Hintergrund:
Alle drei Jahre berichtet die Landesregierung dem
Landtag über die Entwicklung der
Schleswig-Holstein-Büros und Hanse-Offices im Ostseeraum.
Der nun vorgelegte Bericht umfasst die Jahre 2007 bis 2009
und bescheinigt den Repräsentanzen insgesamt eine „wertvolle
Arbeit" bei der Unterstützung regionaler
Partnerschaften.
Seit 1994
betreibt das Land die regionalen Büros an den Standorten
Tallinn, Kaliningrad, Vilnius und Riga. Im Juni 2008 wurde
dem Bericht zufolge das Büro in Malmö geschlossen. Die
erbrachten Leistungen hätten nicht den Erwartungen des
Trägers, der IHK Gesellschaft für Wirtschaftsförderung
und Projektmanagement Kiel mbh, entsprochen, so die
Regierung in ihrem Bericht. Von Schleswig-Holstein und
Hamburg unterhaltene Hanse-Offices gibt es in St.
Petersburg und Danzig. An der Repräsentanz in St.
Petersburg beteiligt sich seit Juli 2008 auch
Mecklenburg-Vorpommern.
„Vor Ort
Flagge zu zeigen"
Die
Aufgaben der Schleswig-Holstein-Büros sind, „vor Ort
Flagge zu zeigen" und die Interessen des Bundeslandes
in der Region zu vertreten, Kooperationsprojekte zu
unterstützen sowie Kontakte mit der Wirtschaft
herzustellen. Alle drei Jahre entscheidet das Kabinett
über die Weiterarbeit der Regionalbüros. Die
Schleswig-Holstein-Büros werden aus dem Landesetat
finanziert, getragen werden sie überwiegend von der
Industrie- und Handelskammer zu Kiel. In der Regel sind
die Büros mit einer Arbeitskraft besetzt, die aus dem
Gastland stammt, aber über Kenntnisse der deutschen
Sprache und des schleswig-holsteinischen Wirtschafts- und
Gesellschaftslebens verfügt.
2009
unterstützte das Land die Regionalrepräsentanzen mit
insgesamt 115.000 Euro, durch die Schließung in Malmö
sind laut aktuellem Bericht 27.000 Euro eingespart worden.
Für 2010 beziehungsweise 2011 werden Kosten in Höhe von
115.000 beziehungsweise 100.000 Euro erwartet.