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Auf dieser Seite: FÖJ 

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Top 27:
Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) in 
Schleswig-Holstein vollständig erhalten
Antrag der Fraktion der SPD – Drucksache 17/128
Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE – Drs. 17/216


Bereits eine Woche vor der Plenartagung protestierten 
ehemalige und derzeitige FÖJ´ler vor dem Landeshaus gegen die 
von der Umweltministerin angekündigten Sparmaßnahmen

„Freiwilliges Ökologisches Jahr nicht mit der Sparkeule erschlagen"

Opposition protestiert gegen Kürzungen beim FÖJ

Kiel (SHL/28.01.) Dem massiven Protest der Opposition zum Trotz will die Landesregierung an der von Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) vorgeschlagenen Kürzung des Budgets für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) festhalten. Dies hat Wissenschaftsminister Jost de Jager (CDU) im Plenum deutlich gemacht. Mit Ausgaben in Höhe von 1,2 Millionen Euro pro Jahr für 150 FÖJ-Stellen liege Schleswig-Holstein im Ländervergleich weit vorne, begründete de Jager, der die erkrankte Umweltministerin vertrat. So würde beispielsweise Nordrhein-Westfalen für die gleiche Zahl an Plätzen nur 800.000 Euro ausgeben. Angesicht der prekären Haushaltslage bezeichnete der Minister die geplante Kürzung der Zuschüsse von derzeit 690 Euro pro Stelle auf ab dem 1. August 444 Euro pro Stelle als „verantwortbar".

Anlass der Debatte war ein Antrag der SPD, der zu einer dauerhaften und ausreichenden Finanzierung der insgesamt 150 FÖJ-Stellen im Land aufforderte. Dementsprechend harsch viel bei Sandra Redmann (SPD) die Kritik am Spar-Vorhaben der Landesregierung aus: „Wer ungeprüft bei der Abstimmung im Plenum der Aussage vertraue, dass für 500.000 Euro im Jahr kein Manager bei der HSH-Nordbank arbeiten wolle, so die Sozialdemokratin, sollte nicht unerfüllbare Forderungen an die kleinen und finanzschwachen FÖJ-Träger stellen".

Auch die Vertreter der Grünen, der Linken und des SSW monierten die geplante Budgetkürzung für das FÖJ und befürchteten ebenfalls Stellenstreichungen in dem Bereich. Dabei, so das Kernargument der Oppositionsparteien, nütze dieser freiwillige Dienst auch dem Tourismus und führe somit auch zu einem ökonomischen Mehrwert. Dem wollten die Redner der Regierungsfraktionen nicht widersprechen, sahen aber wie Minister de Jager erhebliches Einsparpotenzial. De Jager betonte zudem, dass die Verbände in Gesprächen mit der Landesregierung zugesichert hätten, die 150 FÖJ-Stellen aufrecht zu erhalten.

Das Thema soll nun im Umwelt- und Agrarausschuss weiter beraten werden. Überwiesen wurde auch ein Vorstoß der Linken, die eine Aufstockung der FÖJ-Stellen fordern.

Weitere Stimmen aus dem Plenum:

Michael von Abercron (CDU): Natürlich ist die Arbeit, die im FÖJ geleistet wird, positiv zu bewerten. Doch sollte jeder hier im Plenum auch die Finanzlage des Landes ernst nehmen.

Günther Hildebrand (FDP): Der Landesrechnungshof hat das FÖJ unter die Lupe genommen und eindringlich darauf hingewiesen, dass es angesichts der Haushaltlage nicht mehr darstellbar ist, dass sich das Land hier proportional überdimensional engagiert.

Marlies Fritzen (Grüne): Die FÖJ-ler übernehmen Aufgaben, die so von den Naturschutzverbänden nicht geleistet werden können – und das ehrenamtlich und freiwillig. Diese Leistung gilt es zu würdigen und nicht mit der Sparkeule zu erschlagen.

Ranka Prante (Linke): Die Ableistung eines FÖJ kann die Chance auf einen Ausbildungsplatz erhöhen. Deshalb sollten der Standard der Betreuung und die Zahl der Plätze erhalten, ja sogar erhöht werden.

Flemming Meyer (SSW): Beim FÖJ handelt es sich um eine ausgezeichnete Bildungsmaßnahme. Das belegen die Berichte der jungen Freiwilligen, die teilweise zum aller ersten Mal erfahren, wie und ob sie in unserer Gesellschaft bestehen können.

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Hintergrund:
Die SPD stellt sich gegen die von der Landesregierung angekündigten Kürzungen beim Freiwillige Ökologischen Jahr (FÖJ). Die Sozialdemokraten rufen dazu auf, alle 150 Stellen im Lande zu erhalten.

Schleswig-Holstein fördert das FÖJ zurzeit mit rund 1,2 Millionen Euro. Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) will die Zuschüsse nun um 400.000 Euro kürzen. Die Begründung: Im nördlichsten Bundesland werde jeder Platz mit durchschnittlich 619 Euro monatlich gefördert. Das seien 200 Euro mehr als im westdeutschen Durchschnitt.

Die SPD befürchtet durch die Einsparungen nicht nur einen Schaden für Umwelt, Natur und Tourismus, sondern auch den Abbau von 50 FÖJ-Plätzen. Alarm schlagen ebenfalls Bildungseinrichtungen und Umweltvereine, die vor dem Zusammenbruch pädagogischer Projekte warnen.

Vorherige Debatte zum Thema Jugendfreiwilligendienste:
plenum-online
Mai 2008 

Stichwort: Freiwilliges Ökologisches Jahr
Das FÖJ bietet jungen Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren die Möglichkeit zur Teilnahme an einem freiwilligen Einsatz für Umwelt und Natur. Schleswig-Holstein hat das Orientierungs- und Bildungsjahr im Jahre 1991 gestartet. Damals nahmen 30 junge Leute teil. Seit August 2004 können sich 150 junge Menschen in einer ökologischen Station oder einem anerkannten Umweltverband freiwillig engagieren. Das FÖJ kann als Wartesemester angerechnet und als Ersatz für den Zivildienst geltend gemacht werden.

In Schleswig-Holstein gibt es zwei Träger, die für die Besetzung der Stellen verantwortlich sind: die FÖJ-Betreuungsstelle im Jugendpfarramt der Nordelbischen Kirche und die Trägergemeinschaft für das FÖJ am Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Zu ihr gehören der WWF Deutschland, NABU Schleswig-Holstein, die Seehundstation Friedrichskoog e. V., die Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer e.V. und die Naturschutzgemeinschaft Sylt e.V.

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Themen-Übersicht

A k t u e l l e s

Aktuelle Stunde:
Beitragsfreie KiTa

Vereidigung
Björn Thoroe (Linke) 
neu im Landtag

Außerdem notiert: 
Landtag gedenkt der Opfer  des Holocaust 

I n n e n  / R e c h t

2. Lesung:

Untersuchungsausschüsse
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Fakultativprotokoll
Richtergesetz
(auch 2. Lesung geplant)
Rundfunk-Staatsvertrag
(ohne Aussprache)
Wahlen:
Richterwahlausschuss
(ohne Aussprache)
G-10-Kommission (V-Schutz)
(ohne Aussprache)
Anträge:
Unfallzeugen
Rundfunkfreiheit
Flüchtlingsopfer
Norddeutsche Kooperation
Bericht:

Prüfung Landtagswahl
(ohne Aussprache)

F i n a n z e n

2. Lesung:

Haushaltsordnung
(ohne Aussprache)
1. Lesungen:
Dienstleistungsrichtlinie
Schuldenbremse / Landesverfassung
IT-Planungsrat
(ohne Aussprache)
Antrag:
Kommunale Finanzen
(ohne Aussprache)
Bericht:

Rechnungshof / Entlastung
(ohne Aussprache)

S o z i a l e s  / A r b e i t  / G e s u n d h e i t

Aktuelle Stunde:

Beitragsfreie KiTa

Anträge:
Gleichstellung Frauen
Atomkraftwerke
Hartz IV / Wohnkosten

W i r t s c h a f t  /
V e r k e h r  /  T e c h n i k

1. Lesung:
Röntgen-Laseranlage
(ohne Aussprache)
Anträge:
Erdkabel
Strom und Leitungsnetze
Beschäftigungsinitiative
Bericht:

Flughafen Lübeck

 A g r a r  /  U m w e l t  / 
E n e r g i e  / F o r s t e n

1. Lesungen:
Umwelt-Informationsgesetz
Milchquoten
Wahlen:
Verwaltungsrat Forsten
(ohne Aussprache)
Anträge:
Freiw. Ökologisches Jahr
Bericht:

Grundwasser-
Entnahmeabgabe

(ohne Aussprache)

 B i l d u n g  /  K u l t u r  / W i s s e n s c h a f t

2. Lesung:

Schulgesetz / G8, Realschulen
1. Lesung:
Mittagstisch in KiTas und Schulen
Antrag:
Migrantenkinder / KiTa
(ohne Aussprache)
Berichte:

Politische Bildung

Hochschulen / Vereinbarung, Controlling

Denkmalschutz
(ohne Aussprache)

 E u r o p a  / O s t s e e –
k o o p e r a t i o n

Anträge:
Europaausschuss / Minderheiten
Ostseestrategie
Bericht:

Ostseebüros / Hanse Office