hoch. Die Entscheidung darüber, ob der Strom in der Erde oder in der Höhe fließt, soll nach dem Willen der Union und der Liberalen bei den Stromkonzernen verbleiben.

Hintergrund der Debatte ist der im vergangenen Juni von Bundestag und Bundesrat beschlossene Ausbau des deutschen Stromnetzes. Beim Transport der Windenergie aus dem Norden nach West- und Süddeutschland setzt Berlin auch auf Erdkabel-Modellprojekte. In Schleswig-Holstein dreht sich die Diskussion um die 110-Kilovolt-Hochspannungstrassen Breklum-Flensburg, Heide-Pöschendorf und Lübeck-Göhl. Hier plädieren die Anwohner und die Kommunalpolitik für die Erd-Lösung.

Im Wirtschaftsausschuss kommt das Thema noch einmal auf den Tisch.

Weitere Redner: Oliver Kumbartzky (FDP), Detlef Matthiessen (Grüne), Ranka Prante (Linke), Lars Harms (SSW), Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU)

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Hintergrund:
Die SPD fordert die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass beim Ausbau von Stromtrassen mit einer Spannung von 110 Kilovolt (KV) Erdkabel grundsätzlich den Vorrang gegenüber Freileitungen haben sollen.

Bundestag und Bundesrat haben im Juni den Weg für den Ausbau des deutschen Stromnetzes geebnet. Damit soll vor allem der Stromtransport aus den Windanlagen im Norden in Richtung Süden und Westen Deutschlands gesichert werden. Im Gesetz zu den sogenannten Strom-Autobahnen wurde festgelegt, dass künftig nur noch das Bundesverwaltungsgericht als erste und letzte Instanz über Klagen gegen die Stromtrassen befinden soll. Bislang dauerten die Genehmigungsverfahren wegen Anwohner-Protesten häufig bis zu zehn Jahre.

  Erdverkabelung
  ist teurer

Und: Sowohl bei den 110-KV-Hochspannungsleitungen als auch bei den Höchstspannungsleitungen mit 380 KV soll es Modellprojekte mit der Erdverkabelung geben. Unterirdische Leitungen sind umstritten, weil die Technik noch neu ist und als teuer gilt. Sie wird aber von den Anwohnern bevorzugt. In Schleswig-Holstein dreht sich die Diskussion um die 110-KV-Trassen Breklum-Flensburg, Heide-Pöschendorf und Lübeck-Göhl, die den an Land und off-shore produzierten Windstrom ins Verbundnetz einspeisen sollen.

Schätzungen zufolge wird der gesamte Netzausbau die Stromkonzerne bis 2020 zwischen 30 und 40 Milliarden Euro kosten – was auch auf die Rechnungen der Stromkunden durchschlagen dürfte.

Vorherige Debatte zum Thema:
plenum-online
März 2007

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:
Beitragsfreie KiTa

Vereidigung
Björn Thoroe (Linke) 
neu im Landtag

Außerdem notiert: 
Landtag gedenkt der Opfer  des Holocaust 

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Untersuchungsausschüsse
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Fakultativprotokoll
Richtergesetz
(auch 2. Lesung geplant)
Rundfunk-Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Wahlen:
Richterwahlausschuss
(ohne Aussprache)
G-10-Kommission (V-Schutz)
(ohne Aussprache)
Anträge:
Unfallzeugen
Rundfunkfreiheit
Flüchtlingsopfer
Norddeutsche Kooperation
Bericht:

Prüfung Landtagswahl
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

2. Lesung:

Haushaltsordnung
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Dienstleistungsrichtlinie
Schuldenbremse / Landesverfassung
IT-Planungsrat
(ohne Aussprache)
Antrag:
Kommunale Finanzen
(ohne Aussprache)
Bericht:

Rechnungshof / Entlastung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Aktuelle Stunde:

Beitragsfreie KiTa

Anträge:
Gleichstellung Frauen
Atomkraftwerke
Hartz IV / Wohnkosten

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

1. Lesung:
Röntgen-Laseranlage
(ohne Aussprache)
Anträge:
Erdkabel
Strom und Leitungsnetze
Beschäftigungsinitiative
Bericht:

Flughafen Lübeck

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesungen:
Umwelt-Informationsgesetz
Milchquoten
Wahlen:
Verwaltungsrat Forsten
(ohne Aussprache)
Anträge:
Freiw. Ökologisches Jahr
Bericht:

Grundwasser-
Entnahmeabgabe

(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesung:

Schulgesetz / G8, Realschulen
1. Lesung:
Mittagstisch in KiTas und Schulen
Antrag:
Migrantenkinder / KiTa
(ohne Aussprache)
Berichte:

Politische Bildung

Hochschulen / Vereinbarung, Controlling

Denkmalschutz
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Europaausschuss / Minderheiten
Ostseestrategie
Bericht:

Ostseebüros / Hanse Office